Waldenburger Teilort Obersteinbach bekommt modernes Feuerwehrauto
Warum es bis zur Stationierung des langersehnten neuen Fahrzeugs jedoch noch zwei Jahre dauern könnte - und wieso die Abstimmung über ein weiteres Auto für die Wehr vertagt werden musste.

Mehr als vier Jahrzehnte - seit 1982 - ist es im Dienst: das sogenannte Löschgruppenfahrzeug 8, das im kleinen und ebenfalls alten Feuerwehrmagazin des Ortsteils Obersteinbach stationiert ist. Die Stadtverwaltung in Form von Hauptamtsleiterin Silke Lenz konstatiert diesbezüglich "dringenden Handlungsbedarf".
Der örtliche Feuerwehrkommandant Sven Hoffmann erklärte im Rahmen der jüngsten Ratssitzung, was das im Detail heißt: "Sehr schlecht" sei der Zustand des alten Einsatzautos, die Erneuerung der Tüv-Lizenz fraglich - und die Feuerwehrleute könnten sich auf dem Weg zum Einsatz nicht einmal anschnallen. Kurz und gut: Ersatz muss her. Rund 250 000 Euro wird jenes neue Tragkraftspritzenfahrzeug ungefähr kosten. Etwa 55 000 Euro erhofft sich die Kommune an Fördergeld vonseiten des Landes.
Förderantrag für neues Feuerwehrauto wird sofort gestellt
Damit ein entsprechender Antrag zeitnah beim Landratsamt gestellt werden kann, fassten die Räte nun einstimmig den Grundsatzbeschluss zur Anschaffung. Der Entscheid über die Finanzspritze wird bis September erwartet.
Deutlich länger wird es unterdessen dauern, bis der neue Einsatzwagen dann tatsächlich in der Garage stehen wird: Denn bis zu zwei Jahre betragen die Lieferzeiten der Hersteller. Das bedeutet, dass das marode alte Fahrzeug wohl nochmals irgendwie durch den Tüv gebracht werden oder eben Obersteinbach eine Zeit lang ohne Löschauto auskommen muss.
Ob das Feuerwehrmagazin vor Ort überhaupt ausreichend groß dimensioniert für ein modernes Fahrzeug sei, wollte Bärbel Haas-Dimmler (Freie Wählergemeinschaft) wissen. Ja, das sei gesichert, so der Kommandant. Ebenfalls fast sicher scheint die Förderung, wie Silke Lenz auf die Frage von FWG-Rätin Anne-Cornelia Sitter retournierte. "Zu 90 Prozent." Daniel Bürkert (Bürgervereinigung) drang indes auf Tempo: "Wenn es sich nicht negativ auf die Förderung auswirkt, sollten wir jetzt sofort bestellen." Ebendies kann die Stadtverwaltung nach dem Votum des Rats nun auch tun.
Beim Einsatz im Graben gelandet
Noch etwas warten muss die örtliche Wehr hingegen auf die avisierte Anschaffung eines neuen sogenannten Sonderfahrzeugs Führung/Jugend. Eigentlich hatte auch die Abstimmung darüber auf der Tagesordnung der Sitzung gestanden. Jedoch kam ein unerfreulicher Vorfall dem in die Quere. Im Rahmen einer Einsatzfahrt landete das aktuelle Leitfahrzeug der Feuerwehr im Straßengraben - und ist jetzt wohl als Totalschaden zu betrachten.
Die Verwaltung will nun zunächst abwarten, welche finanziellen und organisatorischen Folgen daraus erwachsen. Der Kauf sei jedoch nur aufgeschoben und nicht aufgehoben, versicherte der Rathauschef den anwesenden Kameraden.
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