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Auf der Heilbronner Theresienwiese wird eine Zeltstadt für Besucher aus aller Welt aufgebaut

Anfang Juni findet in Heilbronn die internationale Fachkonferenz Ecsite statt. Gleichzeitig ist die Theresienwiese Schauplatz eines kostenlosen Nachhaltigkeitsfestivals, Wild Spaces. Die Experimenta erklärt, was es mit den beiden Veranstaltungen auf sich hat.

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Auf der Heilbronner Theresienwiese wird eine Zeltstadt für Besucher aus aller Welt aufgebaut
Selbst von einer Hebebühne kann man das Gelände nicht vollständig überblicken. Die Zeltbauten auf der Theresienwiese nehmen rund 27 000 Quadratmeter ein. Foto: Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Es ist nicht mehr zu übersehen: Auf der Theresienwiese werden eifrig Zelte aufgebaut. Über mehr als 40.000 Quadratmeter erstreckt sich das Veranstaltungsgelände, auf dem in knapp zwei Wochen - vom 2. bis 4. Juni - bis zu 1000 Besucher aus der ganzen Welt eintreffen werden.

Denn die Zeltstadt, die auf der Theresienwiese entsteht, ist Schauplatz der großen Fachkonferenz Ecsite des europäischen Verbands der Science Center und Wissenschaftsmuseen. Zeitgleich findet auf einem anderen Teil des Geländes das Nachhaltigkeitsfestival Wild Spaces statt, das vor allem junge Menschen ansprechen soll. Organisiert werden die beiden Veranstaltungen von der Experimenta.

Klimawandel, Inklusion und Wissensvermittlung sind unter anderem Themen

Für die drei Ecsite-Konferenztage steht einiges auf dem Programm, unter anderem zwei Keynote-Vorträge: eine von der irischen Aktivistin Sinéad Burke, die über Inklusion spricht, die zweite von der englischen Autorin Lucy Hawking - der Tochter von Stephen Hawking - zum Thema Wissensvermittlung an Kinder. "Es gibt Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden und noch viel zusätzliches Programm", berichtet Dr. Christian Sichau, der Vertreter der Experimenta auf der Konferenz.

Die Inhalte seien vielfältig. "Klimawandel und Nachhaltigkeit sind große Themen, aber es geht zum Beispiel auch um die Zukunft von Museen oder wie man dem Misstrauen in die Wissenschaft und Fake News etwas entgegensetzen kann", erklärt Sichau. Eines der größten Ziele der Veranstalter sei es, "einen Raum für Austausch zu schaffen", betont er.

Nach Kopenhagen und Genf jetzt Heilbronn

Ecsite-Konferenzen gab es schon in vielen namhaften Städten - zum Beispiel in Kopenhagen, Genf oder Porto. Umso mehr ist das Experimenta-Team stolz, dass sie dieses Jahr zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder vor Ort stattfindet - in Heilbronn. "Viele Museen und Science Center mussten in der Corona-Zeit lange geschlossen bleiben. Es wird deshalb auch interessant, hier vor Ort einmal zu diskutieren, welche Lehren wir aus der Zeit ziehen können", sagt Sichau.

Neben dem Programm auf der Theresienwiese, inklusive "Gala Dinner" und anderen Events, bieten die Organisatoren unter anderem eine Abendveranstaltung in der Experimenta, Shuttles zum Schiff MS Experimenta, das in der Zeit an der Buga-Anlegestelle Halt macht, sowie kleine Testfahrten mit dem autonomen Minibus, der derzeit entwickelt wird, exklusiv für die Ecsite-Teilnehmer.

Drei intensive Wochen für den Aufbau

Logistisch gesehen ist die Konferenz ein ziemlicher Kraftakt: "Wir haben jetzt etwa drei Wochen für den Aufbau und sind mit mehreren Trupps gleichzeitig hier", erklärt Dominic Schlosshauer, einer der technischen Leiter der Veranstaltung, bei einer Führung über das Gelände. Ein riesiges Zelt in der Mitte werde zum Messe-Treffpunkt und "Business Bistro" mit rund 60 Ausstellern, darunter internationale Vertreter von Science Centern oder Ausstatter von Museen und Planetarien. An einer langen Seite des Messezelts stehen kleinere Zelte, in denen Vorträge, Workshops oder Diskussionsrunden stattfinden sollen.

Beim Theresienturm wird das Auditorium errichtet, daneben befindet sich ein riesiges Zelt, in dem die bis zu 1000 Teilnehmer der Konferenz zu Mittag essen und die Abendveranstaltungen verbringen können. Dort sollen Buffets aufgebaut werden. Die Küche ist in Containern direkt am Zelt, für kurze Wege, damit das Essen nicht kalt wird, wenn die zahlreichen Teilnehmer gleichzeitig zu Mittag essen. Am Theresienturm wird sich der Haupteingang für die Teilnehmer der Fachkonferenz befinden, an der Kreuzung zur Frankfurter Straße der Eingang für die Öffentlichkeit, zum kostenlosen Nachhaltigkeitsfestival Wild Spaces.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen

Die Konferenz Ecsite vom 2. bis 4. Juni ist für Fachpublikum aus dem Bereich Wissenschaftsvermittlung gedacht. Prinzipiell kann sich aber jeder anmelden. Die Registrierung ist abgeschlossen, vor Ort kann man sich noch eine Karte besorgen. Für einen Tag kostet sie rund 460 Euro, für die gesamte Konferenz um die 1000 Euro. Mehr zu Ecsite und dem Programm für die drei Tage unter www.ecsite.eu. Am Freitag, 3. Juni, ist die Experimenta für die Öffentlichkeit geschlossen, wegen der Vorbereitung einer Abendveranstaltung.

Das ebenfalls auf der Theresienwiese stattfindende Nachhaltigkeitsfestival Wild Spaces ist kostenlos und steht allen offen. Es soll vor allem jüngere Besucher zwischen 14 und 30 Jahren anlocken. Wild Spaces kann vom 2. bis 5. Juni besucht werden, eine vorherige Anmeldung für Workshops und Vorträge wird empfohlen.

Dieser Artikel wird in unserem Nachrichten-Podcast MorgenSTIMME erwähnt - für weitere Nachrichten aus der Region, Deutschland und der Welt, können Sie hier den ganzen Podcast anhören.

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