Sulzfeld
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Sulzfeld stellt letzte Rate für die Schulsanierung bereit

Mit dem Haushalt für dieses Jahr stellt die Gemeinde Sulzfeld die letzte Rate für die Sanierung und Modernisierung der Blanc- und Fischer-Schule bereit. Außerdem saniert Sulzfeld in diesem Jahr sein Stadion. Was sonst noch auf dem Zettel steht:

Jörg Kühl
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Lesezeit 2 Min
Sulzfeld stellt letzte Rate für die Schulsanierung bereit
Schulumbau, der letzte Akt: Derzeit sind die Bauleute daran, den Verbindungsbau zwischen dem Hauptgebäude und dem Querriegel fertigzustellen. Foto: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

Die Gemeinde Sulzfeld stemmt in diesem Jahr voraussichtlich die letzte Rate für die Sanierung und Modernisierung der Blanc- und Fischer-Gemeinschaftsschule. Dafür werden 3,7 Millionen Euro bereitgestellt. Darüber hat Kämmerer Rainer Zimmermann im Rahmen der Haushaltseinbringung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates informiert.

Insgesamt investiert die Gemeinde in die Schule rund zehn Millionen Euro, etwa drei Millionen Euro davon werden gefördert. Diese Zahlen und viele weitere für das Haushaltsjahr 2022 hat die Kämmerei nun bekannt gegeben und erläutert. Im September soll das Zahlenwerk dann verabschiedet werden.

Warum der Haushalt erst jetzt eingereicht wurde

Warum es so spät geschieht? "Wir hatten alle Kräfte für die Eröffnungsbilanz gebunden", so der Kämmerer. Das bedeutet: Seit der Umstellung des Gemeindehaushaltes auf die doppelte Buchführung (Doppik) im Jahr 2018 musste jeder Vermögenswert ermittelt werden: Gebäude, Straßen, Wasserleitungen, ja, selbst bewegliche Güter, wie Radlader, Mobiliar und anderes, bis hin zur Schreibtischlampe von Bürgermeisterin Sarina Pfründer.

Als Summe herausgekommen sind knapp 30 Millionen Euro. Das ist der Gesamtwert der Gemeinde Sulzfeld. Daran bemessen sich künftig die Abschreibungen, die seit Einführung der Doppik die Kommunen stark belasten, weil sie wie Kosten wirken. Denn eine Schule, ein Rathaus, oder eine Turnhalle, davon geht man in der Doppik aus, müssen nach ein paar Jahrzehnten komplett erneuert werden.

Weitere Kindergartenplätze, und was sie kosten

In Sulzfeld werden Gebäude innerhalb von 60 Jahren abgeschrieben, bei Straßen ist die Zeit der Wiederbeschaffung kürzer: 30 bis 50 Jahre sollten sie halten.

Noch kürzer dauert die Zeitspanne bis zum nächsten Haushalt der Gemeinde: Noch im Herbst werde der 23er eingebracht, verspricht der Kämmerer.

Weitere aktuelle Investitionen: Die Gemeinde plant, das Stadion zu sanieren. Dafür wurden 1,2 Millionen Euro eingestellt. Weil Sulzfeld dringend mehr Kindergartenplätze benötigt, werden jetzt schon Mittel in Höhe von 300 000 Euro bereitgestellt. Zimmermann rechnet mit einer Gesamtinvestition in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro in mehreren Jahresscheiben.

Wann das neue Feuerwehrauto kommt

Für den Breitbandausbau mit Glasfaserleitungen wird eine Million Euro in die Hand genommen. Davon werden allerdings 900 000 Euro gefördert. Sichtbar ist die Maßnahme bereits: In der Helmut-Klebsattel-Straße ist deswegen seit 14. Juli eine Baustelle unter Vollsperrung.

Auch in die Sicherheit investiert die Gemeinde . So erhält die Feuerwehr ein Löschfahrzeug LF10 als Ersatz für das betagte LF16. Kostenpunkt: 470 000 Euro. "Das Fahrzeug hat eine sehr lange Lieferzeit und kommt womöglich erst 2024 zu uns", berichtet Zimmermann.

Neue Regenentwässerung erhöht den Gesamtwert der Gemeinde

Ähnlich wie bei der Schule ist auch für das mehrjährige Großprojekt "Gewerbegebiet Riegel" jetzt die voraussichtlich letzte Rate fällig. 340 000 Euro investiert Sulzfeld in diesem Haushaltsjahr für die Erschließung. Insgesamt hat die Maßnahme mehr als eine Million Euro verschlungen.

Nachdem im Vorjahr bereits 1,7 Millionen Euro in die Regenentwässerung gesteckt wurden, sind in diesem Jahr nochmals eine halbe Million Euro fällig. Am Honigbaum entstehen ein Regenrückhalt und ein Regen-Klärbecken. Das war in Sachen Regenentwässerung noch nicht alles: Im Jahr 2025 steht der Bau des Regenüberlaufbeckens Friedrichstraße/Hauptstraße auf dem Programm. Investition: sieben Millionen Euro. Das dürfte den Gesamtwert der Gemeinde dann nochmals ein Stück steigern.

 
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