Öhringen
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Wettkampf der Hohenloher Jugend ging in die sechste Runde

Beim "Tag des Jugendraums" soll die Arbeit der Häuser spielerisch in den Kommunen sichtbar gemacht werden. Dafür rasten die Kinder von sieben Jugendhäusern am Freitag durch ihre Kommunen und lösten knifflige Aufgaben.

Draskovits
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Wettkampf der Hohenloher Jugend ging in die sechste Runde
Bei der Übergabe des Geschenkes für die zweitplatzierten Öhringer sind nicht mehr all zu viele Kinder und Jugendliche da − zu spät ist es geworden. Doch bereits zuvor gab es Geschenke für alle, die teilgenommen haben. Foto: Katrin Draskovits  Foto: Draskovits, Katrin

Wenn Kinder im Eiltempo durch die Stadt rasen und Passanten auf die seltsamsten Dinge ansprechen, wie: "Kann ich ein Foto von Ihrem Dalmatiner machen?" oder "Kennen Sie jemanden, der gerade in Berlin ist?", dann ist es wieder so weit: Der "Tag des Jugendraums".

Bereits zum sechsten Mal traten am Freitag zahlreiche Hohenloher Jugendhäuser gegeneinander an und versuchten, durch das Lösen von Aufgaben einen Spitzenplatz im Ranking zu holen. Mit der spaßigen Aktion soll "die offene Kinder- und Jugendarbeit bekannter gemacht werden, in dem die Kinder aktiv auf die Gemeindemitglieder zugehen und Hemmschwellen abbauen", wie Yasemin Serttürk, Jugendreferentin im Hohenlohekreis ,erklärt.

Startschuss in allen Jugendräumen

Um 17 Uhr ist Startschuss in allen sieben teilnehmenden Jugendräumen. Im Öhringer Jugendpavillon haben die Sozialarbeiter an einer Stellwand die 200 Aufgaben aufgehängt, gegliedert nach Kategorien. Vom Nachstellen von Märchen über das Finden von Gegenständen - etwa eine Harfe -, bestimmten Personen - etwa der Bürgermeister mit Ehefrau -, ist alles dabei. "Es sind überdurchschnittliche viele und schwere Aufgaben in diesem Jahr", erzählt Sozialarbeiter Jasin Sulejmanov. "Das liegt daran, dass es digital abläuft."

Denn in diesem Jahr ist einiges anders. Waren früher Aufgaben gefragt, wie etwa ein Saxofon zu mitzubringen, wird dies in diesem Jahr digital gelöst. So können die gefundenen Gegenstände fotografiert - zum Beweis immer mit einem "Tag des Jugendhaus"-Schild - und via Whatsapp direkt in die jeweiligen Jugendhäuser geschickt werden. Dass der Tag bei den Kindern gut ankommt, zeigt sich an der Teilnahme: Rund 25 Kinder sind allein in Öhringen mit dabei. "Ich freue mich schon seit einem halben Jahr auf den Tag", erzählt der 10-jährige Silas begeistert.

Die Gewinner kamen die vergangenen Jahre aus Pfedelbach

Wettkampf der Hohenloher Jugend ging in die sechste Runde
Orte, Menschen, Gegenstände, aber eben auch Tiere waren gesucht beim "Tag des Jugendraums". Vier Punkte gab es für dieses Bild. Foto: privat  Foto: privat

Zwei Stunden haben die Kinder und Jugendlichen Zeit, so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. In den vergangenen zwei Jahren kamen die Gewinner aus dem Jugendraum in Pfedelbach. Dass diese nun krankheitsbedingt nicht teilnehmen können, löst nicht unbedingt Bedauern im Jugendpavillon aus. "Dann haben wir ja endlich eine Chance", freut sich Silas, bevor er mit seinem Vater losfährt, um einen Bogen zu bauen. Denn auch die Eltern sind eingeladen, mitzuhelfen. Eine Mutter hat sich der Aufgabe angenommen, zu sticken, andere telefonieren ihre Freunde ab. "Wir kennen doch jemand, der gerade in Berlin ist, vielleicht kann der ein Foto von sich machen?", fragt sich ein Elternpaar. Eine Person, die sich vor einem aktiven Geysir fotografiert, wird an diesem Tag allerdings nicht gefunden.

Zweite Platz für Öhringer Jugendpavillon

Nach etwa eineinhalb Stunden ist bei den meisten der Jüngeren die Luft raus, an der Tafel sind schon viele Aufgaben erfolgreich gelöst und so gibt es erstmal eine Hotdog-Pause. Um 19 Uhr lassen die Sozialarbeiter die Stifte fallen und die erzielten Punkte werden an Yasemin Serttürk übermittelt. Weitere 20 Minuten später ist klar: Für den ersten Platz hat es nicht ganz gereicht, diesen heimst in diesem Jahr Waldenburg ein. "Aber der zweite Platz ist super", freut sich der 11-jährige Sören. "Die Kids waren wirklich unglaublich", befindet Sozialpädagogin Olga Schander. Und das Ziel, die Arbeit der Jugendräume in die Gemeinde zu tragen, wurde erreicht. So wurde sogar noch spontan beim Bürgermeister geklingelt, um die Aufgabe zu erfüllen, ein Foto mit ihm und seiner Frau zu machen.

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