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Feuerwehrhaus-Anbau in Goggenbach: Wie die Verwaltung für bessere Kosten-Transparenz sorgt

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Nach dem Unmut über die massive Verteuerung und deren schlechte Kommunikation wurde von der Gemeindeverwaltung nun für mehr Transparenz gesorgt: Bei der Vergabe der ersten Arbeiten bekamen die Gemeinderäte die Möglichkeit zur genauen Kostenverfolgung.

von Christian Nick
Soll die Teilortswehr zukunftsfähig machen, wird mit rund 650 000 Euro aber mindestens das Doppelte kosten wie geplant: der Magazin-Anbau.
Visualisierung: Planbüro
Soll die Teilortswehr zukunftsfähig machen, wird mit rund 650 000 Euro aber mindestens das Doppelte kosten wie geplant: der Magazin-Anbau. Visualisierung: Planbüro  Foto: privat

Einige Irritationen gab es vor rund zweieinhalb Monaten angesichts des geplanten Anbaus fürs Magazin der Goggenbacher Feuerwehr: Die UWG-Fraktion im örtlichen Gemeinderat kritisierte die massive Verteuerung des Projekts, das ursprünglich - auf geschätzter Basis - mit rund 300 000 Euro Baukosten taxiert worden war, nun aber voraussichtlich mehr als das Doppelte verschlingen wird.

Einige Räte wunderten sich, dass die Gelder - oder wenigstens Teile davon - überhaupt nicht im Haushaltsplan des laufenden Jahres auftauchen und witterten Mauschelei. Rathauschef und Kämmerei wiesen die Vorwürfe zurück und erklärten, die Finanzierung sei mittels des "normalen Vorgangs" einer sogenannten Ermächtigungsübertragung ins laufende Jahr transferierbar (wir berichteten). Keine zwei Meinungen indes gab es bezüglich der Kosten-Transparenz - hier hatte auch die Verwaltung Defizite eingestanden und Besserung gelobt.


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Bis ins Detail aufgelistet

Ebendiese wurde im Rahmen der vergangenen Ratssitzung nun demonstriert, bei der vier zentrale Arbeiten für den Feuerwehrgerätehaus-Anbau zur Vergabe standen: die Rohbauarbeiten, Flachdachabdichtung, Dämmung und Entwässerung, Fenster und Außentüren sowie auch die Installation der sogenannten Sektional-Tore.

Das Zeichen guten Willens und Offenheit: Für jedes einzelne Gewerk hatte die Kämmerei diesmal zur Kostenverfolgung eine Tabelle mitgeliefert, in der die Differenz zwischen Kalkulation und letztlichem Preis dezidiert ersichtlich wurde. So erfuhren die Räte, dass sich die Rohbauarbeiten um circa 6000 Euro auf nunmehr rund 255 800 Euro und der Punkt "Flachdachabdeckung, Dämmung und Entwässerung" gar um rund 20 Prozent auf 46 000 Euro verteuert hat. Billiger als veranschlagt indes können die Fenster, Türen und Tore gebaut werden. Letztere sind sogar ein Viertel preiswerter zu haben als geplant und schlagen nur noch mit 9400 Euro zu Buche.


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Die detaillierte Information wurde dann auch von den Räten gutiert: "Das gefällt mir und ist aus meiner Sicht ein guter Kostenüberblick", sagte Tobias Härterich (FWV). Sein Fraktionskollege Dieter Karle erinnerte indes neuerlich an die drastischen Preissprünge: "Wir vergeben nun vier Gewerke und sind schon beim ursprünglichen Planansatz fürs gesamte Projekt." Und so vermisse er die Kosten für den Innenausbau in der vorgestellten Auflistung. Ebendiese, so informierte Uwe Wied, Leiter des Technischen Amts, könnten erst im Rahmen des folgenden Vergabe-Pakets präsentiert werden.

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Wie kam man seinerzeit auf die billige und nun weit übertroffene Kosten-Kalkulation? Peter Lemke (UWG) wollte es doch nochmals genau wissen. Ob dafür der Architekt oder doch die Kommune Verantwortung trage? Auch die Verwaltung sei über die Verteuerung "erschrocken", gestand Rathauschef Spieles nun ein. Die Berechnung aber sei korrekt erfolgt - jedoch eben bereits 2018/19 bei "wesentlich günstigeren" Konditionen.


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Orientiert habe man sich dabei unter anderem an der Sanierung des Westernacher Magazins. Amtsleiter Wied betonte: Trotz der Verteuerung werde die "wirtschaftlichste Variante" der insgesamt vier geprüften Möglichkeiten realisiert - wofür ja sowohl das Kupferzeller Gesamtgremium als auch der Goggenbacher Ortschaftsrat votiert hätten.

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