Oberes Bottwartal
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Ein paar Pfunde mehr: Wo sind sie mal ein echter Vorteil sind

Partystimmung im Mineralfreibad Oberes Bottwartal: Bei einem besonderen Wettbewerb bleibt niemand trocken.

Von Harald Schmidt
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Ein paar Pfunde mehr: Wo sind sie mal ein echter Vorteil sind
Mit teils spektakulären Sprüngen begeisterten die Teilnehmer des "Arschbombenwettbewerbs" die Zuschauer. Foto: Harald Schmidt  Foto: Schmidt, Harald

Letzter Ferientag der Schulkinder, Brückentag für die Berufstätigen und dann noch ein Sommerwetter wie aus dem Bilderbuch. Besser hätten es sich die Verantwortlichen der dritten "Arschbombenmeisterschaft" im Mineralfreibad Oberes Bottwartal am Freitag (17. Juni) nicht wünschen können. Egal ob Zuschauer, Jury oder Teilnehmer, die Freude war allen geradezu ins Gesicht geschrieben.

Sprungwettbewerb: riesige Nachfrage nach Startplätzen

Mitorganisatorin Christine Schächer war von der Teilnehmerzahl und der Begeisterung der Freibadbesucher geradezu überwältigt. "Die Nachfrage nach Startplätzen war riesig, so dass wir gar nicht alle teilnehmen lassen können", sagte sie. So waren es am Ende 57 Glückliche, die sich vom Ein- beziehungsweise Dreimeterbrett ins Wasser stürzen durften.

Ziel der Springerinnen und Springer im Alter zwischen sechs und 63 Jahren war es, das Wasser möglichst kräftig spritzen zu lassen. "Je höher und je weiter die Wasserfontäne reicht, je höher wird die Punktzahl", wusste Schächer. Doch auch Absprunghöhe und Sprungart flossen in die Bewertung ein und machten es der dreiköpfigen Jury bei der Punktevergabe von eins bis zehn nicht immer einfach.

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Akrobatische und athletische Sprünge

Die Zuschauer jedenfalls waren begeistert und durften neben den spritzigen Aufschlägen teils akrobatische und athletische Sprünge bestaunen und bejubeln. Ob eingebaute Salti und Schrauben, ein oder beide Beine angehockt - alle versuchten mit dem Gesäß voran auf dem Wasser aufzuschlagen. Jan Bauer aus Beilstein hatte den Termin am Vortag im Amtsblatt entdeckt und sich spontan zur Teilnahme entschlossen. "Das ist eine super Gaudi, ich bin jedenfalls mächtig begeistert", frohlockte der 19-Jährige.

Ganz entspannt nahm die Jury ihre Aufgabe wahr. "Wer auch uns nass macht, bekommt von mir einen extra Punkt", meinte Punktrichter Kai Kraning. Neben dem Bauamtsleiter aus Oberstenfeld verteilten noch dessen Amts-Stellvertreterin Elena Filipp und der von Schächer als "Dieter Bohlen der Jury" bezeichnete DLRG-Vereinsvorsitzende Klaus Unsöld ihre Punkte.

Körpergewicht ist mitenscheidend

"Ich wiege ja nur 26 Kilo, deshalb spritzt es bei mir leider nicht so stark", hatte der siebenjährige Alessandro schnell festgestellt, dass neben dem Sprungstil das Körpergewicht durchaus mitentscheidend ist. Diese Aussage stellten Kai Welz (33) und Kumpel Lothar Bramsch (43) eindrucksvoll unter Beweis. Beide glänzten nicht nur mit spektakulären Absprüngen, sondern heizten mit ihrem lockeren und mitreißenden Auftreten die von DJ Henri Spuhl erzeugte Partystimmung weiter an. "Wir wollen die Kinder fürs Springen begeistern, haben aber auch selbst riesigen Spaß dabei", sagten die beiden.

Mit großer Klappe zum Sieg

"Eine große Klappe macht noch keinen Sieger", scherzte Moderatorin Schächer, wurde aber eines Besseren belehrt. Denn am Ende wurde Bramsch tatsächlich zum Sieger in der Gruppe der Erwachsenen gekürt und mit einer Dauerkarte für die nächste Badesaison belohnt. Mika aus Steinheim hatte bereits vor drei Jahren an der Meisterschaft teilgenommen. "Ich habe heute zwei richtig klasse Arschbomben hinbekommen. Meine Mama hat mir gesagt, dass es richtig gespritzt hat", zeigte sich der Achtjährige ganz euphorisch. Die elf-jährige Fenja hatte mit Papa Holger Gonell drei Tage geübt und zeigte jetzt stolz ihr "Arschbomben-Abzeichen", das sie wie alle anderen Teilnehmer bekommen hatte.

Keine Verlierer: Jeder bekommt einen Preis

Überhaupt gab es keine Verlierer, alle durften einen Preis mit nach Hause nehmen "Der heutige Erfolg hat gezeigt, dass wir mit der Veranstaltung richtig liegen", zeigte sich Bürgermeister Kleemann zufrieden. "Besonders freue ich mich für die Kinder und Jugendlichen, die in den letzten zwei Jahren auf vieles verzichten mussten."

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