Zweiflingen
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Auch Zweiflingen muss sich selbst für den Notfall wappnen

Zusammen mit der EnBW entsteht ein Handbuch und soll Anleitungen etwa für den Fall eines mehrtägigen Stromausfalls geben. So setzt Zweiflingen die Vorkehrungen um.

Stefanie Jani
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Lesezeit 2 Min
Jede Gemeinde, wie auch Zweiflingen, muss sich selbst für den Notfall wappnen
Bei der Ausarbeitung des Handbuchs ist, wie auch im Ehrenamt, Teamarbeit gefragt und viele Menschen wirken mit.  Foto: privat

Notfall und Krisenmanagement sind die häufigsten Wörter im Jargon der Gemeinden geworden. Wetterextreme und Cyberangriffe stellen nach Corona nicht nur die Rathauschef vor Herausfordgerungen. Immer mehr Kommunen holen sich die EnBW ins Boot, die einen Notfallplan individuell für jede Gemeinde erstellt.

Eigene Abteilung

Dort gibt es eine eigene Abteilung fürs Krisen- und Notfallmanagement. Und das nicht erst seit der Corona-Krise. "In Zeiten der Kernkraft", so Kommunalberaterin Brigitte Bayer, die die Planung vorstellt, müsse man auch ein sauberes Krisenmanagement nachweisen. Man könne zudem sicher davon ausgehen, dass extreme Wetterlagen aber auch sonstige Krisen wieder mehr Aufmerksamkeit fordern. Brigitte Bayer stellte das Angebot in Zweiflingen vor, das das Ausarbeiten eines Handbuchs beinhaltet. Doch muss wirklich jede Gemeinde ein individuelles Handbuch haben, in dem die Schritte für den Ernstfall stehen? Der ein oder andere Gemeinderat ist skeptisch. Fakt ist, erklärt Zweiflingens Bürgermeister Klaus Gross, "wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, uns vorzubereiten." Gross befürwortet es daher, sich die Profis zur Unterstützung zu holen. Dass sich mehrere Kommunen zusammenschließen, sei nicht sinnvoll, da die Gemeinden zu verschieden sind. Gross: "Bretzfeld zum Beispiel hat eine viel größere Fläche." Auch der Landrat habe jedem empfohlen, sich ein eigenes Handbuch zu erstellen.

Viele wirken bei Handbuch mit

Als drei Krisen werden Starkregen, Hochwasser und Stromausfall näher beleuchtet. Bauhof, Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und auch die Bürger sind beim Workshop dabei und gestalten es mit.

"Wir erstellen ein Handbuch, das eben nicht nur im Computer ist, sondern an verschiedenen Stellen hinterlegt wird", erklärt Bayer weiter. "Vielleicht schafft man es bei der Gemeinde auch in zwei Workshops und könnte dann Kosten sparen", erkundigt sich Gemeinderat Heiko Schmierer. Die Kassen der Gemeinde sind leergespült, daher suchen die Gemeinderäte nach Möglichkeiten, zu sparen. Bei einzelnen Maßnahmen, so Bayer weiter, gebe es unter Umständen Fördermöglichkeiten.

In einem ersten Punkt der Ausarbeitung geht es darum, sogenannte schutzbedürftige Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, oder Altenheime aufzulisten und zu überlegen, wo ein Schutztraum ist, und was bei einem Stromausfall passiert. Gerade die Anzahl der Infrastruktur und die Ausstattung sei eben von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich, fügt Gross erklärend hinzu. Eigene Schwerpunkte zu setzen, sei sinnvoll. Ziel insgesamt sei es, dass man auch handlungsfähig im Krisenfall bleibe, egal ob bei Wasser oder Stromausfall.

Erleichterung gibt es teilweise beim Punkt Abrechnung. Die soll erst nächstes Haushaltsjahr sein.

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