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Mobile Jugendarbeit veranstaltet Skatecontest in Bad Friedrichshall

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Die Mobile Jugendarbeit des Kindersolbads veranstaltet mit einem Skatecontest ihr erstes großes Event. Was das Team sonst noch für Jugendliche in Bad Friedrichshall tut.

Tim Härtel (rechts) und Christian God gehören zum Team der Mobilen Jugendarbeit. Sie hoffen auf viele Teilnehmer beim Skatecontest.
Foto: Ralf Seidel
Tim Härtel (rechts) und Christian God gehören zum Team der Mobilen Jugendarbeit. Sie hoffen auf viele Teilnehmer beim Skatecontest. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Mobile Jugendarbeit nennt sich ein neues Angebot des Kindersolbads in Bad Friedrichshall. Seit April sind Tim Härtel und Christian God im Stadtgebiet unterwegs, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Sie bieten unkompliziert Hilfe an, wenn sie gebraucht wird, hören zu oder spielen einfach nur eine Runde Basketball mit.

"Der Bedarf ist auf jeden Fall da", sagt Tim Härtel. Dass ein solches Angebot wichtig ist, habe die Corona-Pandemie ganz deutlich gemacht, als viele andere niederschwellige Hilfen weggefallen sind, sagt Teamleiterin Nicole Heinz. Durch ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg wurden die Stellen, die formal bei der Stadt angesiedelt sind, geschaffen. Als erstes großes Projekt veranstaltet die Mobile Jugendarbeit am Samstag, 10. September, einen Skatecontest im Gaudium.


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In Gesprächen mit Jugendlichen hat sich gezeigt, dass viele sich so ein Event wünschen, erzählt Tim Härtel. Der 25-Jährige fährt selbst Skateboard und kommt aus Bad Friedrichshall. "Ich kenne einige, das ist immer ein guter Türöffner." In den Gesprächen mit den Jugendlichen gehe es viel um Schule, Familie, aber auch Polizei, sagt er. "Es gibt Redebedarf."

Jugendliche, die nicht zur Schule gehen oder Probleme zu Hause haben

Die Reaktionen auf ihn und seinen Kollegen seien meistens positiv. Dass das Team altersmäßig gemischt ist, sei eine gute Kombination. Christian God (40) könne sich besser von den Jugendlichen abgrenzen. Für ihn selbst sei das eher eine Herausforderung, sagt Tim Härtel. Dafür komme er unkomplizierter mit den 14- bis 27-Jährigen, die zu ihrer Zielgruppe gehören, ins Gespräch. So erreichten sie zum Beispiel auch Jugendliche, die nicht in die Schule gehen oder Probleme zu Hause haben. Während der Corona-Hochphase sei kaum einer an sie herangekommen, weiß Tim Härtel, der Soziale Arbeit studiert hat.

Die Förderung für die Mobile Jugendarbeit ist auf ein Jahr begrenzt. "Die Stadt hat aber eine Unterstützung auf zwei Jahre zugesichert", sagt Nicole Heinz. Alle seien gewillt, ein stabiles, langfristiges Angebot daraus zu machen. Auch der Gemeinderat habe positiv reagiert.

Um die Arbeit noch sichtbarer zu machen, ist der Skatecontest eine gute Möglichkeit. Die letzte Veranstaltung in diese Richtung in Bad Friedrichshall ist sicher acht Jahre her, sagt Tim Härtel. Im Umkreis gebe es solche Contests häufiger. Skateboarden sei inzwischen ja auch Olympisch. "Das trifft den Zeitgeist", betont der 25-Jährige.

Wettkampf soll beim Skaten nicht im Vordergrund stehen

Er wisse, dass es einige Jugendliche gebe, die zeigen wollten, was sie können. Deshalb rechnet er mit 200 bis 400 Besuchern. Es gebe zwar auch eine Jury und etwas zu gewinnen, aber letztlich soll nicht der Wettkampf im Vordergrund stehen, sagt er. "Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen und den Tag zu genießen."

Nach dem Skatecontest soll es das aber nicht gewesen sein. Die Mobile Jugendarbeit möchte sich weiter in dem Bereich engagieren. "Wir schauen uns nach weiteren Fördermöglichkeiten um", sagt Nicole Heinz. Skatekurse könnten zum Beispiel stattfinden. Die Arbeit mit der Skaterszene wird Positives bewirken, ist sich Tim Härtel sicher. Es fördere die Gemeinschaft, in der Folge hielten die Jugendlichen auch den Skateplatz sauber - ein Gewinn für alle.

Die Mobile Jugendarbeit kooperiert auch mit den drei Jugendhäusern in der Stadt und beteiligt sich an Angeboten wie den Mitternachtturnieren. Auch ein Graffiti-Projekt gab es schon. "Zu Beginn ist es aber vor allem wichtig, Präsenz zu zeigen", sagt Nicole Heinz. Deshalb sei ihr Team bei allen Veranstaltungen der Stadt vor Ort und stehe für Gespräche zur Verfügung.

Mädels und Jungs ab 14 Jahren können am Contest teilnehmen

Am 10. September um 14 Uhr findet der Skatecontest im Gaudium (Sportpark) in Bad Friedrichshall statt. Der Wettbewerb wird in Mädels- und Jungsgruppen ab 14 Jahren unterteilt und besteht aus zwei Runs von einer Minute. Danach haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Punktzahl mit drei Best-Trick-Versuchen abzurunden. Eine Anmeldung ist erst am Contesttag bei der Jury vor Ort möglich. Willkommen sind alle, die selbst Skateboard fahren, reinschnuppern oder einfach nur zuschauen wollen.

 

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