Bad Rappenau
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Im Bad Rappenauer Kurpark kann man jetzt Beachvolleyball spielen

250 Tonnen Sand und ein Netz: Mehr braucht es nicht, um in Bad Rappenau ein bisschen Urlaubsgefühl aufkommen zu lassen. Das neue Beachvolleyball-Feld entspricht in seiner Größe den internationalen Standards. Auch die Verwaltung hat es bereits getestet.

Elfi Hofmann
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Lesezeit 2 Min
Im Bad Rappenauer Kurpark kann man jetzt Beachvolleyball spielen
Auch die Stadtverwaltung nutzt das neue Beachvolleyball-Feld im Kurpark (von links): OB Sebastian Frei, Tiefbauamtsmitarbeiter Christian Bender und sein Chef Erich Haffelder bei der offiziellen Einweihung. Foto: Elfi Hofmann  Foto: Hofmann, Elfi

Ein bisschen Urlaubsgefühl tanken und sich wie am Strand fühlen - das ist seit vergangener Woche dank des neues Beachvolleyball-Feldes im Bad Rappenauer Kurpark möglich. Eingeweiht wurde die Anlage von einigen Mitarbeitern des Rathauses. "Das Hochbauamt hat gegen das Tiefbauamt gespielt", erzählt Oberbürgermeister Sebastian Frei. Er selbst habe lediglich Getränke vorbeigebracht, "und ganz kurz mitgespielt. Allerdings erfolglos."

Tierbauamt schlägt Hochbauamt

Ganz im Gegensatz zu dem Team des Tiefbauamts, zu dem auch der Leiter Erich Haffelder gehört und das die Kollegen mit 3:0-Sätzen fast schon vernichtend geschlagen hat. Da halfen auch die extra für den Anlass angeschafften T-Shirts mit dem Aufdruck "Hochbauamt blockt alle" - kurz HBA - nichts. "Die dürfen sie aber sonst nicht anziehen", erzählt Frei lachend.

Der Platz ist an die Stelle des im Frühjahr 2020 abgerissenen Spielplatzes gerückt, der unter den Kurstädtern auch als Mikado-Spielplatz bekannt war. Das Holz der Stangen war seit der Inbetriebnahme zur Gartenschau vor 14 Jahren morsch geworden, der Platz nicht mehr sicher. "Wir hätten sowieso an der Stelle etwas machen müssen", erklärt Christian Bender vom Tiefbauamt. Statt Erde, um den Bereich einfach nur platt zu machen, entschied man sich für rund 250 Tonnen Sand, die von einem Unternehmen aus Gundelsheim geliefert wurden.

Anregung aus der Bürgerschaft

Man habe den Kurpark im hinteren Bereich attraktiver gestalten wollen, am liebsten mit einem sportlichen Angebot. Die Anregung zu dem Feld sei aus der Bürgerschaft gekommen, sagt Sebastian Frei. "Es gibt zwar bereits die Möglichkeit, Beachvolleyball im Freibad zu spielen. Aber das ist an den Eintritt gekoppelt." Im Park könne jeder, der möchte, von dem Angebot profitieren.

Theoretisch seien sogar offizielle Spiele möglich, so Bender. Denn das Feld ist acht mal 16 Meter groß und entspricht damit den offiziellen Standards. Dazu kommt noch eine großzügige Auslaufzone. Der reine Materialpreis liegt bei rund 3500 Euro inklusive des strapazierfähigen Nylonnetzes und der Stangen. "Dazu kommt natürlich noch die Arbeitszeit", erklärt Christian Bender. Doch die wäre so oder so angefallen, um den Bereich wieder eben zu machen.

Interesse bei den Volleyball-Spielern aus Obergimpern

Erich Haffelder, selbst Hobby-Volleyballspieler, hat in seinem Wohnort Obergimpern bereits die Werbetrommel gerührt. Dort gibt es den Verein "Let"s Fets", dessen Mitglieder in der Halle trainieren. "Aber sie wollen auf jeden Fall bald mal vorbeischauen und das Feld austesten", sagt der Tiefbauamtsleiter.

Theoretisch könnte der Platz zu jeder Tageszeit bespielt werden. "Hier hinten stört man ja niemanden, weil es keine unmittelbaren Anwohner gibt", sagt Sebastian Frei. Nur im Winter würde man vor einem riesigen Sandkasten stehen, dann in der kalten Jahreszeit sollen das Netz sowie die Begrenzungsbänder abgebaut werden. "Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit", so Christian Bender.

 

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