Ingelfingen
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Viele Fragen an Ingelfinger Kandidaten, wenige Besucher

Öffentliche Bewerbervorstellung der Stadt vor der Bürgermeisterwahl am 8. Mai. Nach jeweils 20-minütigen Vorstellungen haben die Bürger das Wort.

Armin Rössler
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Lesezeit 2 Min
Viele Fragen an Ingelfinger Kandidaten, wenige Besucher
Amtsinhaber Michael Bauer (links) und Herausforderer Klaus Schmitt (rechts) standen den Bürgern Rede und Antwort. Heidrun Weiß führte durch den Abend.  Foto: Rößler, Armin

Eine halbe Stunde Nachschlag gewährt die Ingelfingerin Hauptamtsleiterin Heidrun Weiß den Fragestellern aus dem Publikum über das geplante Veranstaltungsende hinaus. Dann kann sie "mit Blick auf die Uhr" keine weiteren Fragen mehr zulassen, müsse doch die zuständige Firma die eigens verlegten Teppichboden-Bahnen in der Heinrich-Ehrmann-Sportrolle wieder "abbauen" - sprich einrollen.

Interesse an den Themen

Dass nach der knapp einstündigen Vorstellung der beiden Kandidaten, Bürgermeister Michael Bauer und Herausforderer Klaus Schmitt, ihnen gut 90 Minuten lang die Bürger auf den Zahn fühlen konnten und das auch noch länger getan hätten, zeigt, dass die vor der Haustür liegenden Themen auf großes Interesse stoßen. Dass allerdings weit weniger Besucher als erwartet der öffentlichen Bewerbervorstellung beiwohnen - es mögen 200 gewesen sein -, spricht dagegen in einer Stadt mit 5500 Einwohner für ein überraschendes Desinteresse an der Wahl des Rathauschefs. Auch wenn es die Möglichkeit gegeben hat, den Abend per Livestream im Internet zu verfolgen.

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Viele Projekte stehen an

Viele Fragen an Ingelfinger Kandidaten, wenige Besucher
Zwar wohnten nur gut 200 Ingelfinger Bürger der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten bei, sie hatten aber viele Fragen mitgebracht. Fotos: Armin Rößler  Foto: Rößler, Armin

Seinen 20-minütigen Redeanteil nutzt der Amtsinhaber für eine nüchterne Präsentation des in den vergangenen 16 Jahren Geleisteten: von Bauprojekten in der Kernstadt und den Teilorten über das Betreuungsangebot in den Kindergärten bis hin zur Unterstützung der Vereine. "Viele zukunftsweisende Projekte" stehen an, sagt Bauer mit Blick auf Klimaschutz, Gewerbe, Digitalisierung oder bezahlbare Bauplätze. "Ich fühle mich jung genug, um die nächste Amtszeit anzugehen", sei das Bürgermeisteramt für ihn "eine Berufung, eine Lebensaufgabe", die er "mit besonderem Respekt und Demut" angehe. "Ich sehe diesen Weg als Erfolgskurs in eine vielversprechende Zukunft", urteilt Bauer selbst über seine bisherige Arbeit und über das, was er noch erledigen möchte.

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Klima des Miteinanders

Etwas blumiger startet Klaus Schmitt in seinen ohne Manuskript gehaltenen Vortrag, indem er die Zuhörer "auf eine kleine Reise in die nahe Zukunft" mitnimmt. Seine Vision: Ein schön gestalteter Stadtpark, in dem es sich aushalten lässt, eine Innenstadt, in der viel Leben herrscht. Schmitt zeigt sich überzeugt, dass er auch ohne Verwaltungserfahrung für das Bürgermeisteramt geeignet ist. "Fachwissen ist erlernbar", sagt er.

Der selbstständige Kommunikationstrainer will sich dafür einsetzen, "dass die Kommunikation mit den Menschen besser wird", und "ein Klima des Miteinanders" schaffen, in dem Engagement wertgeschätzt wird. "Meine Schwerpunkte liegen in diesem sozialen Bereich", sagt er. Konkrete Probleme benennt Schmitt in der Unterstützung der Vereine und in den seiner Ansicht nach sich oft vernachlässigt fühlenden Teilorten.

Die Fragen der Bürger, darunter auch mehrerer Gemeinderäte, kreisen um ganz unterschiedliche Themen vom Glasfaserausbau über den Wunsch nach einem hochwasserfreien Sportplatz und Klimaschutz-Aktivitäten bis hin zur Schaffung neuer Wohngebiete. Wo Schmitt betont, dass aktuell "die Mühlen oft langsam mahlen" und der Blick des Außenstehenden für neue Perspektiven sorgen könne, meint Bauer: "Bis jetzt haben wir immer gute Lösungen hinbekommen." Seine Tür stehe für Anliegen immer offen, alle Wünsche könne man natürlich trotzdem nicht erfüllen.

Hintergrund: HZ-Forum

Die Hohenloher Zeitung veranstaltet am Dienstag, 3. Mai, 19 bis 20.30 Uhr, in der Stadthalle Ingelfingen ihr Forum zur Bürgermeisterwahl. Einlass ist ab 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Die HZ-Redakteure Tamara Ludwig und Armin Rößler folgen der gewohnten Marschroute: konkret und kritisch, informativ und unterhaltsam. Das Platzkontingent ist auf maximal 300 Besucher begrenzt. Es wird empfohlen, eine medizinische oder eine FFP2-Maske zu tragen. Bürger können bis Montag Fragen per E-Mail an armin.roessler@stimme-mediengruppe.de einreichen. Eine Auswahl wird präsentiert. rö

 
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