Hohenlohe
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Der Klimabeirat des Hohenlohekreises wird reaktiviert

Eine Expertenrunde, die schon 2016 bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts mitwirkte, soll nun das neue Klimazentrum unterstützen - und die Umsetzung des Konzepts mitgestalten.

Ralf Reichert
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Lesezeit 2 Min
12-Monate 12 Regionen Leserfoto Hohenloher Ebene
Weiter Blick auf die Hohenloher Ebene.  Foto: Laura Hannemann (Leserfoto )

Sie standen dem Hohenlohekreis schon einmal mit Rat und Tat zur Seite, als es darum ging, ein konzertiertes Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Jetzt wird das Expertengremium reaktiviert, um das neue Klimazentrum zu unterstützten - und das Konzept endlich mit Leben zu füllen. 2017 wurde das ambitionierte Papier vorgestellt, seitdem ist nicht mehr viel passiert.

Wolfgang Eißen ist Vorsitzender des Klimabeirats

Zwei festangestellte Fachleute managen seit 1. April das Klimazentrum, der sogenannte Klimabeirat soll die Beratung von Bürgern, Firmen, Kommunen und Landwirten sowie die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in der Fläche verankern. Wolfgang Eißen wird den Vorsitz übernehmen. Der ehemalige Leiter des Kreisdezernats für Ländlichen Raum wurde im November 2021 in den Ruhestand verabschiedet und hat sich bereiterklärt, diesen Posten ehrenamtlich zu übernehmen.

 

Dichtes Netzwerk der Bioenergie-Region wird wiederbelebt

Klimabeirat des Hohenlohekreises wird reaktiviert
Wolfgang Eißen leitet den Klimabeirat des Hohenlohekreises. Foto: pdivat  Foto: Landratsamt

Eißen hatte sich während seines Wirkens im Landratsamt für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Forcierung des Klimaschutzes stark gemacht - unter anderem als Leiter des hiesigen Regionalbüros der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (HOT). Dieser Zusammenschluss von drei Landkreisen war ursprünglich als GmbH organisiert, bis diese 2015 aufgelöst und die Arbeit auf die jeweiligen Landratsämter verteilt wurde. Aus dem Fundus des dichten HOT-Netzwerks von damals wollen sich nun auch Klimazentrum und Klimabeirat bedienen, um das Klimaschutzkonzept des Hohenlohekreises auf den neuesten Stand zu bringen und die Ziele in den nächsten Jahren umzusetzen. Es umfasst mehrere hundert Akteure und hatte von 2009 bis 2015 in der HOT-Region unter dem Management von Sebastian Damm wichtige Basisarbeit geleistet.


Das sind die Mitglieder des Gremiums

Der Klimabeirat wiederum setzte sich zusammen aus Vertretern der Kommunalpolitik, der heimischen Wirtschaft und der Banken. Dabei bleibt es bei der Neuauflage. Das Expertengremium arbeitet rein informell, das heißt: Bindende Beschlüsse sind nicht möglich. Das ist allein Sache des Kreistags. Jede Fraktion oder Gruppe stellt einen Vertreter, der nicht unbedingt dem Kreistag angehören muss. Bei der CDU ist es Stefan Neumann, bei den Freien Wählern Jürgen Kienzle, bei der SPD Hans-Jürgen Saknus, bei den Grünen Dieter Volkert, bei der FDP Ute Oettinger-Griese, bei der AfD Marco Schwienteck, bei der Linken Ernst Kern. Von Seiten der Verwaltung sind neben der Abfallwirtschaft fünf Ämter und der Mobilitätsmanager dabei. Hinzu kommen wie damals Vertreter von regionalen Banken, Hohenloher Unternehmen und Handwerksbetrieben. Geplant sind zwei bis drei Sitzungen im Jahr. Die Mitarbeit erfolgt auf rein ehrenamtlicher Basis und wird nicht vergütet.

 

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