Kirchardt
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Kita-Gebühren steigen auch in Kirchardt, Bau bleibt im Rahmen

Mancher Wettbewerb ist ein Desaster, doch noch geht die Kostenberechnung für den Birkenbach-Kindergartenbau auf.

Susanne Schwarzbürger
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Lesezeit 2 Min
Kita-Gebühren steigen auch in Kirchardt, Bau bleibt im Rahmen
Die Bauarbeiten für die Erweiterung an der Birkenbachschule haben begonnen, weitere Gewerke werden jetzt vergeben. Foto: Susanne Schwarzbürger  Foto: Schwarzbürger, Susanne

Alles wird teurer, auch die Kita-Gebühren, amtsdeutsch "Benutzungsgebühren für die Kindertageseinrichtungen". Inflation, gestiegene Sach- und Investitions- sowie Personalkosten machen auch um Kirchardt keinen Bogen. Daher will die Gemeinde die Elternbeiträge für die Betreuungseinrichtungen ab dem neuen Kindergartenjahr anheben.

Eine Gegenstimme bei der Beschlussfassung

"Wir orientieren uns an der landesweiten Empfehlung" unterstützt Bürgermeister Gerd Kreiter die Erklärungen seiner Kämmerin Ramona Rau-Marthaler in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Um 3,9 Prozent sollen die Beiträge angepasst werden, empfehlen die kommunalen Spitzenverbände sowie die kirchlichen Verbände.

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Da der Gemeinderat bereits vor Jahren grundsätzlich beschlossen hat, die landeseinheitlichen Empfehlungen in Kirchardt anzuwenden, hat Rau-Marthaler die neuen Sätze für die verschiedenen Gruppen ausgerechnet. Sie steigen etwa für eine Familie mit einem Kind in einer sechsstündigen Regelgruppe im Kindergarten von 122 auf 127 Euro im Monat oder für ein Kind in einer ganztags betreuten Krippengruppe von 543 auf 564 Euro monatlich. Die neuen Gebührensätze sind unter den Sitzungsunterlagen auf Kirchardts Homepage einsehbar. Der Gemeinderat beschloss die neue Satzung über die Erhebung von Benutzungsgebühren ohne Diskussion und mit nur einer Gegenstimme aus den Reihen der SPD-Fraktion.

Insgesamt Punktlandung bei der Kostenberechnung

Während die Kindergartengebühren steigen, liegen die Kosten für den Erweiterungsbau 1 der Birkenbachschule, in dem eine neue Kita-Gruppe eingerichtet werden soll, momentan noch im geplanten Bereich. Die Bauarbeiten in der Goethestraße haben begonnen, diverse Folgegewerke wurden ausgeschrieben. "Wir haben eine ziemliche Punktlandung hingelegt in Bezug auf die Kostenberechnungen" - Michael Baumgartner klingt erleichtert. Allerdings konnte der Bauamtsleiter noch nicht alle Aufträge vergeben. Konkret sind es die Außenputzarbeiten am Sockel, die Baumgartner noch Kopfzerbrechen bereiten: "Da haben wir mit der Ausschreibung Schiffbruch erlitten." Nur ein überteuertes Angebot sei eingegangen. Inakzeptabel. "Es läuft gerade eine neue Ausschreibung."

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Höherer Preis ist noch akzeptabel

Vergeben werden sollen aber jetzt, nachdem der Gemeinderat zugestimmt hat, die Fensterbauarbeiten an die ortsansässige Firma Hartmann, den einzigen Anbieter. Das Angebot des Berwanger Unternehmens lag zwar mit 95 000 Euro 3 000 über der ursprünglichen Kostenberechnung. Der Preis sei aber akzeptabel, findet Baumgartner. Auch kenne man die Firma gut, da sie ebenfalls am neuen Rathaus arbeite.

Dafür werden die Gerüstbauarbeiten, die die Firma Diehlmann aus Eppingen durchführen soll, mit 31 500 Euro günstiger als gedacht (33 000 Euro). Auch die Kirchardter Firma Wahl bleibt mit dem Angebot für die Elektroarbeiten mehr als im Rahmen (186 400 statt 193 000 Euro). Da ist es zu verschmerzen, dass die Rückbauarbeiten der Reutlinger Abbruch GmbH aus Ehningen mit 26 000 den vorgesehenen Betrag um 7000 Euro übersteigen.

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