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Kreis-Abfallwirtschaft plant Grüngut- und Reisigplatz auf Neuensteiner Gebiet

Die Stadt soll voraussichtlich im Jahr 2024 wieder einen Grüngut- und Reisigplatz auf eigenem Territorium bekommen. Hierfür wird die bisherige Abgabestelle am Schnaihof etwas nach Westen verlegt.

Christian Nick
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Lesezeit 2 Min
Kreis-Abfallwirtschaft plant Grüngut- und Reisigplatz auf Neuensteiner Gebiet
Alter Standort: 2019 wurde noch am Eichhof abgeliefert. Foto: Archiv/Reichert  Foto: Reichert

Die Vakanz dauert schon rund zwei Jahre an: 2020 hatte der Landkreis im Zuge seines entsprechenden Neuordnungs-Konzepts - das die Entsorgung von Grüngut und Reisig auf ein neues Fundament stellen und statt vieler kleiner und recht wilder Standorte nur noch einige wenige und wohl geordnete Plätze schaffen soll - die zwei im Stadtgebiet existierenden Entsorgungsstellen in Eichhof sowie in Mainhardtsall geschlossen. Nun aber soll die Stadt perspektivisch wieder einen Grüngut- und Reisigplatz bekommen.

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Im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung befürworteten die örtlichen Kommunalpolitiker eine entsprechende Bauvoranfrage des hiesigen Landratsamts: "Stadt und Rat haben gesagt, dass es für sie passt", so Bürgermeister Karl Michael Nicklas zur Hohenloher Zeitung. Auf einem gegenwärtig noch als Ackerfläche genutzten Flurstück zwischen Neufels und Kemmeten, im Gewann namens "Galgenäcker", will die Kreis-Abfallwirtschaft ebendiesen ansiedeln.

In Neuenstein freut man sich

"Wir sind sehr froh, dass es nun bald wieder eine Entsorgungsmöglichkeit vor Ort geben wird", betont der Rathauschef - nicht zuletzt, weil so eben am besten der "wilden Entsorgung" auf städtischem Gebiet vorgebeugt werde. Den Hintergrund erklärt Sebastian Damm, Chef der Kreis-Abfallwirtschaft: "Eigentlich ist es kein neuer Grüngut-Platz - sondern wir beabsichtigen, den aktuell am Schnaihof und damit auf Künzelsauer Gemarkung befindlichen Platz um einige hundert Meter zu verlegen." Ob aber aus den Plänen tatsächlich etwas werde, sei aktuell noch nicht völlig sicher - und mit dem Baubeginn frühestens im Jahr 2024 zu rechnen.

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Damit die Ablieferer den neuen Platz - der auch eine sogenannte Hygienisierungs-Fläche, einen Aufenthalts-Container für die voraussichtlich zwei bis drei Mitarbeiter sowie ein mobiles WC aufweisen wird - erreichen können, soll eine neue Abbiegespur von der Landesstraße 1051 gebaut werden.

Zahl der Plätze reduziert

Auch das freut den Neuensteiner Verwaltungschef: "Diese Lösung finden wir sehr gut, da so unsere eigenen Gemeindeverbindungsstraßen nicht strapaziert werden." Ungefähr 9500 Quadratmeter misst das Areal, welches die Heimat der neuen Annahmestelle werden soll: "Der Standort ist ein sehr geschickter für uns", sagt Nicklas. Ein Birnbaum wird jedoch der Einfahrt aufs Gelände geopfert werden müssen. Das auf dem Platz durch Regen anfallende Oberflächenwasser kann über bereits bestehende Gräben einem existenten Vorfluter, der die probate Ableitung regelt, zugeführt werden. Das Sickerwasser aus Grüngut, Kompost und dem Hygienisierungs-Prozess - mithilfe dessen Keime abgetötet werden - soll in speziellen Behältern aufgefangen werden.

Der neue Platz ergänzt die Reihe der rund ein Dutzend Grüngut-Annahmestellen, welche die Abfallwirtschaft im Landkreis betreibt. Ende 2014 hatte es im Hohenlohekreis indessen noch 30 dezentrale Grüngut- und Reisigplätze gegeben.

 
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