Stimme+
Eppingen
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Spatenstich in Eppingen: Neuer Gesundheitscampus wird jetzt realisiert

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Hinter dem alten Eppinger Krankenhaus haben die Bauarbeiten für die Zukunft der ärztlichen Versorgung begonnen.

Mit Christoph Dorschner freuen sich Ob Holaschke, Frank und Jürgen Mayer, Peter Thalmann, Markus Pfründer von der Heilbronner Sparkasse als Kreditgeber, Bernd Seck (ab 3. von rechts) auf den Campus, der Ende 2023 fertig werden soll.
Foto: Schwarzbürger
Mit Christoph Dorschner freuen sich Ob Holaschke, Frank und Jürgen Mayer, Peter Thalmann, Markus Pfründer von der Heilbronner Sparkasse als Kreditgeber, Bernd Seck (ab 3. von rechts) auf den Campus, der Ende 2023 fertig werden soll. Foto: Schwarzbürger  Foto: Schwarzbürger, Susanne

Jetzt wird es offiziell konkret: Der Bau des neuen Gesundheitscampus hinter der alten Klinik an der Brettener Straße ist am Freitag mit dem symbolträchtigen Spatenstich offiziell gestartet, auch wenn Bagger schon seit Mitte Mai die Baugrube hinter dem alten Krankenhaus ausgehoben haben.

Die Zukunft liegt in medizinischen Zentren

Dr. Christoph Dorschner freut sich sichtlich. Der Allgemeinmediziner hatte die Idee zum Bau eines umfassenden Gesundheitszentrums erst 2020 an die Stadtverwaltung herangetragen: "Ich bin ein Mensch, der vorausdenkt, und die Zukunft ist hier", der Eppinger deutet auf die Baugrube. Denn, so hat er beobachtet: "Um die Hausarztversorgung aufrechtzuerhalten braucht man optimale Arbeitsbedingungen."

In seiner Einheit, der mit 650 von 2900 Quadratmetern größten im neuen Gebäude, können sich mindestens sechs Ärzte und elf Arzthelferinnen auf ihre eigentlichen medizinischen Aufgaben konzentrieren. Die aufwendige Verwaltungsarbeit wird ihnen abgenommen.

Oberbürgermeister Holaschke steht voll dahinter

Mit seinem Konzept rannte Dorschner bei Klaus Holaschke offene Türen ein: "Die Infrastruktur einer Stadt ist erheblich geprägt von der Gesundheitsstruktur", ist der Oberbürgermeister überzeugt. Denn auch er weiß: "Entweder wir stärken einen Standort oder wir verlieren weitere Standorte." Haus- und Fachärzte im ländlichen Raum fänden oft keine Nachfolger mehr. Zu groß sei der Aufwand geworden, alleine eine Praxis zu betreiben. Dorschner kannte der OB schon als einen "der Pioniere vom Gesundheitszentrum eins", dem Praxenverbund im alten Krankenhaus.

Erfolgreiche zusammenarbeit von Mayer und ZGB

Das bisherige Gebäude und das neue sollen zu einem Campus verschmelzen, ist die Idee der Bauherren, der Firma Mayer aus Sulzfeld, die schon zahlreiche medizinische Zentren eingerichtet hat. Für die Planung und Baubegleitung haben die Brüder Jürgen und Frank Mayer die Sinsheimer Firma Zapf-Gewerbebau (ZGB) ins Boot geholt. ZGB-Geschäftsführer Matthias Uhl, der stellvertretend für den verhinderten Architekten Gerardo De Gioia mit der ebenfalls mit der Planung befassten Kollegin Tanja Welk zum Spatenstich angereist ist, verrät, dass seine Firma schon über 15 Projekte mit der Firma Mayer realisiert hat. In der Fachwerkstadt freut er sich besonders, den ehemaligen ZGB-Partner Bernd Seck als Ratgeber zur Seite zu haben. Obwohl er schon im Ruhestand ist, ist der Eppinger hier gerne dabei.

Das Interesse ist groß

Ein Glück war, verrät Holaschke, warum Dorschners Idee so schnell realisiert wird, dass es schon einen Bebauungsplan für das Terrain gab. Eigentlich für betreutes Wohnen, aber die Rücksprache mit Baubürgermeister Peter Thalmann ergab, dass er sich auch für den geplanten Campus eignete: "Daher konnte die Baugenehmigung so schnell ausgestellt werden."

Das Interesse ist jedenfalls groß: "Wir sind jetzt grundsätzlich ausgebucht", verkündet Jürgen Mayer jedenfalls, auch wenn nicht alle Mieter zum Spatenstich kommen konnten. Außer Arztpraxen richtet seine Firma noch ein Sanitätshaus, eine Apotheke (Salzl) und ein Bäckereicafé (Förch) im neuen Gebäude ein.

Die Mieter erhalten fertig ausgebaute Praxen, verspricht Mayer. Die Verwaltung wird später eine Tochterfirma des Sulzfelder Familienunternehmens übernehmen. Mit barrierefreier Erreichbarkeit, behindertengerechten Sanitäranlagen, einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach für Eigenstromnutzung und noch vielen Details mehr, sei man "uptodate plus X", so Mayer, was die aktuellen Vorschriften für den Bau solcher Einrichtungen angeht.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben