Heilbronn
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SLK eröffnet zweite Intensivstation in der Kinderklinik

Nachdem ein Darmkeim auf der Neugeborenen-Intensivstation nachgewiesen wurde, verstärkt das Krankenhaus am Gesundbrunnen seine Hygienemaßnahmen. Der Übertragungsweg ist unklar. Vorerst werden Risikoschwangerschaften nur noch eingeschränkt aufgenommen.

Tanja Ochs
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Auch die SLK-Kliniken haben für das Klinikum am Gesundbrunnen beim Land eine Förderung in Höhe von rund 9,9 Millionen Euro beantragt. Foto: Archiv/Veigel

Weil bei sieben Kindern auf der Intensivstation der SLK Kliniken im Gesundbrunnen in Heilbronn ein Darmkeim nachgewiesen wurde, eröffnet das Krankenhaus eine zweite Intensivstation. Damit könne man "die Gefährdung einschränken", erklärt Geschäftsführer Thomas Weber. Gleichzeitig wird die Betreuung von Risikoschwangerschaften vorübergehend eingeschränkt, um die Kapazitäten für die Versorgung von Notfällen zu sichern. Übertragungsweg und Ursprung des Keimes konnten bisher nicht nachgewiesen werden.

Infektion sei nicht lebensbedrohlich

Von den betroffenen Kindern haben drei eine Infektion entwickelt, die aber nicht lebensbedrohlich sei, betont Weber. Trotzdem werden die Patienten jetzt streng isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Auf der zweiten Intensivstation werde man deshalb mit getrennter Personalstruktur arbeiten.

Frauen mit Risikoschwangerschaften vor der 33. Schwangerschaftswoche können derzeit nur eingeschränkt in den SLK Kliniken aufgenommen werden. Sofern es sich nicht um Notfälle handelt, müsse man Patientinnen eventuell an andere Kliniken verweisen, so Weber.

Nachweis bei Routine-Check

Der Keim wurde bei Routine-Screenings nachgewiesen. Die Bakterien gehören bei vielen Menschen zur Darmflora und stellen in der Regel kein Risiko dar, können aber bei schwerkranken Neugeborenen und unreifen Frühgeborenen lebensgefährliche Infektionen verursachen. Neben der Isolierung der betroffenen Intensivstation werde das Krankenhaus Hygienemaßnahmen intensivieren. Alle übrigen Bereiche der Kinderklinik laufen im Normalbetrieb weiter.

 

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