Flein
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Konzept zur Umgestaltung des Rathausumfelds in Flein

Architekt Gerd Krummlauf erläutert dem Fleiner Gemeinderat den Siegerentwurf zur Neugestaltung der Ortsmitte. Giebelständige Häuser fügen sich in Umgebung ein.

Sabine Friedrich
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Lesezeit 2 Min
Harmonie und Großzügigkeit kennzeichnen das Konzept zur Umgestaltung des Rathausumfelds in Flein.
Das Gesicht des Rathausumfelds mit Parkplatz, Vorplatz und Kellergasse wird sich durch die Neugestaltung gewaltig verändern. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

"Wenn Sie das sehr gut machen, haben Sie die Chance, sich hier ein Denkmal zu setzen." Diese Worte richtete FWV-Gemeinderat Albrecht Berroth an Architekt Gerd Krummlauf, der dem Gremium den Siegerentwurf zur Neugestaltung des Rathausumfelds mit Neubau der Mediathek erläuterte. Dieser stammt aus seinem Büro, den KTH-Architekten Heilbronn.

"Wir tragen gerne zum Ruhm von Bürgermeister und Gemeinderat bei", erwiderte Erwin Paulus, Geschäftsführer des Investors, der Paulus Wohnbau GmbH aus Pleidelsheim. Mitte April hatte die Jury den besten der sechs Entwürfe gekürt. Alle sind noch bis 20. Mai im Rathaus ausgestellt.

Das Siegerkonzept zeige Größe, indem es sich zurückhalte und in die Umgebung einfüge, den richtigen Stellen Raum und Bedeutung beigemesse und den Ort stärke, fasste Architekt Gregor Bäumle, dessen Darmstadter Büro den Wettbewerb begleitete, zusammen.

Freude bei Architekten und Investor

"Wir freuen uns, dass wir den Geschmack der Jury getroffen haben", sagte Paulus. "Wir freuen uns riesig, dreimal mehr als sonst", bestätigte Gerd Krummlauf, ein einstiger "Fleinermer", der die Flina entworfen hatte. Eine so positive Beurteilung habe man selten bekommen. Die Jury hatte nichts zu bemängeln.

Neue Gebäude rahmen das Areal

Krummlauf beschrieb das Vorgehen mit dem Ziel, ein neues Zentrum zu schaffen: Man habe das Raumgefüge untersucht und die fünf neuen Wohn- und Geschäftsgebäude so platziert, dass sie das Areal rahmen. Die vorhandenen Wegestrukturen seien aufgenommen und weitergeführt worden. So verläuft der vorgesehene Stäffelesweg von der Schulstraße zum Rathaus. Aufgabe sei gewesen, Blickbeziehungen neu zu schaffen, etwa vom Dorfgrabenschulhaus zum Rathaus. Durch die Platzierung der Gebäude werde dem Alten Rathaus Respekt gezollt. Die Addition giebelständiger Häuser - in der Kellergasse 4 und 8 sowie auf dem Rathausparkplatz die Mediathek im Anschluss an den Festplatz - füge sich harmonisch ein, betonte Krummlauf. Als Anstrich seien unterschiedliche Farbtöne einer Farbfamilie vorgesehen.

Einheitlicher Belag für Vorplatz und Kellergasse

Eine erlebbare Großzügigkeit werde durch den neuen einheitlichen Belag von Rathausvorplatz und Kellergasse, die gleichberechtigt für alle Verkehrsteilnehmer werden soll, erreicht. Das sei ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs, machte der Architekt auf Nachfrage von Roger Klumpp (CDU) deutlich. Er wisse sehr wohl um den vielen Verkehr in der Kellergasse. Es werde Teil der Planungsschritte sein, die Umgestaltung mit den Behörden, sprich dem Landratsamt, zu diskutieren. "Flein ist sehr autolastig", meinte Anke Schäffer (FWV). Sie konnte sich nicht vorstellen, wie das Konzept Shared Spaces, in dem Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt sind, in der Kellergasse funktionieren soll.

Jens Oppl (CDU-BL) hatte keine Bedenken, dass das Architekturbüro den Gesamtentwurf, der nun verfeinert wird, umsetzen könne. Änderungen erfolgten nur mit Zustimmung des Gemeinderats, versicherte Paulus. "Wir müssen nicht an uns zweifeln", meinte Heidi Scharf-Giegling (SPD). Das Gremium sollte sich Mut zusprechen. "Wir werden von extrem qualifizierten Architekten begleitet."

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