Kupferzell
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Warum das Essen in der Kupferzeller Schulmensa teurer wird

Fünf Jahre lang kostete das Mittagessen vier Euro. Der Preis wird jetzt auf 4,50 steigen müssen. Und: Wie die Verwaltung informiert, wird es künftig wohl jährlich Erhöhungen geben. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Christian Nick
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Warum das Essen in der Kupferzeller Schulmensa teurer wird
Reich" rüber den Teller! Doch für die Speisen in der Mensa der Johann-Friedrich-Mayer-Schule müssen Eltern und Kids künftig tiefer in die Tasche greifen. Foto: Archiv/Berger  Foto: Berger

Die aktuelle Weltlage samt der damit verbundenen Preissteigerungen ist durchaus geeignet, einem auf den Magen zu schlagen - und spiegelt sich bekanntlich eben auch bei den Kosten für Lebensmitteln wider. Und das wiederum hat Folgen für Kupferzeller Schüler und ihre Eltern. Denn: Der bisherige Preis fürs Mittagessen in der örtlichen Mensa wird nicht zu halten sein und muss erhöht werden.

Wie die Gemeindeverwaltung im Rahmen der jüngsten Ratssitzung informierte, ist die Anpassung "aufgrund von steigenden Personal- und Lebensmittelkosten" unabwendbar. Ab 1. September steigt damit der Essenspreis um 50 Cent auf dann 4,50 Euro pro Mittagessen. Die bisher letzte Preiserhöhung bei jenem Angebot, das in Kupferzell seit 2007 existiert, hatte es vor knapp fünf Jahren gegeben. Seitdem mussten jeweils vier Euro für den Mittagstisch bezahlt werden.

Erhöhung im Jahrestakt

Die nächste Erhöhung wird unterdessen nicht mehr so lange auf sich warten lassen können. Denn: Nach Verwaltungsangaben soll künftig jährlich eine Anpassung des Essenspreises zu Beginn des neuen Schuljahres vorgenommen werden. Schulleitung und Elternbeirat sind bereits informiert worden. Dort, so Rathauschef Christoph Spieles, seien die Pläne "ohne großartige Rückmeldungen" akzeptiert worden.

Dass die Preiserhöhung notwendig ist: Darüber gab es im Gremium keinen Dissens. "Ich denke, man muss anpassen", brachte Gerd Sahm (FWV) die Haltung auf den Punkt. Er erkundigte sich im selben Zuge auch über die Nutzerzahlen des Mensa-Angebots. Es sei "etwas weniger geworden", wusste der Bürgermeister zu berichten.

Hauptgründe aus seiner Perspektive: die Pandemie - und zahlreiche Schüler seien mit Angebot und Qualität der dargebotenen Speisen nicht mehr zufrieden. Auch das sei Gegenstand der Gespräche mit Bildungseinrichtung und Caterer gewesen. Die Rückmeldungen aus der Schüler- und Elternschaft seien diesbezüglich eindeutig. Man werde nun mit Schulleitung und Elternbeirat besprechen, wie man die Situation verbessern könne, kündigte der Verwaltungschef an.

Freitags bleibt die Küche kalt

Klar ist: Freitags wird wegen der gesunkenen Nachfrage künftig kein Mittagessen mehr angeboten. "Das ist einfach unwirtschaftlich geworden", so Spieles. Lediglich zwei bis vier Teller gingen an diesem Wochentag zuletzt über die Theke.

Welche Möglichkeiten es gebe, die Erhöhung für einkommensarme Familien abzumildern, wollte Kim Wagner (SPD) wissen. Existiert bereits ein Zuschuss oder Förderung? Bis jetzt noch nicht, teilte Rathauschef Spieles mit. Er werde diesbezüglich noch das Gespräch mit dem Schul-Förderverein suchen. Man bemühe sich um eine niedrigschwellige Lösung, bei der Betroffene möglichst geringe Schamgrenzen überwinden müssen.

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