Brackenheim
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Grünes Licht für Neubau der Brackenheimer Tourist-Info

Das Projekt in der Brackenheimer Obertorstraße kostet 1,5 Millionen Euro. Geplant ist eine barrierefreie Verbindung zum Theodor-Heuss-Museum auf allen Ebenen mit Zustimmung der Denkmalschutzbehörde.

Claudia Kostner
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Lesezeit 2 Min
Grünes Licht für Neubau der Brackenheimer Tourist-Info
So soll es in der Obertorstraße künftig aussehen.  Foto: Visualisierung: vogt.heller architekten

Der Bauantrag ist abgegeben, und wir sind aktuell weiter in der Werkplanung tätig", erklärte Architekt Emil Heller dem Brackenheimer Gemeinderat. Bürgermeister Thomas Csaszar ist optimistisch, dass der Neubau der Tourist-Info direkt neben Theodor-Heuss-Museum bis Herbst 2023 steht. 1,5 Millionen Euro wird das Projekt voraussichtlich kosten. Dafür werden rund 500 000 Euro an Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm und der Tourismusförderung erwartet, informierte Kämmerer Jörg Leonhardt. Inzwischen trägt auch die Denkmalschutzbehörde das Vorhaben mit. Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen ohne größere Diskussion bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme.

Noch steht das mehrgeschossige Wohngebäude in der Obertorstraße 25. "Bis Ende des Jahres wird es abgerissen", so Thomas Csaszar. Der geplante Neubau, der an die Nordfassade des Heuss-Museums angebaut werden soll, wird im Erdgeschoss die neue Tourist-Info beherbergen, die von der Fußgängerzone aus über eine Rampe und Treppenstufen zugänglich sein wird. In den oberen Stockwerken werden Büroräume für den Neckar-Zaber-Tourismus sowie die Stadtverwaltung untergebracht. Im Untergeschoss entstehen Sanitärräume, die auch von Besuchern des Museums genutzt werden sollen. Dazu werden die Toiletten im Museum zurückgebaut.

Massiver Holzbau, große Glasfassade im Erdgeschoss

Massiver Holzbau und eine große Glasfassade im Erdgeschoss kennzeichnen die Planung. Durch ein gemeinsames Treppenhaus mit Aufzug auf allen Ebenen werden der Neubau und auch das Museum künftig barrierefrei erreichbar sein. "Ein neuer Gebäudekörper, der sich mit dem Museum überschneidet", so beschrieb Emil Heller vom Neckarsulmer Architekturbüro Vogt.Heller seinen Entwurf in der Sitzung am Donnerstagabend.

 

Der Anbau springt im Bereich des Anschlusses ans Heuss-Museums zurück. Die Dachkonstruktion bleibt weitgehend wie sie ist, sodass der Eingriff in die Bausubstanz minimiert wird und der Charakter des historischen Gebäudes im Sinne des Denkmalschutzes erhalten bleibt. Das erste Obergeschoss ragt an der Nordseite über das Erdgeschoss hinaus und wird von Stahlstützen getragen. Im zweiten Obergeschoss springt die Fassade an der Westseite zurück und gibt Raum für eine kleine Dachterrasse mit Ausblick auf Schloss und Weinzeit. "Das Flachdach wird extensiv begrünt", erklärte Emil Heller auf Nachfrage von Stadtrat Otto Schmoll (FWB).

Luft-Wärme-Pumpe und Photovoltaik

Grünes Licht für Neubau der Brackenheimer Tourist-Info
Das graue Wohngebäude wird abgerissen und durch einen mit dem Theodor-Heuss-Museum (rechts) verbundenen Neubau aus Holz und Glas ersetzt.  Foto: Kostner, Claudia

Das neue Gebäude erfüllt die Effizienzhausklasse 40, das heißt es wird über eine Luft-Wärme-Pumpe in Kombination mit Photovoltaikmodulen auf der Dachfläche beheizt. Die erforderlichen vier Parkplätze hat Planer Heller östlich der beiden Gebäude vorgesehen. Überdachte Fahrradstellplätze mit Ladestationen für E-Bikes befinden sich an der Nordseite.

Die Ausschreibungen für die Bauarbeiten werde er spätestens bis Oktober oder November auf den Markt bringen, so der Architekt. "Wir haben viel längere Vorlaufzeiten als früher", ging er auf die aktuelle Situation im Bausektor ein. "Es ist nichts mehr kalkulierbar." Er habe aber das Gefühl, dass sich die Lage wieder entspannen werde, "weil auch Bauvorhaben wieder zurückgezogen werden".

 

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Attraktives Ensemble

Die Tourist-Info Zabergäu befindet sich momentan noch im Brackenheimer Rondell. Nach dem Umzug soll sie zusammen mit der Weinzeit im Schloss und dem Theodor-Heuss-Museum ein für Touristen attraktives Ensemble bilden. Dazu gehört auch die Platzgestaltung des Schwaigerner Landschaftsarchitekten Michael Hink mit Naturpflasterstein, Holz- und Steinelementen für voraussichtlich gut 560 000 Euro. 

 
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