Öhringen
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Lichtblick auf dem Öhringer Lichtermarkt

Während anderswo Weihnachtsmärkte geschlossen werden, hat in Öhringen am Freitag der kleine Lichtermarkt eröffnet. Marktbeschicker sind trotz des großen Aufwands froh über die Chance. Auf dem Gelände gilt 2G.

Yvonne Tscherwitschke
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Lichtblick auf dem Öhringer Lichtermarkt
Sabine Kompke ist zum 16. Mal in der Vorweihnachtszeit in Öhringen. Dieses Mal ist das Konzept ein anderes, um der Corona-Verordnung zu entsprechen. Fotos: Tscherwitschke

Sie sind glücklich, überhaupt irgendwo ihre Waren ausbreiten zu können, die knapp 20 Marktbeschicker, die Freitagnachmittag die Klappen ihrer weihnachtlich dekorierten Hütten geöffnet haben. Während anderswo Weihnachtsmärkte geschlossen werden, hat in Öhringen der kleine Lichtermarkt am Freitag erst eröffnet. Und zwar als reiner Warenmarkt, ohne Bratwurst, ohne Glühwein. "Ein kleines Kaufhaus unter freiem Himmel", erklärt Stadtsprecher Michael Walter.

Bändchen gibt es in den Läden umsonst

Damit gilt dort: Wer genesen oder geimpft ist, der kann entspannt nach Schmucksteinen, nach Olivenholz-Schalen, Sägearbeiten, nach Krippen, Käse und Kuscheltieren schauen. Die Bändchen gibt es in den Geschäften drum herum, damit sich die Marktbeschicker nicht von jedem einzelnen Kunden das Impf- oder Genesenenzertifikat zeigen lassen müssen. Dass nur Menschen mit Bändchen um den Arm und Maske im Gesicht sind, das kontrolliert die Security.

Hoffen auf weitere Wochenenden

Lichtblick auf dem Öhringer Lichtermarkt
Jörg Bochtler aus Steinheim hat filigrane Sägekunst dabei.

"Eher zufällig" ist Sven Ohms mit seinem Kind auf den Marktplatz gekommen. "Und da haben wir die schönen Steine gesehen", bleibt er am Stand von Rainer Hof stehen. Auch die Kundin von Sabine Kompke im Schlossinnenhof hatte eigentlich gar nicht vor, über den Lichtermarkt zu gehen. "Aber da war ich in einem Laden und habe das Bändchen bekommen", erzählt die Öhringerin, warum sie nun doch von Bude zu Bude geht.

Zum 16. Mal ist Sabine Kompke mit ihren Edelsteinen in Öhringen. "Es ist die zweite Veranstaltung in zwei Jahren", blickt sie auf trübe Corona-Zeiten zurück. "Aber es ist schön, wie die Öhringer sich bemüht haben", lobt sie die Anstrengungen der Stadt, den sich ständig ändernden Vorzeichen gerecht zu werden. Sie hofft, dass das Fazit positiv ausfällt und das abgespeckte Konzept auch an den restlichen Adventswochenenden durchgezogen werden kann.

Viel Abstand zwischen den Hütten

Lichtblick auf dem Öhringer Lichtermarkt
Luftiger gestellt sind die Hütten im Schlosshof und auf dem Marktplatz.

Dass deutlich weniger Stände mit viel Abstand auf dem Platz stehen, das sorgt für ein ganz anderes Bild, wie es die Öhringer sonst gewohnt sind. "Aber es ist auch gut, dass es kein Gedränge gibt", lobt die Kundin am Stand der Kompkes, die nun Armbändchen für die Nikolausstiefel am Montag gekauft hat. Auch Iris Bort mit ihren Puppenkleidern kennt den Markt aus früheren Zeiten. "Es ist gut, dass trotzdem was auf die Beine gestellt wurde", sagt sie und hofft, dass der Aufwand des Aufbaus sich für die zwei Tage ein klein bisschen lohnt.

Andreas Ulbrich war vor zwei Jahren zum Schau-Schmieden auf dem Markt. Dieses Mal hat er fertige Messer am Stand. "Mir sind 26 Märkte ausgefallen in diesem Jahr", blickt er zurück auf einen "riesigen Schaden". Den kann er in Öhringen nicht gutmachen. "Aber es ist gut, dass die Stadt das Konzept entwickelt hat."

Öffnungszeiten

Mit den auf Freitag und Samstag reduzierten Öffnungszeiten passt sich der Öhringer Lichtermarkt an den Einzelhandel an. Auch am Abend ist bereits um 19 Uhr Schluss. Los geht es am Samstag um 10 Uhr. Abgetrennt vom Lichtermarkt ist die Gastronomie, die eigene Angebote in und vor ihren Lokalen hat. Dort gilt ab Samstag, 4. Dezember, 2G-plus.


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