Heilbronn
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BAP erobern den Gaffenberg

Heilbronn - Konzerte mit den Kölschrockern von BAP sind intensive Gemeinschaftserlebnisse. Deshalb passte diese Band am Samstagabend beim ausverkauften letzten Festivaltag vortrefflich auf den Gaffenberg, wo das Publikum alljährlich seinen Gemeinschaftssinn ungehemmt auslebt.

Von unserem Redakteur Andreas Sommer
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BAP auf dem Gaffenberg

BAP auf dem Gaffenberg | 14.07. | 15.07.2012 | 22 Bilder | Fotograf: Andreas Veigel

 

Heilbronn - Konzerte mit den wackeren Kölschrockern von BAP sind intensive Gemeinschaftserlebnisse. Deshalb passt diese Band so vortrefflich auf den Gaffenberg, wo das Publikum alljährlich seinen Gemeinschaftssinn und seine Bereitschaft zum Enthusiasmus wie kaum an einem anderen kulturellen Ort in Heilbronn derart ungehemmt auslebt. Das beginnt schon bei der gemeinsamen Anreise im Bus − und endet noch lange nicht beim gemeinsamen Hochhalten von Feuerzeugen und hell erleuchteten Handy-Displays kurz nach 23 Uhr, als BAP als sechste Zugabe die Hymne "Do kanns zaubre" anstimmen.

Bis dahin hatten die 1700 Besucher des ausverkauften Konzerts 25 Songs der erfolgreichsten deutschen Rockband nonstop er- und durchlebt. Jene Band, die seit 36 Jahren mit kölschem Zungenschlag durch die Republik rockt und die politisch ambitionierten, bildreichen Slang-Texte Niedeckens mit einem an Bruce Springsteen oder Rory Gallagher orientierten kraftvollen Rocksound unterlegt.

Kölner Grundgesetz

Schon beim ersten Song "Halv su wild" steht das Publikum unterm Zelt − eine Sympathiewoge, auf der BAP prächtig surfen kann. Bei BAP klingt nichts gekünstelt oder angestrengt. Der nach seinem Schlaganfall wiedergenesene 61-jährige Wolfgang Niedecken, locker und unpathetisch mit Bart und Jeanskluft, singt "Ett Leve ess en Autobahn met Staus un Kurve", er singt über Typen auf der Suche, kleinen Leute und den Kiez.

Beim dritten Song "Aff un zo", dieser "Zusammenfassung des Kölner Grundgesetzes", klatschen im Reggae-Rhythmus alle mit.

 

 

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