Digitalpakt: Neckarsulm investiert in "zeitgemäße Lernumgebung" an Schulen
Die Stadt Neckarsulm hat über den Digitalpakt 3,1 Millionen Euro in die "zeitgemäße Lernumgebung" der Schulen investiert. Die Eigeninitiative der Schulen bei der Fortbildung ist aber weiterhin gefragt.

Über den Digitalpakt hat die Stadt in den vergangenen Jahren rund 3,1 Millionen Euro in die "zeitgemäße Lernumgebung" der Schulen investiert. Die Eigenmittel der Stadt betrugen 1,3 Millionen Euro. "Nicht nur die Corona-Pandemie hat dargelegt, dass eine tragfähige und zukunftsfähige IT-Infrastruktur für die Schulen unabdingbar ist", hieß es im Juni 2020 in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat.
Neckarsulm hat Mittel für Schulen gut eingesetzt
Im Rückblick sind die Mittel gut eingesetzt worden. Den Start hatte die Hermann-Greiner-Realschule und das ASG schon vor 2020 gemacht. Neben den Endgeräten wurde nun die Infrastruktur an allen Schulen geschaffen und modernisiert. Wichtig sei, diese auch gut zu nutzen, berichtet der für die Computer an der Grundschule Dahenfeld zuständige Lehrer Andreas Weiß. "Fortbildungen finden immer in Eigeninitiative statt." Sprich: Die beste Technik veraltet schnell, wenn sie nicht entsprechend eingesetzt wird. Tablets und iPads müssen aktualisiert und entsprechend im Unterricht und Schulalltag eingebunden werden.
Dazu braucht es sinnvolle Anwendungen, technisch Apps genannt. Im Gegensatz zu Schulbüchern können diese leicht auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Lehrerinnen und Lehrer können jedem Kind Aufgaben zuweisen und den Lernfortschritt verfolgen. Die Motivation ist bei den Kindern hoch, "weil sie eine unmittelbare Rückmeldung bekommen", hat Weiß festgestellt. Zudem gehen Kinder wie die neunjährige Laura ganz selbstverständlich mit der Technik um. "Das ist sehr intuitiv, fast ein Selbstläufer", berichtet Lehrerin Anna Straubinger, die Apps auch gern im Sportunterricht einsetzt. "Musik und Anweisungen kann man einfach per QR-Code einspielen." Dadurch bleibt mehr Zeit, sich mit den Kindern zu beschäftigen.
Auch kranke Kinder profitieren von der Investition
Eine Präsentation kann so nicht nur für den Moment, sondern für eine längere Zeit festgehalten werden. Auch die Eltern oder kranke Kinder können − selbstverständlich datenschutz-konform − zu Hause an der Arbeit in der Schule teilhaben. Die Sorge, dass die Kinder noch mehr Zeit an den Bildschirmen verbringen, ist natürlich immer da. Aber der Umgang mit der neuen Technik bringt den Kindern viele Vorteile, findet Lehrer Weiß: "Bei einer Aufnahme sprechen die Kinder viel freier als vor der Klasse."
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