Oberstenfeld
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Lichtenbergschule in Oberstenfeld: Großprojekt liegt gut im Plan

Gut vier Millionen Euro fließen in die Sanierung des Hauptgebäudes der Oberstenfelder Lichtenbergschule. Aktuell liegt das Vorhaben bei den Kosten sogar unter dem Plan. Bis zum Jahresende soll der aufwendige Umbau abgeschlossen sein.

Andreas Zwingmann
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Lesezeit 2 Min
Lichtenbergschule in Oberstenfeld: Großprojekt liegt gut im Plan
Komplett offen ist derzeit der Eingangsbereich der Schule, der mit einer vergrößerten Fläche künftig als Veranstaltungsort genutzt werden soll. Foto: Gemeinde Oberstenfeld  Foto: Gemeinde Oberstenfeld

Barrierefrei, energetisch auf dem neuesten Stand und moderner - das sind die Hauptvorgaben, unter denen seit Jahresbeginn die Lichtenbergschule in Oberstenfeld saniert wird. Rund vier Millionen Euro fließen in das Vorhaben, das zurzeit sowohl in Sachen Zeitplan als auch bei den Kosten nahezu im Plan liegt, wie Bürgermeister Markus Kleemann auf Stimme-Anfrage bestätigt. Bis spätestens zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Kosten liegen unter dem Ansatz

"Der Umbau der Schule mit der Komplettsanierung des Gebäudeteils 2 ist das mit Abstand bedeutendste Projekt für unsere Gemeinde in diesem Jahr", verdeutlicht Kleemann. Das Gebäude aus den 1970er Jahren sei in seiner Grundsubstanz an sich gut, wenngleich man heutzutage "nicht mehr so groß bauen würde", wie er zugibt. Die Notwendigkeit, die Lichtenbergschule zu modernisieren, sei dennoch angezeigt gewesen. "Nach 50 Jahren ist jedes Gebäude abgenutzt", sagt Kleemann.

Positiv überrascht zeigt sich der Bürgermeister von der Kostenentwicklung: "Stand jetzt sind nahezu alle Gewerke vergeben, lediglich Aufgaben wie etwa Schlosserarbeiten stehen noch aus." Und während landauf, landab große Projekte eher deutlich teurer würden, liege man zurzeit 20.000 Euro unter Plan.

 

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Auf veraltete Drainage gestoßen

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dann aber doch: Nicht vorgesehen war die Erneuerung der Drainage. Doch bei einer Kontrollschachtung wurde eine alte Drainageleitung gefunden, die nicht mehr funktionsfähig ist und heute so auch nicht mehr zulässig wäre. "Wir haben uns daher dafür entschieden, dies im Zusammenhang mit der Sanierung gleich mit zu erneuern", so der Bürgermeister. Gut 50.000 Euro wurden dafür fällig.

"Die Drainagearbeiten sind aktuell abgeschlossen und die Außendämmung ist angebracht. Als nächstes können wir mit dem Außenbereich weitermachen", berichtet Bauamtsleiter Kai Kraning. Gut vorangekommen sei man bei den Trockenbauarbeiten. Im Zuge der Sanierung wird auch der Eingangsbereich erweitert. Dort soll nicht nur im Sinne der Barrierefreiheit eine Rampe das Niveau der unterschiedlich hohen Böden ausgleichen. Durch die Erneuerung und Versetzung der Glaswand bekommt die Eingangshalle gut 50 Quadratmeter mehr Fläche. "Dort sollen künftig auch Veranstaltungen stattfinden", erläutert Markus Kleemann. Im Zuge der Vergrößerung werden auch die Sanitäranlagen, die sich bisher im Außenbereich befanden, in das Hauptgebäude eingebunden.

Außenhülle wird komplett neu verkleidet

Außen bekommt die Lichtenbergschule eine komplett neue Hülle. Die wärmegedämmten Außenwände werden nach den Plänen des Architekturbüros bff aus Stuttgart mit Aluminiumschindeln verkleidet. Die alten Fenster weichen neuen, energetischeren in Holz-Aluminium-Bauweise.

 

Neben der Schaffung eines zusätzlichen Rettungswegs für den Brandfall und dem Einbau eines Aufzugs für Menschen mit Handicap soll das Schulgebäude künftig aber auch mehr Potenzial erhalten. "Wir gehen davon aus, dass Oberstenfeld weiter wächst und haben daher bei der Sanierung bereits die Möglichkeit berücksichtigt, dass die Schule vierzügig werden kann", hatte Bürgermeister Markus Kleemann bereits zu Jahresbeginn bei einem Ortstermin auf der Baustelle betont.

Schulstandort soll gesichert werden

Aktuell besuchen 285 Grundschüler die Lichtenbergschule in Oberstenfeld. Mit der aufwendigen Sanierung des Gebäudeteils 2 will die Gemeinde sicherstellen, dass sie auch "weiterhin gute Rahmenbedingungen für Bildung bieten" kann, wie Bürgermeister Markus Kleemann betont. Höchstens 3,6 Millionen Euro hätte die Umbaumaßnahme nach dem Willen der Verwaltung ursprünglich kosten sollen. Doch der Oberstenfelder Gemeinderat hatte Anfang 2021 letztlich einer Verteuerung des Vorhabens seinen Segen gegeben. Nach einer vorläufigen Kostenermittlung wurden die Ausgaben seinerzeit auf rund 4,3 Millionen Euro beziffert. Die Gemeinde erhält für diese Investition aber auch einen hohen Zuschuss vom Land: Gefördert werden 30 Prozent der Gesamtkosten und damit letztlich knapp 1,5 Millionen Euro.

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