Heilbronn
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Gäste genießen ein wenig Normalität im Heilbronner Winterdorf

Das Winterdorf in der Badstraße am Neckar verfolgt ein konsequentes Hygienekonzept. Das kommt bei Gästen gut an.

Freidhelm Römer
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Ein wenig Normalität
Impfnachweis, Personalausweis, Luca App und aktuelles Testergebnis: Die Kontrollen zum Eintritt ins Winterdorf in der Badstraße sind gewissenhaft. Foto: Helmut Melchert

Wer in diesen schweren Zeiten ins Heilbronner Winterdorf möchte, muss gut vorbereitet sein. Die Kontrollen am Eingang sind konsequent und dulden keine Ausnahme. Die vier bis fünf Mann starke, externe Security verweigert am Samstagabend einer Frau den Eintritt, weil sie sich nicht ausweisen kann. Gemeinsam mit ihrem Mann zieht sie in der Dunkelheit der Badstraße enttäuscht davon. Hier gilt 2G plus. Geimpft oder genesen mit einem zusätzlichen aktuellen negativen Coronatest. Wer letzteren nicht hat, kann das an der Teststation in einer Hütte vor dem Eingang machen lassen. Die Security ist freundlich, aber bestimmt. "Aggressivität erleben wir nicht. Die meisten Leute haben auch Verständnis für die Wartezeit am Eingang", sagt Torsten Schweikert von der Security.

 

Lagerfeuer, Imbiss und Hütten

Im alpenländisch anmutenden Winterdorf, das in der Coronaverordnung unter Clubs eingestuft wird, gibt es einen großen Außenbereich mit Lagerfeuer, Imbiss und einigen Hütten wie Neckaralm und Kiliansalm. Die Hütten haben jeweils mehrere Außengetränkestände, um Warteschlangen und Enge zu vermeiden. Da nur geimpfte Personen zugelassen werden, gelten keine Kontaktbeschränkungen, dafür aber die AHA-Regeln. Die Maskenpflicht ist erst am Platz aufgehoben.

Auch in den Hütten geht es entspannt und entzerrt zu. Tische für sechs bis acht Personen stehen hier. Anfang November, als die Coronaregeln noch weniger streng waren, gab es in der Neckaralm in der Mitte eine Tanzfläche. "Da galt 2G ohne Maske. An diese Regeln hatten wir uns gehalten", sagt Uschi Schröter, eine der Inhaberinnen. Jetzt stehen hier zwei Tische. Getanzt wird nicht mehr.

Getanzt wird nicht mehr

Es geht gepflegt zu im Winterdorf. Die Atmosphäre ist angenehm. "Falls es doch einmal voll zu werden droht, machen wir für eine Stunde den Eingang dicht, wie am Samstag vor einer Woche", sagt Schröter. "Das ist ein gutes Konzept. Die machen es richtig", lobt Lisa Fuchs aus Untergruppenbach, die mit zwei Freunden am Lagerfeuer sitzt, die Regeln. Das Winterdorf ist ein Gefühl: Das wollen Inhaber und Mitstreiter vermitteln. Schröter: "Wir wollen nur Gäste, die dieses Konzept mittragen. Sonst funktioniert das nicht."

Zehn Tage vor dem Inkrafttreten der Coronaverordnung mit 2G plus habe man das Testen mit Teststation angeboten und den Gästen empfohlen, dies wahrzunehmen, so Uschi Schröter. "Ich finde das richtig gut, dass die das schon vorzeitig gemacht haben", sagt Nadine Haas, die oft ins Winterdorf geht und nun mit Patrick Ziegler, der erstmals die Atmosphäre genießt, in der Neckaralm Kinderpunsch trinkt.


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