Hohenlohe
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Hohenloher Impfteams wechseln in Ruhemodus

Ab August gibt es keine Angebote mehr ohne Termin. Die Teams des Hohenlohekreises sind seit Dezember im Einsatz. Im Mai sackte die Nachfrage auf einen Tiefpunkt. Im Juni und Juli ist sie wieder etwas gestiegen.

Ralf Reichert
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Corona-Impfung
Über eine Impfpflicht wird aktuell auch auf Landesebene gestritten. Foto: dpa  Foto: Bernd Weißbrod (dpa)

Das Impfangebot des Kreises wechselt ab August in den Ruhemodus. Am 23. und 27. Juli sind letztmals Impfungen ohne Termin in Künzelsau möglich. Dort waren die Mobilen Impfteams (MIT) zuletzt nur noch mittwochs und samstags für sechs und sieben Stunden im Einsatz. Bei stark steigender Nachfrage könne der Betrieb reaktiviert werden, erklärt das Landratsamt. "Impfungen sind weiter durch die niedergelassene Ärzteschaft möglich." Auch die Betreuung von Pflegeheimen und sonstigen Einrichtungen durch die niedergelassenen Ärzte sei gewährleistet. Sofern erforderlich, werde der Kreis helfen.

 

Bilanz der Impfungen seit Dezember

Die Zahl der Impfungen hat wieder etwas angezogen. Vom 2. bis 20. Juli impften die MIT an sechs Einsatztagen 102 Personen. Im gesamten Juni waren es an neun Tagen 82 gewesen. Im Mai hatte die zuvor stetig gesunkene Nachfrage ihren Tiefpunkt erreicht: Nur noch 67 Menschen wurden immunisiert - und das an 27 Tagen. Die Impfteams waren bei ihren stundenlangen Einsätzen also meist beschäftigungslos. Dies führte dazu, dass eine Impfung mindestens 586 Euro kostete. Im Dezember, als an 27 Tagen 4279 Personen geimpft wurden, lagen die Personalkosten pro Impfung nur bei 9,20 Euro. Im Januar waren es 28 Euro, im Februar 82 Euro, im März 152 Euro, im April 256 Euro. Im Juni reduzierten sich die Kosten auf 159 Euro, im Juli sind es bisher 85 Euro.

Vor allem Auffrischimpfungen

Das Impfangebot des Kreises wurde seit der Omikron-Welle vor allem für Auffrischungsimpfungen genutzt. Bei den Erwachsenen waren es insbesondere Drittimpfungen (76 Prozent), bei den Kindern Erstimpfungen (62 Prozent). Die Booster-Quote lag zuletzt bei 54,7 Prozent. 68,4 Prozent sind einmal geimpft, 67,7 Prozent zweimal. Einige sind auch schon viermal geimpft.

 

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Inzidenz jetzt so hoch wie Anfang April

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 1115,6 – und damit in etwa so hoch wie Anfang April. In den vergangenen vier Wochen gab es sechs größere Ausbruchsherde, größtenteils in Pflegeheimen, davon vier im Raum Öhringen, einen im Raum Künzelsau und einen im Kochertal. Personen mittleren Alters stecken sich derzeit insgesamt am meisten an, ältere und ganz alte sowie ganz junge Kreisbürger am wenigsten. Im Hohenloher Krankenhaus Öhringen wurden am Freitag zwölf Coronafälle behandelt, davon einer auf der Intensivstation.

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