Heilbronn
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Heilbronner Alt-Stadtrat Klaus Hackert ist im Alter von 84 Jahren gestorben

Klaus Hackert war eine prägende Persönlichkeit der Kommunalpolitik und des Handwerks. 44 Jahre lang gehörte er der CDU-Fraktion im Heilbronner Gemeinderat an, viele Jahrzehnte prägte er das Handwerk auf Landes- und Bundesebene.

Joachim Friedl
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Der Heilbronner Alt-Stadtrat Klaus Hackert ist im Alter von 84 Jahren gestorben
Für seine Verdienste um seine Heimatstadt überreichte der damalige Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach 2008 Klaus Hackert den Ehrenring. Foto: Archiv/Dirks  Foto: Dirks

Sein Name stand 44 Jahre lang für eine solide und verantwortungsbewusste Kommunalpolitik. Sein Humor, seine Geselligkeit, seine Bodenständigkeit und seine Fähigkeit, Kompromisse einzugehen, waren seine Markenzeichen.

Seine intakte Familie mit Ehefrau Inge, vier Kindern und zahlreichen Enkelkindern gaben ihm die Kraft für ein engagiertes, nicht alltägliches Leben. Jetzt ist Klaus Hackert, langjähriger CDU-Stadtrat, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn sowie des Handwerkstags Baden-Württemberg, nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 gestorben.

Neun Mal wurde er in den Gemeinderat gewählt

1975 war ein einschneidendes Jahr im Leben des gebürtigen Heilbronners. Der jahrelange Geschäftsführer der Sanitärfirma F. Hackert war erstmals in den Gemeinderat der Stadt gewählt und in der Folge bei neun weiteren Kommunalwahlen eindrucksvoll bestätigt worden. Klaus Hackert wurde zu einem einflussreichen Heilbronn-Botschafter.

Vier Oberbürgermeister erlebt

Er hatte mit Hans Hoffmann, Manfred Weinmann, Helmut Himmelsbach und Harry Mergel vier Oberbürgermeister erlebt und hatte als profundes Mitglied des Bauausschusses die Stärken und Schwächen der Baudezernenten Herbert Haldy, Ulrich Bauer, Ulrich Frey und Wilfried Hajek kennengelernt. Auf diesem kommunalpolitischen Feld hatte sich der stets bescheiden auftretende Handwerksmeister wohlgefühlt.

2004 war ein einschneidendes Jahr

Ein zweiter tiefgreifender Wendepunkt war für den Freund eines süffigen Trollinger-Lembergers und einer deftigen Schlachtplatte das Jahr 2004. Klaus Hackert verabschiedete sich bis auf die Kommunalpolitik von allen Ehrenämtern, unter anderem als Mitglied des Rundfunkrats, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammer in Baden-Württemberg. Der Ehrenringträger der Stadt Heilbronn hatte sich für ein Leben ohne Termindruck entschieden. Die freie Zeit verbrachte er fortan mit den Enkeln, beim Wandern und Schwimmen in der Neckarhalde.

Seine Verdienste wurden vielfach gewürdigt

Lang ist die Liste der Ehrungen und Würdigungen, die er für sein vorbildliches Wirken erhalten hatte. Das Handwerk, das er auf Landes- und Bundesebene repräsentiert und entscheidend geprägt hatte, ehrte ihn beispielsweise mit dem Goldenen Ehrenring und der Ernennung zum Ehrenpräsidenten, seine Heimatstadt überreichte ihm neben dem Ehrenring die Goldene Münze. Besonders stolz war Hackert auf das Verdienstkreuz Erster Klasse. In geselliger Runde hatte er einmal gesagt: Ich bin zufrieden. Ich habe in meinem Leben das Optimale erreicht.

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