Bad Rappenau
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Bis Oktober bleibt die Wollenberger Ortseinfahrt wegen Sanierungsarbeiten gesperrt

Weil die Stützmauer marode war und sich bereits Risse auf der Fahrbahn bildeten, wird die Deinhardstraße im Bad Rappenauer Ortsteil nun aufwendig saniert. Wer in den Ort will, muss über Kälbertshausen und Bargen fahren.

Elfi Hofmann
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Lesezeit 2 Min
Bis Oktober bleibt die Wollenberger Ortseinfahrt wegen Sanierungsarbeiten gesperrt
Die Ortseinfahrt nach Wollenberg ist wegen der Bauarbeiten an Straße und Stützmauer noch bis Oktober gesperrt. Foto: Elfi Hofmann  Foto: Hofmann, Elfi

Wer seit Mitte April von Bad Rappenau aus in den kleinsten Ortsteil Wollenberg fahren will, der muss einen weitläufigen Umweg über Kälbertshausen in Kauf nehmen. Der Grund: Am Ortseingang, von Hüffenhardt her kommend, werden auf einer Länge von über 150 Metern sowohl die Landesstraße 530 als auch die parallel dazu verlaufende Stützmauer saniert. Bis Oktober dauert die Sperrung.

Sanierung in zwei Teilen

"Die Mauer wird in zwei Teilen saniert", erklärt Bauleiter Steffen Hidegkuti vom Regierungspräsidium Stuttgart. Der erste Abschnitt ist rund 25 Meter lang. Dort werden der Mauerkopf abgetragen und eine neue Betonkappe aufgebracht. Die Wand selbst bleibt komplett erhalten und wird lediglich angepasst.

Im zweiten Teil wird es etwas komplizierter, denn in diesem Abschnitt befindet sich ein 1803 erbauter Gewölbekeller, dessen Eingang in der Stützmauer liegt.

Das private Sandsteingewölbe liegt direkt unter der Fahrbahn. "Es war ein sehr großer Aufwand, den Keller zu integrieren und zu schützen", sagt Steffen Hidegkuti.

Stahlträger sollen Nachrutschen verhindern

Für die Arbeiten im Bereich des Gewölbekellers wurde ein Verbau entlang des Straßenrands geplant. Mehrere zehn Meter lange Stahlträger wurden im hinteren Kellerteil eingesetzt, um das Nachrutschen von Erdreich zu verhindern.

Außerdem wird eine Rahmenkonstruktion zum Schutz eingerichtet, die auch nach Abschluss der Arbeiten abdichtet und auf jeden Fall bestehen bleiben wird.

"Ohne diese Konstruktion würde es nicht funktionieren", sagt Projektleiterin Gülser Mercan, "denn täglich fahren viele schwere Fahrzeuge über die Straße." Der Keller sei ein "Sorgenkind" gewesen, da man vorher nie wisse, was man vorfinde. Nach dem Freilegen wurde dieses Sorgenkind in einem guten Zustand vorgefunden

Die Stützmauer in diesem zweiten Abschnitt wird über 68 Meter abgebrochen und neu gebaut. Außerdem ist ein ein Meter breiter Wartungsweg vorgesehen, der über eine Treppe erreichbar sein wird. Über die gesamte Strecke wird ein neues Füllstabgeländer angebracht.

Fahrbahn soll 5,50 Meter breit werden

Wie drängend die Sanierung ist, konnten Passanten und Autofahrer in den vergangenen Monaten beobachten. Die Fahrbahn hatte bereits Risse, die Mauer hat nachgegeben", beschreibt Gülser Mercan die Situation. Im Zuge der Baumaßnahme wird die unregelmäßige Breite der Straße nach deren Abschluss auf eine durchgängige Fahrbahnbreite von 5,50 Meter ausgebaut. "Wir nutzen den hier vorhandenen Platz voll aus", sagt die Projektleiterin.

Zusätzlich wird der Abwasserkanal saniert und über die gesamte Länge der Stützwand in der neuen Kappe Kabelleerrohre verlegt. Diese sollen für den geplanten Glasfaserausbau genutzt werden.

Auf der Nordseite der Wollenberger Deinhardstraße sollen im Zuge der Gesamtbaumaßnahme auch der vorhandene Verbindungsweg zum "Am Kirchenberg", im Auftrag der Stadt Bad Rappenau, durch eine behindertengerechte Rampe ersetzt werden. Außerdem wird ein neuer Mauerkopf erstellt sowie ein neues Geländer montiert. Insgesamt werden 1,34 Millionen Euro in die Maßnahme investiert.

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