Eppingen
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Die Bühne der Eppinger Gartenschau wird zur Küche

Wie man saisonal und gesund kocht, das hat die AOK bei einer Kochshow auf der Gartenschau gezeigt. Küchenmeister Wilhelm Oppermann zauberte ein Drei-Gänge-Menü.

Elfi Hofmann
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Lesezeit 2 Min
Die Bühne der Eppinger Gartenschau wird zur Küche
Wilhelm Oppermann (Mitte) zaubert gemeinsam mit Ernährungsberaterin Iris Baumann ein Drei-Gänge-Menü auf der Gartenschau.  Foto: Lina Bihr

"Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst." Das ist nicht nur ein Zitat von François VI. Duc de La Rochefoucauld - seines Zeichens französischer Moralist des 17. Jahrhunderts -, sondern auch das Motto der AOK-Kochshow auf der Eppinger Gartenschau.

Jeder Gang wird getestet

Dafür wurde die Hauptbühne in ein kleines Kochstudio verwandelt, auf der Küchenmeister Wilhelm Oppermann gemeinsam mit Iris Baumann, AOK-Ernährungsexpertin, unter strenger Beobachtung der Gäste ein Drei-Gänge-Menü zaubern. Und weil eine Kochshow nichts ohne Verkoster ist, werden zwei Besucher ausgelost, die jeden Gang testen dürfen.

Zwei Stunden schwingt Wilhelm Oppermann Kochlöffel, Messer und Pfannen, gibt dazu zahlreiche Tipps wie "man braucht nicht viel Salz. Stattdessen sollte man die Natur sprechen lassen" und erzählt aus dem Nähkästchen. Das ist groß, denn der Koch kann auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken.

Leicht verdauliches Essen

Als Vorspeise kredenzt er gemeinsam mit Iris Baumann eine Variation der heimischen Lachsforelle. Die habe viele Omega-3-Fettsäuren, erklärt die Ernährungsberaterin. "Und gemeinsam mit dem Pflücksalat ist es ein leicht verdauliches Essen." Eichblatt kommt genauso zum Zuge wie die Brennnessel. Ob das beim Ernten nicht brennen würde, will Moderator René Schilling wissen. "Ich kann immer nur Handschuhe empfehlen", sagt Iris Baumann. Mit dem Gerücht, in manchen Monaten seien die nicht nötig, räumt sie direkt auf.

Ob Handschuhe oder nicht: Den beiden Verkostern aus dem Eppinger Ortsteil Mühlbach schmeckt die Vorspeise gut. Ein bisschen wie Brause, die auf der Zunge bitzelt, würde sich die Lachscreme anfühlen, sind sie sich schnell einig.

Garung bei 65 Grad

Als Hauptgang wird ihnen dann eine Maishähnchenbrust "Sous-Vide" und klassisch gegart serviert. Dafür wird das Fleisch zuerst in einem Beutel vakuumiert und dann bei 65 Grad in einem Garer zubereitet. Im Anschluss brät Wilhelm Oppermann das Hähnchen an. "Für die Röstaromen", erklärt er. Dass der Koch das Fleisch mit den behandschuhten Händen von der Pfanne auf den Teller befördert, wundert nicht nur den Moderator. Ob das keine Schmerzen verursachen würde, will er wissen. "Natürlich ist es heiß", räumt Oppermann ein. "Aber wer nicht heiß greifen kann, kann auch nicht heiß lieben."

Für Tester Heiko Lechner ist das Hähnchen eine kulinarische Offenbarung. Saftig sei es. Allerdings scheint man den Mühlbacher generell mit Gekochtem glücklich machen zu können: "Wenn ich esse, geht es mir gut."

Für das Dessert kommt mit Erdbeeren und Rhabarber saisonales Obst auf den Teller. "Man sollte möglichst regional und saisonbewusst einkaufen", mahnt Iris Baumann. Eine Avocado zwischendurch sei aber erlaubt. Davon bekommen die Tester aber schon nichts mehr mit und genießen den Abschluss des Menüs inklusive der vorbereiteten Joghurtcreme.

 
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