Bönnigheim
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Das Bönnigheimer Stadion wird wieder fit gemacht

Das 1966 in Betrieb genommende Stadion in Bönnigheim ist dringend sanierungsbedürftig, nun geht es an die Renovierung. Dafür investiert die Stadt 1,87 Millionen Euro.

Linda Möllers
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Das Bönnigheimer Stadion wird wieder fit gemacht
Spatenstich im Stadion: Bürgermeister Albrecht Dautel (Vierter von links), Bauamtsleiter Peter Knoll (rechts daneben) und weitere am Projekt Beteiligte.  Foto: Möllers, Linda

Dittmar Zäh erinnert sich noch genau daran, wie der Rasenplatz im Bönnigheimer Stadion eingeweiht wurde: "1968, mit einem Spiel Kaiserslautern gegen Reutlingen", weiß der Vorsitzende vom Turn- und Sportverein Bönnigheim und UWG-Stadtrat. Mehr als 50 Jahre ist das nun bereits her. Dementsprechend haben nicht nur der Rasenplatz, sondern das ganze Stadion schon bessere Zeiten gesehen. Das Sportgelände soll nun für die Zukunft fit gemacht werden.

Zeitgemäße Turnier- und Trainingsbedingungen

Mit dem Spatenstich ist der Startschuss für die Sanierungsarbeiten gefallen. Rund 1,87 Millionen Euro investiert die Stadt in das Projekt. Zu Ostern 2023 soll alles fertig sein. "Wir werden wieder zeitgemäße und moderne Trainings- und Turnierbedingungen schaffen", versprach Bürgermeister Albrecht Dautel.

Ein Jahr sollen die Sportplatz- und Landschaftsbauarbeiten dauern. "Bis September soll der Rasen gemacht sein, damit wir neu einsäen können und der neue Rasen bis zum Frühjahr anwachsen kann", erklärt Peter Knoll, Fachbereichsleiter Bauen und Planen bei der Stadt, die ersten Schritte.

Gearbeitet wird von innen nach außen, angefangen mit dem "Grün" im Mittelkreis des Stadions. Der Rasen und rund 15 Zentimeter der Tragschicht werden abgetragen und der Untergrund wieder eben gemacht. Ähnlich bei der Tartanlaufbahn, deren Kunststoffbelag und die darunterliegende Ausgleichsschicht abgenommen werden. "Nur die Tragschicht bleibt drin und wird dann ausgeglichen", erklärt Jochen Filkorn vom Planungsbüro Fischer aus Reichenbach an der Fils.

Gerichtet werden dann die Leichtathletikanlagen und der Umgang. Die Flutlichtanlage und der Ballfangzaun werden erneuert, der südwestliche Zugang wird barrierefrei gestaltet, vier Fertiggaragen werden aufgestellt und die bestehende Garage modernisiert. Außerdem wird es im Bereich des Außensportgebäudes einen neuen Zugang zur Laufbahn geben. Ausgeführt werden die Garten- und Landschaftsbauarbeiten von der Firma Becker aus Zuzenhausen.

Das Bönnigheimer Stadion wird wieder fit gemacht
Die Tartanbahn gibt es seit über 30 Jahren im 1966 gebauten Bönnigheimer Stadion. Wie das Rasengrün muss auch sie begradigt und erneuert werden. Fotos: Linda Möllers  Foto: Möllers, Linda

Mit den Nutzern der Fußball- und Leichtathletikanlage - die Bönnigheimer Schulen, der TSV Bönnigheim und der SV Kaman 91 - wurde abgestimmt, dass sie während der Generalüberholung des Stadions auf andere Trainingsgelände ausweichen. "Eine solche Bauzeit ist mit Einschränkungen verbunden, die wir perspektivisch gern in Kauf nehmen. Wir sind zuversichtlich, dass wir das mit den Schulen und Vereinen zusammen gut hinkriegen", sagte Albrecht Dautel.

Schwierige Vorberatungen

Gerade nach der schwierigen Corona-Zeit für den Mannschaftssport wünscht sich der Rathauschef, dass dort nach der Stadionsanierung das sportliche Leben wieder einkehrt. "Man sieht, dass richtig ist, was wir hier tun", sagte Dautel beim Spatenstich.

Schließlich gab es im Gemeinderat angesichts der hohen Investitionssumme "schwerwiegende Diskussionen". Ohne die Zuschüsse, die die Stadt im zweiten Anlauf zugesagt bekommen hatte, wäre die Stadionsanierung "ein schwieriges finanzielles Unterfangen" gewesen, so Albrecht Dautel.

Das nächste Projekt wartet auch schon, stellte der Bürgermeister mit Blick auf das angrenzende Mineralfreibad fest - dessen technischen Anlagen hätten eine Erneuerung ebenfalls nötig.

Kosten

Das Sanierungskonzept, das in Abstimmung mit den Nutzern des Stadions auf eine möglichst kostensparende Variante gesenkt worden war, war für 1,87 Millionen Euro vom Gemeinderat beschlossen worden. Zuschüsse gibt es in Höhe von 168 000 Euro aus der kommunalen Sportstättenförderung sowie 100 000 Euro aus dem Ausgleichsstock. Zwei Anläufe waren dafür nötig: Die Stadt stellte den zweiten Förderantrag 2021, nachdem der erste nicht positiv beschieden worden war.

 
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