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Der Westbau des Zabergäu-Gymnasiums erscheint in neuem Licht

In feierlicher Runde wird der von Grund auf sanierte Abschnitt an die Schulgemeinschaft offiziell übergeben. Zwei Jahre dauerte die Renovierung. Aus dem Gebäude mit U-Boot-Charakter ist ein heller Ort zum Lernen geworden.

Linda Möllers
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Der Westbau des Zabergäu-Gymnasiums erscheint in neuem Licht
Außen ist der kernsanierte und neu ausgestattete Westbau des Zabergäu-Gymnasiums noch eingekleidet in ein Gerüst, im Inneren findet bereits der Unterricht statt. Sowohl Schüler als auch Lehrer schätzen die neue Aufenthaltsqualität.  Foto: Möllers, Linda

Im vergangenen Schuljahr wurde er bereits von Schülern und Lehrern genutzt, trotz restlicher Bauarbeiten. Und noch immer ist die Außenfassade des Westbaus des Zabergäu-Gymnasiums in ein Gerüst gekleidet. Offiziell befindet sich der kernsanierte und neu ausgestattete Flügel nun aber wieder in der Hand der Schüler und Lehrer. Nach zwei Jahren Renovierungszeit, bei der kein Stein auf dem anderen blieb und der Schulalltag streckenweise unter Corona-Bedingungen mit Klausuren und Abiprüfungen weiterlief, wurde der Abschnitt in feierlicher Runde übergeben. Sowohl außen wie innen erscheint er nun in einem neuen Licht - wortwörtlich.

 

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Dunkle Gänge sind jetzt lichtdurchflutet

"Jeder, der hier vor über zwei Jahren durchgegangen ist, mag sich gewünscht haben, dass es doch Licht werden möge in diesen dunklen Gängen", blickt Schulleiter Markus Kugel bei der Feierstunde zurück. Viele könnten sich noch an die Finsternis erinnern, trotz helllichtem Tag, wenn der Bewegungsmelder ausgefallen war oder zu spät schaltete. Hinzu kamen die Wände in einem erdrückenden, "indifferenten Olivgrün", das den "düsteren Gesamteindruck" zusätzlich verstärkte, so Kugel. "U-Boot" wurde der Westbau deshalb von älteren Lehrkräften schon scherzhaft genannt. "Von Anfang an war der Wunsch, es im Westbau Licht werden zu lassen", sagt Kugel. Schließlich stehe Licht für Leben, für Entwicklung, für Wachstum und für Entfaltung - gerade in einer Schule, in der junge Menschen täglich eine beträchtliche Zeitspanne ihres Lebens verbringen.

Der Westbau des Zabergäu-Gymnasiums erscheint in neuem Licht
Erleichert nach dem Großprojekt bei der offiziellen Einweihung: (von links) Bürgermeister Thomas Csaszar, Schulleiter Michael Kugel und Architekt Theo Härtner.  Foto: Möllers, Linda

Eben das wurde nun erreicht. Der Gebäudeabschnitt ist praktisch nicht mehr wiederzuerkennen, bietet Aufenthaltsqualität, Wohnlichkeit und Raum für eine konzentrierte Lernatmosphäre. Helle, mit modernen Lernmitteln ausgestattete Klassenzimmer und Fachräume, zahlreiche Fenster und Glasscheiben für den Blick ins Freie, Durchlässigkeit von Tageslicht und Durchblicke zwischen den Räumen. Tatsächlich sorge die neue Blickoffenheit in die Klassenzimmer sogar für Rücksichtnahme statt Ablenkung, sagt Kugel. Gleichzeitig wurde der Schallschutz ausgebessert.

"Es war uns wichtig, dass wir helle, freundliche Räume schaffen, die das Lernen und alles, was dazugehört, mit Spaß möglich machen", erläutert Architekt Theo Härtner das Gestaltungskonzept. Die Flure seien eher grob gehalten, sie versprühen aber eine warme Atmosphäre durch Holzelemente und integrierte Sitzgelegenheiten. Auch Bausteine ökologischen Bauens, etwa mit einem neuen Gründach und einer Wärmerückgewinnung, wurden bei der Renovierung berücksichtigt.

 

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Die neue Aufenthaltsqualität im Westbau kommt an. "Die Schüler und Lehrer haben gerne Unterricht im Westbau", fasst Michael Kugel zusammen und dankt allen Beteiligten bei der Einweihung, die musikalisch anspruchsvoll begleitet wird von dem Lehrerduo Miriam Burkhardt und Daniel Strasser sowie dem Schulchor.

Stadt investiert in schulische Großprojekte

Bürgermeister Thomas Csaszar hebt die Wichtigkeit hervor, optimale Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Lernen zu ermöglichen und so in die Zukunft der Jugend zu investieren. "Die Weiterentwicklung unserer Bildungseinrichtungen ist eine dauerhafte Aufgabe, der wir uns als Schulträger stellen." In den vergangenen 22 Jahren habe die Stadt rund 40 Millionen Euro in Großprojekte am Schulzentrum investiert, darunter beispielsweise die Erweiterung und den Umbau der Stadthalle zur Mensa. "Mit der Einweihung des komplett neu gestalteteten Westbaus feiern wir einen weiteren Meilenstein dieser Bemühungen und unserer Verpflichtungen", so Csaszar.

 


Zahlen

Im neu sanierten Westbau wurden rund 2400 Quadratmeter umgebaut, und das Gebäude fasst ein Volumen von 1275 Kubikmeter, nennt Architekt Theo Härtner einige Zahlen. Im August 2019 starteten die Gespräche auf der Baustelle, seit März dieses Jahres liegt die baurechtliche Abnahme vor. Trotz Corona-Pandemie seien die Bauarbeiten und der Ablauf insgesamt gut von statten gegangen, betont Härtner. Auch der Kostenrahmen konnte eingehalten werden. Die Renovierung beläuft sich auf rund 6,6 Millionen Euro seitens der Stadt, das Land übernimmt davon 2,95 Millionen Euro.

 
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