Hohenlohe
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Zwei Regionen kämpfen um EU-Förderung

Hohenlohe-Tauber und Hohenlohe-Heilbronn sind im Rennen um die nächste Förderperiode beim Leader-Programm. Der Hohenlohekreis würde beide finanziell unterstützen, sollten sie zum Zuge kommen.

Ralf Reichert
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Zwei Regionen kämpfen um EU-Förderung
Im Herrenhaus in Buchenbach ist die Geschäftsstelle des Vereins "Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber" untergebracht. Die Region bewirbt sich erneut. Foto: privat  Foto: privat

Der Hohenlohekreis ist Teil von zwei Gebieten, die ins Rennen um den Zuschlag für EU-Fördermittel gehen. Das Programm heißt Leader und stärkt ländliche Regionen sozial, kulturell und wirtschaftlich. Die Leader-Region Hohenlohe-Tauber wird seit 2014 gefördert. Sie bewirbt sich erneut in ähnlicher Konstellation. Die Limesregion Hohenlohe-Heilbronn ging beim letzten Mal leer aus - und versucht es nun wieder.

Hohenlohekreis würde Kofinanzierung tragen

Der Kreistag hat einstimmig beschlossen, die nötige Kofinanzierung des Regionalmanagements für beide Projekte zu tragen, sollten die Bewerbungen erfolgreich sein. Das wären gemäß ersten Schätzungen bei Hohenlohe-Tauber zwischen 100 000 und 150 000 Euro, bei Hohenlohe-Heilbronn zwischen 111 000 und 160 000 Euro. Die beteiligten Kommunen müssten dafür separat zahlen.

Hohenlohe-Tauber hat seit 2014 schon einiges erreicht

Nachdem die letzte Förderperiode in diesem Jahr final abgewickelt wird, gilt die nächste von 2023 bis 2027 - inklusive der Nacharbeiten bis 2029. Durch Leader sind ins Gebiet Hohenlohe-Tauber seit 2014 Fördermittel in Höhe von 4,7 Millionen Euro geflossen, die Investitionen von elf bis zwölf Millionen Euro zur Folge hatten. Die Förderkulissen reichen in der Regel über Kreisgrenzen hinweg und sparen die größeren Städte aus. Eine lokale Aktionsgruppe entscheidet darüber, wer gefördert wird. Meist geht es um die Stärkung der ländlichen Wirtschaft und Infrastruktur, etwa im Bereich Dorfleben und Tourismus.

Diese Kommunen sind dabei

Die Limesregion Hohenlohe-Tauber besteht aus 28 Kommunen in den Kreisen Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber, darunter Dörzbach, Forchtenberg, Ingelfingen, Krautheim, Künzelsau, Kupferzell, Mulfingen, Niedernhall, Schöntal, Waldenburg und Weißbach. Der Limesregion Hohenlohe-Heilbronn gehören 13 Kommunen aus den Kreisen Hohenlohe und Heilbronn an, darunter Bretzfeld, Pfedelbach, Neuenstein, Öhringen (ohne Hauptort) und Zweiflingen.

Die Entscheidungen werden ganz unten getroffen

Die Bewerbungsfrist endet am 22. Juli 2022. Voraussichtlich im September wird das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz seine Wahl verkünden. Die Leader-Programme werden "von unten" durch eingetragene Vereine umgesetzt. Diesem Bottum-Up-Prinzip zufolge, liegt die Entscheidungsgewalt bei örtlichen Gremien. Für die Leader-Region Hohenlohe-Tauber gibt es bereits den Verein "Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber" mit einer Geschäftsstelle in Mulfingen-Buchenbach. Der Limesregion stünden diese Schritte noch bevor, sollte ihre Bewerbung erfolgreich sein.

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