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Sanft rieselt der atomare Fallout: "An und Aus" im Stuttgarter Schauspielhaus

Burkhard C. Kosminski inszeniert Roland Schimmelpfennigs "An und Aus" zum Spielzeitauftakt in Stuttgart: eine Groteske zur Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011, die von sich wechselseitig betrügenden Paaren erzählt und von der großen Politik.

Claudia Ihlefeld
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Lesezeit 2 Min
Sanft rieselt der atomare Fallout: "An und Aus" im Stuttgarter Schauspielhaus
Ein Licht flackert, geht an, geht aus und wieder an − nichts ist mehr wie zuvor: Evgenia Dodina in Roland Schimmelpfennigs surrealer Fukushima-Parabel. Foto: Baumann  Foto: Julian Baumann

Drei Paare betrügen sich wechselseitig in einem kleinen Hotel, ohne voneinander zu wissen. Ein Licht flackert, geht an, geht aus. Geht wieder an in den drei Zimmern, und nichts ist mehr wie zuvor. Frau Z. sieht sich mit zwei Köpfen im Spiegel, Herrn A. fehlt der Mund, Frau A. ist komplett unbeweglich, Herr Y. leidet unter brennendem Herzen. Frau Y. ist in eine Motte verwandelt, Herr Z. in einen toten Fisch. Roland Schimmelpfennig, der wohl meistgespielte Gegenwartsdramatiker Deutschlands,

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