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Blanc- und Fischer-Schule in Sulzfeld erhält neue Außenanlagen

Die Pläne des Gemeinderats: Bänke aus Steinen des alten Rathauses und eine neue Gestaltung des Außengeländes. Was die Sanierung kostet und ob Kameras gegen Vandalismus kommen.

Jörg Kühl
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Blanc- und Fischer-Schule in Sulzfeld erhält neue Außenanlagen
Generalsanierung der Blanc-und-Fischer-Gemeinschaftsschule in Sulzfeld. Rechts und links der Freitreppe sollen Sitzgelegenheiten entstehen. Foto: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

An der Blanc- und-Fischer-Gemeinschaftsschule in Sulzfeld sollen die Schüler künftig gerne sitzenbleiben. Sie erhält nämlich Bänke für das Außengelände. Darüber herrscht im Gemeinderat mehrheitlich Zustimmung. Über die konkrete Umsetzung gab es auf der jüngsten Sitzung allerdings einen angeregten Meinungsaustausch.

Die Sitzbänke sind Teil eines Pakets von Zusatzmaßnahmen, die sich nach derzeitigem Stand auf rund 30 000 Euro summieren. Neben den Bänken kommt eine Pflasterfläche zwischen dem Klassentrakt und dem Verwaltungstrakt hinzu. Außerdem soll ein Weg zur Calistenicsanlage gepflastert werden, um deren Nutzung auch bei Regen zu gewährleisten.

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Was die neuen Sitzbänke kosten dürfen

Begrünungen sowie eine Beleuchtungsanlage ergänzen das Paket der Zusatzmaßnahmen. Dieses ist eine Konsequenz aus der letzten Sitzung des Runden Tisches Ende Mai, an dem Vertreter des Gemeinderats, der Schule und der Verwaltung sowie das Karlsruher Planungsbüro ARC teilnahmen.

10.000 Euro sollen allein für die Sitzbänke zur Verfügung stehen. Dies fand Gemeinderat Thomas Bilger als zu teuer. Ob es eine andere Lösung gebe, etwa mit Bauhofmaterial, fragte er. Dies bestätigte Bürgermeisterin Sarina Pfründer. Es gebe eingelagerte Sandsteinblöcke, die vom abgerissenen Rathaus stammen. Auf die Blöcke könnten wetterbeständige Holzplanken aus dem Gemeindewald geschraubt werden. Vorbild sei eine Bank, die der Bauhof gerade für das 800-jährige Jubiläum der Burg Ravensburg baue.

Ob Kameras gegen Vandalismus helfen?

Im Gemeinderat entspann sich daraufhin eine Debatte, wie man die neuen Schulhofmöbel vor Vandalismus schütze könne. "Mit Kameras und Strafen", warf Gemeinderat Bilger daraufhin ein. Die gebe es schon, gerade im Eingangsbereich der Schule, antwortete die Bürgermeisterin. Ob Sitzgelegenheiten überhaupt sinnvoll sind, stellte Gemeinderätin Michaela Bergsmann in den Raum: "Die Schüler sollten nicht sitzen, sondern sich bewegen."

Die Generalsanierung der 50 Jahre alten Schule ist im Sommer 2018 mit ersten Vorarbeiten gestartet. Die Hauptarbeiten begannen mit den Sommerferien 2019. Zuerst wurde das Verwaltungsgebäude umfassend renoviert und modernisiert. Die Schüler konnten das Gebäude im vergangenen Jahr nach Pfingsten wieder beziehen. Seitdem ist der quer zum Verwaltungsgebäude angeordnete Trakt mit den Unterrichtsräumen eine Baustelle. Zwischen beiden Gebäuden entsteht ein t-förmiger Verbindungsbau, der dank einer neuen Aufzugsanlage für Barrierefreiheit sorgen soll. Derzeit finden hier Trockenbau- und Fassadenarbeiten statt.

Was die Modernisierung der Schule insgesamt kostet

Neue Durchbrüche sollen sicherstellen, dass alle Klassenräume mit einer direkten Verbindung zum neuen Flur ausgestattet sind. Dies seien Vorgaben des Brandschutzes, erläutert Sarina Pfründer. Wie schon beim Verwaltungstrakt werden auch die gerade in Arbeit befindlichen Gebäude mit neuer Haus- und IT-Technik ausgestattet. Die Generalsanierung wurde mit 9,6 Millionen Euro kalkuliert. 30 Prozent der Kosten bekommt die Gemeinde über Förderprogramme erstattet.

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