Hohenlohe
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Ein Jahr "Hohenlohe to go": So lief das Mehrwegsystem im Kreis an

Rund ein Jahr ist es her, dass im Hohenlohekreis das Mehrwegsystem mitden markanten schwarzen Behältnissen startete. Doch der Anfang war schwer, nur wenige Bürger kannten "Hohenlohe to go". Wie ist es nun, ein Jahr später?

Draskovits
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Ein Jahr "Hohenlohe to go": So lief das Mehrwegsystem im Kreis an
18 Betriebe nehmen inzwischen an "Hohenlohe to go" teil. Um das Mehrwegsystem noch bekannter zu machen, fährt derzeit zwischen Künzelsau und Öhringen ein Bus mit Werbung für die Behälter.  Foto: privat

Knapp ein Jahr ist es her, dass das Mehrwegsystem "Hohenlohe to go" mit seinen markanten schwarzen Behältnissen im Kreis startete. Mit zunächst neun teilnehmenden Gastronomen lief das Ganze - trotz finanzieller Unterstützung der Teilnehmer durch den Landkreis - zunächst schleppend an. So war das Konzept der Mehrwegbehälter mit Hohenlohe-Branding in der Bevölkerung auch nach einigen Monaten kaum bekannt. Doch wie sieht es heute, rund ein Jahr nach Einführung aus?

Nachhaltigkeit und Marketing vereint

Das kreisweite Mehrwegsystem vereinigt gleich mehrere Vorteile: Neben dem praktischen Aspekt für die Betriebe, die zwischen mehreren Gefäßgrößen und Formen wählen und die Anschaffungskosten für Mitnahmegefäße reduzieren können, spielt natürlich auch die Nachhaltigkeit eine Rolle. So sind laut der Firma Local to go die Behälter in Deutschland hergestellt und aus alten und beschädigten würden neue Behälter entstehen.

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Aber auch der Aspekt des Marketings spielt eine Rolle. Denn der Clou des Systems, das sich die Gründerin Stefanie Fische aus Cleebronn mit Local to go ausgedacht hat, ist, dass jedes Behältnis unabhängig vom regionalen Branding bei allen teilnehmenden Partnern abgegeben werden kann. In der Nähe wäre das etwa Brackenheim. "In den Randbereichen wie Orbersulm, Weinsberg oder Ellhofen merkt man schon, dass es sich vermischt", erklärt Fischer. Sagt jedoch auch: "Weiter ist es noch nicht gekommen." Es hätte sich gezeigt, dass die meisten es dorthin zurückbringen, wo sie es geholt haben. Das sei, so Fischer, auch positiv: "Es zeigt sich, dass man dadurch neue Stammkunden gewinnt. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal vom Betrieb und kommt durchweg positiv an."

18 Betriebe nutzen "Hohenlohe to go"

Inzwischen nutzen 18 Betriebe in Hohenlohe die Mehrwegbehälter. Und so finden sich auch immer mehr Menschen, die das System kennen. So etwa Marcel Brücker. Der 42-Jährige sitzt vorm Schloss in Öhringen, in der Hand eine Bäckertüte. "Das habe ich bei der Wirtschaftsmesse gesehen", sagt er. "Darin gab es einen Obstsalat." Den Becher, so erklärt er, hätte er immer noch. Dass er ihn bei allen teilnehmenden Betrieben abgeben kann, sei ihm so nicht klar gewesen. "Ich fand ihn so schön und habe ihn deshalb behalten", sagt er lachend.

 

Stefanie Fischer ist mit dem ersten Jahr zu frieden. "Man muss akzeptieren, dass sich sowas erstmal implementieren muss", so die Geschäftsführerin. Mit der Wirtschaftsförderung seien sie eben auch bei der Öhringer Messe vertreten gewesen und hätten eine Umfrage gemacht. "Ich war positiv überrascht, wie viele es gekannt haben. Wir sind auf dem richtigen Weg", ist sich Fischer sicher. Undnach wie vor wird das System auch von der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe unterstützt, die, gemeinsam mit der Sparkasse Hohenlohekreis, den ersten 100 Betrieben das erste halbe Jahr sponsert. Einige Kommunen wie Bretzfeld, Forchtenberg, Künzelsau, Kupferzell, Niedernhall, Öhringen und Weißbach bieten noch eine zusätzliche Förderung für teilnehmende Betriebe an.

Der "Hohenlohe-to-go"-Bus fährt ein Jahr lang

Um das nachhaltige Mehrweg-System noch bekannter zu machen, fährt seit nun auch ein Bus mit "Hohenlohe-to-go"-Werbung durch den Kreis. Für mindestens ein Jahr, so teilt die Wirtschaftsinitiative mit, wird der Bus mit seiner Werbebotschaft vorwiegend zwischen Öhringen und Künzelsau unterwegs sein.

 

 

 
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