Bad Rappenau
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Wetterbedingt verhaltener Saisonstart im Rappsodie-Freibad in Bad Rappenau

Man steckt eben nicht drin: Der Saisonstart in die Bad Rappenauer Freibadsaison verlief durchwachsen. Seit 1. Mai können die Besucher wieder ihre Bahnen ziehen. Luftmatratzen oder Schnorchel sind allerdings verboten.

Elfi Hofmann
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Wetterbedingt verhaltener Saisonstart im Rappsodie-Freibad in Bad Rappenau
Noch ist das große Becken im Rappsodie-Freibad leer. Mit steigenden Außentemperaturen wird sich das allerdings bald ändern. Foto: Elfi Hofmann  Foto: Hofmann, Elfi

Anfang Mai ist traditionell Saisonstart im Rappsodie-Freibad. Manchmal strahlt die Sonne und das Thermometer zeigt Temperaturen jenseits der 20 Grad an. Und dann gibt es Jahre, in denen der Himmel bedeckt ist und der Blick auf die Quecksilbersäule so gar keine Lust auf Schwimmen macht. Am vergangenen Sonntag war eher Letzteres der Fall. "Aber trotzdem sind 24 Besucher gekommen", sagt Rappsodie-Betriebsleiter Timo Künzel einen Tag später. Vorwiegend Stammgäste hätten ihre Bahnen bei maximal 16 Grad Außentemperatur gezogen. "Die ersten waren direkt um 8 Uhr da", so Künzel. Für viele sei das eben etwas Besonderes.

Früher mit den Kindern ins Freibad, heute mit den Enkeln

Zu ihnen gehört auch Sigrid Heger, die gemeinsam mit ihrem Mann seit Jahrzehnten Stammkundin im Rappsodie ist. "Wir haben eine Saisonkarte und kommen eigentlich jeden Tag", sagt die Bad Rappenauerin, die gerade aus dem Wasser gestiegen ist und bereits mit ihren Kindern regelmäßig schwimmen gegangen ist. "Und wenn die Enkel da sind, dann nehmen wir die natürlich auch mit."

Da das Wasser in den großen Becken über Fernwärme geheizt wird und die Stadt als Betreiber deshalb nicht von steigenden Gaspreisen betroffen ist, kann eine konstante Temperatur von 24 Grad garantiert werden. "Wenn es wärmer wird, stellen wir auf die Solaranlage um", erklärt Daniela Finder. Die Paneele werden bereits für das Kinderplanschbecken genutzt.

Die Sole lässt Schwimmerherzen höher schlagen

Für Besucher wie Sigrid Heger ist aber nicht nur die Wassertemperatur wichtig. Auch die zugeführte Sole zieht sie immer wieder ins Rappsodie-Freibad. "In anderen Bädern ist es einfach nicht das gleiche", fasst die 78-Jährige zusammen. 1000 Meter oder eine halbe Stunde schwimmt Sigrid Heger. Meistens zählen sie und ihr Mann zu den ersten Gästen des Tages, "dann können wir uns noch aussuchen, wo wir schwimmen".

So leer, wie die Becken in den vergangenen zwei Jahren waren, wird es in diesem Sommer wohl nicht. Denn die coronabedingten Zeitfenster sind weggefallen, eine maximale Besucherzahl gehört ebenfalls der Vergangenheit an. "An heißen Tagen kommen über 2000 Menschen", sagt Timo Künzel. 480 Saisonkarten wurden bisher verkauft.

Sicherheit ist das A und O

Um den Überblick im Wasser nicht zu verlieren, sind Luftmatratzen verboten. "So können wir nicht überblicken, ob sich eventuell Kinder darunter befinden", erklärt Daniela Finder. Ähnlich verhält es sich mit Schnorcheln: Wenn sich der Schwimmer dabei verschluckt, bekomme das kein Bademeister mit. "Es sieht für uns dann so aus, als sei alles ok."

Auch Stand-Up-Paddling ist im Freibad nicht möglich, macht Daniela Finder deutlich. "Im vergangenen Jahr stand ein Besucher mit seinem drei Meter langen Bord an der Kasse, um es auszuprobieren. Den haben wir natürlich wieder weggeschickt."

 

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