Bau von Wohn- und Geschäftshäusern in der Stadtmitte bleibt Sanierungsziel
Für vier Grundstücke in der Friedrichshaller Straße von Bad Friedrichshall wird nun ein städtebauliches Konzept erarbeitet. Es geht auch um das Grundstück, auf dem die Interimsfiliale der Kreissparkasse steht.

Der Bau von Wohn- und Geschäftshäusern in der Friedrichshaller Straße bleibt das Sanierungsziel. Unter diese Vorgabe stellt die Stadt Bad Friedrichshall nun auch die vier Baugrundstücke, die sich an der Ecke zur Lerchenstraße aufgetan haben und Entwicklungspotential bieten.
Sie sollen ein neues Bebauungs-, Nutzungs- und Parkierungskonzept erhalten, das das Mosbacher Büro IFK derzeit erarbeitet und in einer der kommenden Sitzungen zur Diskussion und Abstimmung gestellt wird. "Unsere Aufgabe ist es, Planungsrecht zu schaffen und dabei die Sanierungsziele in den Vordergrund zu stellen, um eine Neuordnung der städtischen und privaten Grundstücke aus einem Guss zu ermöglichen", erklärte Bürgermeister Timo Frey dem Gemeinderat, der den Aufstellungsbeschluss als Bebauungsplan der Innenentwicklung "3/16 Stadtmitte II, zweite Änderung" einstimmig befürwortete.
Für das Grundstück mit der Interimsfiliale der Kreissparkasse gibt es große Pläne
Schon vor einiger Zeit hat die Stadt die Grundstücke Friedrichshaller Straße 34 und 36 erworben, um sie einer intensiven, dem Standort in der Stadtmitte angemessenen Nutzung und Bebauung zuzuführen. Die kleinteiligen Gebäude aus der Nachkriegszeit sind mittlerweile Geschichte. "Derzeit dient das Grundstück als Standort für die Interimsfiliale der Kreissparkasse und wird voraussichtlich Ende 2023 wieder geräumt", sagte der Rathauschef.
Zugleich machte er deutlich, dass der Friedrichshaller Straße 26 bis 38/1 besondere Bedeutung in Sachen Nahversorgung und Aufenthaltsqualität zukomme. Es sei vorstellbar, die Entwicklung Richtung Sprengelbachstraße zu treiben. Allerdings stehe das Grundstück des Polizeipostens, der gestärkt und langfristig erhalten werden müsse, nicht zur Disposition.
Auch ein Investor mischt mit im Areal und hat ganz eigene Pläne
Beim westlichen Nachbargrundstück Friedrichshaller Straße 38 sowie 38/1 sei der Erwerb wegen grundlegender Kaufpreisunterschiede nicht gelungen. Hier hätten die Eigentümer an einen privaten Investor verkauft. Die vom Investor vorgeschlagene Bebauung werde von der Verwaltung befürwortet, mache jedoch eine Änderung der Bebauungspläne aus den Jahren 1987 und 1993 erforderlich.
Nachverdichtung, mehrgeschossige Bebauung und sinnvolle Nutzung im EG mit Nahversorgung, Einkaufen, idealerweise Gastronomie und in den Geschossen darüber mit Büros, Praxisräumen und Wohnungen sollen laut Rathauschef ermöglicht werden. "Je nachdem, was man daraus zaubert." Die Nachfrage nach den städtischen Grundstücken sei groß. Ermöglichen wolle man, dass eine Verschmelzung mit 38 und 38/1 ebenso möglich werde wie eine isolierte Bebauung. "Mit diesem Signal kann der Investor seine Planung weiter vorantreiben." Selbstredend könne auch er sich mit einem überzeugenden Gesamtkonzept um die städtischen Grundstücke bemühen.
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