Neckarsulm
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Kammerorchester Neckarsulm spielt zum Jubiläum in der Ballei und auf Burg Stettenfels

Das Kammerorchester bereichert seit 50 Jahren das kulturelle Leben in Neckarsulm.

Von Ute Plückthun
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Lesezeit 2 Min
Kammerorchester Neckarsulm spielt zum Jubiläum in der Ballei und auf Burg Stettenfels
Die letzte Probe auf dem Schulhof des Albert-Schweitzer-Gymnasiums klingt äußerst verheißungsvoll: Zum 50. Bestehen konzertiert das Kammerorchester am Freitagabend auf Burg Stettenfels und am Sonntagmorgen in der Neckarsulmer Ballei.  Foto: Plückthun, Ute

Der musikalischen Leidenschaft des Kammerorchesters gesteht Dirigent Stefan Fuchs neben Spontaneität, Gemeinschaft und Nähe hohen Stellenwert zu. Bei den wöchentlichen Proben sei es erstaunlich, "wie schnell die Orchestermitglieder nach einer manchmal langen und harten Arbeitswoche den Alltag hinter sich lassen". Große Spielfreude und nicht zuletzt ein Können, das den Laienstatus bisweilen in Vergessenheit geraten lässt, verbindet das Orchester seit 50 Jahren. Das Doppelkonzert zum Jubiläum an diesem Freitag ab 20 Uhr auf Burg Stettenfels in Untergruppenbach sowie am Sonntag ab 11 Uhr in der Ballei soll dies unterstreichen.

Letzte Gesamtprobe vor dem Konzert

Verheißungsvoll klingt bei der letzten Gesamtprobe, bei der die 35 Streicher des Orchesters durch 25 Bläser unterstützt werden, Beethovens Sinfonie Nr. 5 über den Schulhof des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Auch wenn immer nur einzelne Takte zum Feinschliff aufgerufen werden. "Vor zwei Jahren haben wir mit den ersten Proben begonnen", sagt Vorsitzender Jochen Zahn zum Jubiläumsprogramm, das Mozarts Hornkonzert Nr. 3 und Les Eléments von Rebel umfasst. In der Coronazeit sei allerdings die Konzentration auf das anspruchsvolle diesjährige Palmsonntagskonzert im Vordergrund gestanden. "Danach sind wir wieder eingestiegen, und seit vier Wochen sind nun auch die Bläser dabei."

Seit fünf Jahren leitet der Karlsruher Stefan Fuchs, der im Hauptberuf als Lehrbeauftragter für Violoncello an der Musikhochschule Würzburg tätig ist, das Kammerorchester, nach Josef Lindemann und Rudolf Breitschmid (1972 bis 1978), Dr. Wolfgang Börner (1978 bis 2001), Aleksander Maletic (2001 bis 2002) und Eva Janßen (2003 bis 2017). 1972 hatte das Orchester als gemischte Gruppe aus Lehrkräften der Musikschule, Eltern von Musikschülern, engagierten Musikfreunden und jungen fortgeschrittenen Musikschülern seinen ersten Auftritt. 1990 erfolgte die Trennung von der Musikschule. Seitdem ist das Kammerorchester eigenständiger Verein, seit 1994 gemeinnützig.

Zwei Konzertreisen

An Palmsonntag und zum Volkstrauertag ist das Kammerorchester in Neckarsulm eine feste Größe. Immer wieder hat es auch Konzerte in der Umgebung und in Kooperation mit Chören oder Ensembles gegeben. Höhepunkte waren zwei Konzertreisen: 2016 nach Potsdam und Berlin sowie zur Uraufführung der Luthermesse von Michael Schütz und 2018 mit einem Italiengastspiel in Grado und Aquileia.

Für Kontinuität sprechen trotz mancher Wechsel viele langjährige Orchesterangehörige wie Gründungsmitglied Bruno Ahrens oder Ingeborg Grießl, die vor mehr als 40 Jahren dazugekommen ist. Jochen Hennings, Musikdirektor der Städtischen Musikschule, ist zu den Jubiläumskonzerten kurzfristig für ein erkranktes Orchestermitglied am Cello eingesprungen. Er bekennt schmunzelnd: "Für mich schließt sich ein Kreis: Im Alter von 14 bis 18 Jahren habe ich hier mitgespielt."


Karten

Tickets für das Konzert auf Burg Stettenfels gibt es für 20 Euro an der Abendkasse oder im Vorverkauf für 18 Euro über www.burg-stettenfels.de; für das Konzert in der Neckarsulmer Ballei für 18 Euro an der Abendkasse sowie 15 Euro im Vorverkauf bei der Städtischen Musikschule oder unter www.kammerorchester-neckarsulm.de.

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