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Richtfest bei der Wohnanlage der Drauz-Stiftung in Weinsberg

Die aus zwei Gebäuden bestehende Anlage an der Ecke Lindichstraße und Läpplestraße ist ein Leuchtturmprojekt des sozialen Wohnungsbaus. Sie ist eine Kooperation mit der Aufbaugilde und der Stadt. Von allen Seiten gab es beim Richtfest einhelliges Lob.

Von Karin Freudenberger
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Lesezeit 2 Min
Richtfest bei der Wohnanlage der Drauz-Stiftung in Weinsberg
Den Richtspruch für die Wohnanlage der Drauz-Stiftung verliest der Metallbauer der Firma R-Metall, Dmitry Roy.  Foto: Freudenberger, Karin

Am 10. November war der symbolische Spatenstich, jetzt folgte bereits das Richtfest. Doch nicht nur die Geschwindigkeit beim Bau der Wohnanlage der Drauz-Stiftung ist beeindruckend. Es sind vor allem die Fakten, die diesen besonders machen. Denn die aus zwei langgestreckten Gebäuden bestehende Anlage an der Ecke Lindichstraße und Läpplestraße ist ein Leuchtturmprojekt des sozialen Wohnungsbaus. Es entstehen 44 Einheiten, davon sind 26 Ein-Zimmer-Wohnungen, zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen, die übrigen sechs sind Vier-Zimmer-Wohnungen.

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Für alle Wohneinheiten gilt: Der Quadratmeter-Mietpreis wird unter acht Euro liegen. Vermietet werden die Wohnungen ausschließlich an Personen mit Wohnberechtigungsschein. Auch an die Nachhaltigkeit haben die Stifter Helmut und Roswitha Drauz gedacht. Sie versprechen eine Mietpreisbindung von 30 Jahren.

Helmut Drauz: Projekt ist für seine Familie eine Herzenssache

Mit der Aufbaugilde habe man den idealen Partner gefunden. Diese betreibt bereits das benachbarte Lebenshaus und wird auch den neuen Komplex verwalten. Vor allem aber schuf deren Chef Hannes Finkbeiner den Kontakt zur Stadt Weinsberg, die das Grundstück günstig zur Verfügung stellte.

Da sowohl aus dem Landesförderprogramm als auch aus dem kommunalen Wohnraumförderprogramm Mittel fließen, konnte das Projekt angegangen werden. "Wir wollen Wohnungen für Menschen mit kleinem Einkommen schaffen", so das Fazit von Drauz. Ein erfreulicher Nebeneffekt bisher: Alles läuft nach Plan ohne Zwischenfälle.

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Bürgermeister Stefan Thoma betont die günstige Lage des Komplexes

Er liegt direkt an der Stadtbahn-Haltestelle und nahe an Schulzentrum und Kindergarten. Dazu komme der Vorzug des freien Blicks auf die Weibertreu. Thoma lobte Mut und Weitblick der Familie Drauz. "Ich hoffe auf ein gesellschaftliches Miteinander der Bewohner und der Weinsberger Bevölkerung", dachte der Schultes bereits an den geplanten Einzug der künftigen Mieter.

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Hannes Finkbeiner von der Aufbaugilde stellte die Einmaligkeit des Projektes heraus. Derzeit gäbe es im Landkreis nur 240 geförderte im sozialen Wohnungsbau, mit sinkender Tendenz. Da seien die 44 neuen eine große Hilfe. Ein Kompliment der besonderen Art ging an das Ehepaar Drauz. "Ihr seid permanent hier auf der Baustelle", lobte er das große Engagement der Stifter. Das Bewerbungsverfahren für die Wohnungen startet übrigens im September 2022, der geplante Bezug folgt in drei Schritten ab Februar 2023.

Besucher nutzen die Gelegenheit, den Rohbau zu besichtigen

Dann verlas Dmitry Roy von der Firma R-Metall den Richtspruch für den Flachdachbau. Die zahlreichen Besucher besichtigten daraufhin den Rohbau, wo wegen noch fehlender Zwischenwände in den Wohnungen manche Fragen aufkamen. Auskünfte zu den Sozialräumen, wie Werkstatt, Gemeinschaftsküche oder Waschmöglichkeiten gab es auch.

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