Schwaigern
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Großes Treffen in Schwaigern: Helfen können bereitet Schulsanitätern Freude

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Vertreter des Schulsanitätsdiensts aus 28 Schulen in Baden-Württemberg treffen sich in der Leintalschule in Schwaigern und lernen in Workshops etwa, wie die Rettungshundestaffel Unterland arbeitet.

Von Harald Schmidt
Die Workshops gaben den Teilnehmern auch Einblicke in die Arbeit anderer Hilfsorganisationen wie die der Rettungshundestaffel Unterland.
Foto: Harald Schmidt
Die Workshops gaben den Teilnehmern auch Einblicke in die Arbeit anderer Hilfsorganisationen wie die der Rettungshundestaffel Unterland. Foto: Harald Schmidt  Foto: Harald Schmidt

"Die Begeisterung an Erster Hilfe und die Freude daran, anderen im Notfall helfen zu können", sind nicht nur für Luisa und Fabian aus Eppingen Motivation genug, sich in dem unter dem Dach des Jugendrotkreuz stehenden Schulsanitätsdienst (SSD) zu engagieren. So wie die beiden 13-jährigen Schüler der Selma-Rosenfeld-Realschule, schätzen auch die anderen in die Leintalschule nach Schwaigern gekommenen Teilnehmer des sogenannten "SSD-Summit" (Gipfel) die mit ihrer Tätigkeit einhergehende Teamarbeit sowie die daraus resultierende Förderung ihrer sozialen Kompetenz.

Dazulernen und Können überprüfen

"Mit der schon länger geplanten Veranstaltung möchten wir uns bei den Schülern und Lehrkräften der aktiven Schulen für ihren Einsatz bedanken", sagte Jovin Bürchner. "Die rund 150 Jugendlichen und die Lehrkräfte können hier in andere Schulprogramme reinschnuppern, Dinge ausprobieren und ihr eigenes Können ohne Kontrolldruck in dem angebotenen Notfalltraining überprüfen", berichtete der Koordinator für Schularbeit im Landesverband des Jugendrotkreuzes Baden-Württemberg. Neben sieben Schulen aus der Region, unter anderen das Mönchseegymnasium Heilbronn und die Michael-Beheim-Schule Obersulm, waren Schulen aus dem ganzen Land, beginnend im südlichen Tuttlingen bis zum am nördlichsten gelegenen Bad Mergentheim, der Einladung gefolgt.

Neben ehrenamtlichen Mitarbeitern des DRK waren auch die Rettungshundestaffel Unterland, die Bergwacht und die Freiwillige Feuerwehr Schwaigern vor Ort, so dass den in kleine Gruppen aufgeteilten SSDlern über 30 Workshops zur Auswahl standen. "Wir haben rund 100 Helfer hier am Start, das ist schon eine Hausnummer. Ohne Ehrenamtliche wäre dies aber nicht machbar", berichtete Bürchner. Die Angebote reichten dabei von Notfalldarstellungen und Hygienehinweisen über Trage- und Lernparcours bis hin zu Gesprächsrunden über Gewaltsituationen, Konfliktlösungen und psychischer Belastung von Helfern.

Gewisses Alter für den Dienst notwendig

"Elementar wichtig bei Fremdkörpern in der Hand ist es, diese stecken zu lassen", erklärte einer der Fachkräfte und demonstrierte gegenüber den aufmerksamen Zuhörern von der Aurain-Schule aus Bietigheim-Bissingen, wie man eine Hand mit einem in der Handfläche steckenden Nagel mit Hilfe einer Pflasterrolle stabilisieren kann. "Wir wissen, was zu machen ist, wenn sich bei uns in der Schule jemand verletzt", sagten Alexandra Saik, Helene Kern und Lara Nocon von der Leintalschule. Die drei Neuntklässlerinnen sind seit zwei Jahren Teil der noch 20 Aktiven im SSD der Gemeinschaftsschule. "Vor Corona waren es noch 30 Schüler", wusste Rektor Andreas Allmang, der den SSD vor zehn Jahren an der Schule ins Leben gerufen hatte.

Aktuell kümmert sich Lehrerin Carolin Bittner nicht nur um die Ausbildung, sondern betreibt in Vertretungsstunden in den Klassenstufen sieben und acht auch Werbung für den SSD. "Aber ein gewisses Alter ist für den Dienst schon notwendig", meinte Allmang und berichtete, dass sich für manche Schüler daraus auch Zukunftsperspektiven und Hilfe bei der Berufsorientierung ergeben würden.

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