Mehr Service für Parkhauskunden - auch dank Ladesäulen
Es ist die Technik der Zukunft, da ist sich Eppingens Wirtschaftsförderer Marcel Gencgel sicher. Im Technischen Ausschuss hielt der Verwaltungsmitarbeiter ein Plädoyer für Elektromobilität.

Eppingen könne sich mit der Bereitstellung einer Ladeinfrastruktur als innovativ, modern und bewusstseinsfördernd positionieren, so Gencgel. Die Verwaltung will im neuen Parkhaus an der Wilhelmstraße Ladesäulen aufstellen, die von der eigenen Photovoltaikanlage gespeist werden.
Die Maßnahme wird vom Bund mit 40 Prozent gefördert und könnte zudem neue Kunden auf die Stellflächen bringen. Förderanträge sind bereits gestellt. Grundsätzlich stimmten die Stadträte für das Projekt, Details sind noch zu klären.
Externe Bewirtschaftung
Einig war man sich im Gremium jedoch, das Parkhaus künftig von einem externen Dienstleister bewirtschaften zu lassen. Das Thema sei zu komplex, um es in Eigenregie zu managen. "Jemand muss nach der Technik schauen", erklärte Gencgel. Neben Service, Schadensdokumentation, Dauerparkerverwaltung und Kassenleerung sind regelmäßige Kontrollgänge nötig.
"Die Akzeptanz hängt von der Kundenfreundlichkeit und der Sauberkeit ab", war sich Stadtrat Jörg Haueisen (FBW) sicher. Das sei gerade in der Anfangsphase äußerst wichtig, ergänzte Gencgel. "Kunden, die wir da verprellen, können wir nie wieder holen." Deshalb soll die Bewirtschaftung für rund 25.000 Euro im Jahr vergeben werden, zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren. Im Paket enthalten sind eine jährliche Sonderreinigung und ein Störungsmanagment, das 24 Stunden aktiviert ist. Nur den Winterdienst übernimmt die Stadt selbst. Der würde weitere 5000 bis 6000 Euro kosten, erklärte Bürgermeister Peter Thalmann.
Ladesäulen im ersten OG
Im ersten Obergeschoss des Parkhauses werden vermutlich Ladesäulen für Elektroautos aufgestellt. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, drei Normal- und eine Schnellladestation zu installieren. Dafür ist es notwendig, den Strom aus der Photovoltaikanlage zu speichern. "Energie fällt nicht immer an, wenn wir sie verbrauchen", erklärte Thalmann.
Die geplante Anlage auf dem Parkhausdach soll außerdem das Rathaus, zu einem späteren Zeitpunkt eventuell auch die Grundschule im Rot und Straßenleuchten mit Strom versorgen.
Die Stadträte sprachen sich für normale Ladestationen aus. "Schnellladen ist zu teuer", sagte Klaus Scherer (CDU). Rund 30.000 Euro koste eine solche Säule - "also starten wir ohne", schränkte Thalmann ein. Hinzu kämen rund 50.000 Euro für einen Trafo, rechnete Haueisen vor. "Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar."
Die normalen Säulen, die mit Wechselstrom betrieben werden, sind hingegen für rund 13.000 Euro zu haben. Allerdings werde man vor einer endgültigen Entscheidung die exakten Kosten ermitteln. Grundsätzlich wünschte sich der Bürgermeister jedoch Offenheit für das Thema. "Das gehört dazu, wenn man ein Parkhaus baut", sagte er.
Elektroautos als Dienstfahrzeuge
In einem zweiten Schritt werde man über die Anschaffung von Elektroautos als Dienstfahrzeuge nachdenken, so die Verwaltung. Acht Leerrohre sind derzeit in der Ebene eins geplant, um die Ladestationen anzuschließen. "Wir starten klein", suchte der Bürgermeister den Konsens. Die Entscheidung liegt am Ende beim Gemeinderat.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare