Die Gartenschau Eppingen am ersten Wochenende: Modellflieger, Bauchtanz und eine Spritztour im Stadtweiher
Auch am zweiten Tag haben mehrere tausend Blütenfans die Gartenschau in Eppingen besucht. Auf dem weiträumigen Gelände verteilen sich die Besucher aber so, dass es nirgends zu Warteschlangen kommt. Die Highlights des zweiten Tags im Überblick.
Das Unwetter vom Freitagabend hat das Gartenschaugelände nur leicht erwischt. Es habe lediglich Sturmschäden an einigen Sonnenschirmen gegeben, teilt Gartenschausprecherin Vanessa Heitz mit. Diese wurden vom Geländeteam morgens ausgetauscht. So konnten die Besucher den zweiten Tag nach der Eröffnung ganz unbeschwert bei besten Sonnenschein genießen.
Brigitte Voglsang aus Weinsberg-Wimmental hatte den Besuch zu einem Familienausflug gemacht. begleitet wurde sie von ihren Töchtern Diana und Julia. Für Diana Voglsang ist klar: "Der Stadtweiher ist das schönste Plätzchen, um eine Tasse Kaffee zu trinken."
Wie weit die Gartenschau ausstrahlt
Dass das Eppinger Großereignis sogar in den Schwarzwald und sogar bis Hessen ausstrahlt, bewies Familie Vetter. Alexandra Vetter aus Freiburg und Daniela Vetter aus dem hessischen Herbstein hatten ihre Mutter Heidrun ein Eppinger Wochenende inklusive Gartenschaubesuch zum 75. Geburtstag geschenkt.
Das Trio ließ sich gut gelaunt im Weidenpavillon ablichten, der als Gruß des Ortsteils Kleingartach vor dem Stadtpavillon errichtet wurde. Das Thema Weide hatte die Frauen schon morgens beschäftigt. Beim Gläsernen Atelier des Eppinger Kulturvereins Artificium hatten die Vetters Schalen als Andenken geflochten.
Kreisende Hüften und Spritztouren im Stadtweiher

Die große Wiese im Weiherpark wurde kurzerhand zu einem Flugplatz für Modellflieger umgewandelt. Der Flug- und Modellsportverein Eppingen präsentierte Maschinen unterschiedlicher Größe: Vom gut einen Meter langen Kampfjet bis hin zu handlichen Schulterdeckern, die sogar in geschlossenen Räumen betrieben werden können. Im Stadtweiher zogen Modellboote ihre Runden.
Auf den beiden Bühnen war den ganzen Tag Programm. Vor der Dieffenbacherbühne am Schwanen genoss das Publikum orientalische Tänze der Eppinger Compagnie Rakkasin. Die sieben Frauen waren in ihren paillettenverzierten Tanzdress echte Hingucker. Am Ende der Show lud Leiterin Brigitte Pahl Interessierte ein, sich der Tanzgruppe anzuschließen.
Blumenflor mit ernster Friedensbotschaft
Auch in den Gärten der Aussteller gab es viel Programm. Die Eppinger Ortsgruppe des BUND hatte zu einem Vortrag über Wildbienen eingeladen. Naturpädagoge Peter Kochert aus Pfaffenhofen nutzte für seinen Vortag auch Bilder, die die Gäste auf einem Monitor mitverfolgen konnten. Der BUND hat am Bachwegle auch einen Parcours mit 20 Stationen aufgebaut. Dort präsentiert die Ortsgruppe Elemente nachhaltiger Gartengestaltung.
Die Blumenhalle in der Scheune Wolf, die vom Landesverband der Floristen gestaltet wurde, verbindet das Botanische mit einer Friedensbotschaft. Ein großes Peace-Zeichen, umrankt von Blüten, ist gleich rechts neben dem Eingang platziert worden. Im Gästebuch finden sich Einträge, wie "Stop War" und "Love and Peace". Franziska Schwab und Alex Kunz aus Mühlhausen im Kraichgau posierten gemeinsam vor dem Symbol.
Warum in einem alten Koffer Blumen wachsen

Die Anwohner der Leierstraße und der Alstadtstraße haben zahlreiche florale Überraschungen vorbereitet. In der Altstadtstraße wachsen bunte Blumen aus einem historischen Reisekoffer heraus. Familie Preusch hat in der Leiergasse eine alte Badewanne farbenfroh bepflanzt. Ein Stück weiter in Richtung Innenstadt sind mehrere Holzkisten mit Palmbräu-Schrift zu einem Blumenregal arrangiert worden.
Bestens gelaunt schlenderten Karin Blisse und Sylvia Nadal aus dem hessischen Langen daran vorbei. Sylvia Nadal zeigte sich von der Herzlichkeit der Eppinger Landfrauen begeistert, die am Bachwegle einen eigenen Stand betreiben. "Ich habe mir gleich ein Backbuch von denen gekauft."
Wieviele Menschen die Gartenschau bereits gesehen haben
Die Serviceeinrichtungen haben dem Andrang der ersten beiden Tage offenbar gut standgehalten. Die Toiletten waren ohne Wartezeiten nutzbar. Auch an den Verpflegungspunkten herrschte entspannte Atmosphäre. Der 1200 Plätze fassende Gartenschauparkplatz am Ortseingang aus Richtung Richen war Freitag und Samstag nur teilweise ausgelastet.
Am Eröffnungstag hatten Tag hatten etwa 4000 Menschen teilgenommen. Dies berichtet Gartenschau-Betriebsleiter Peter Thalmann auf Anfrage. Am mindestens so belebten zweiten Tag werde diese Größenordnung sicher nicht unterboten, schätzte Thalmann am späten Nachmittag ein.




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