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Auszeithaus in Wohlmuthausen: Ein Haus, das der Seele wohl tut

Gut besuchter Tag der offenen Tür inach der ökumenischen Segnungsfeier. Besucher sind beeindruckt von der umfangreichen Renovierung und dem Konzept.

Von Regina Koppenhöfer
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Auszeithaus in Wohlmuthausen: Ein Haus, das der Seele wohl tut
Die Pfarrer Sabine Focken und Klaus Kempter hielten die Segnungsfeier.  Foto: Koppenhöfer, Regina

"Das Ambiente ist sehr stilvoll", lobt Christine Waschulewski. Ihr Ehemann Daniel Waschulewski ergänzt: "Es wurden hochwertige Naturmaterialien verwendet und dann auch noch diese schönen Farben hier im Haus. Ja, es tut der Seele wohl hier." Das Paar aus Bremen war auf Verwandtschaftsbesuch in Neuenstein, als es am Samstag die Gelegenheit nutzte, das gerade neu eröffnete Auszeithaus Hohenlohe (wir berichteten) in Wohlmuthausen zu besichtigen. Zum Tag der offenen Tür hatte der Trägerverein hierher eingeladen.

Umfangreiche Renovierung

Besucher aus nah und fern schauten vorbei, um das umfangreich renovierte Haus mit den sieben Zimmern und kleinen Apartments kennenzulernen. Gut gelaunt schlenderten viele Gäste auch durch die Kreativ-Werkstatt im umgebauten Stall, wo am Pfingstssamstag ein Flohmarkt stattfand. Fürs leibliche Wohl sorgten Mitglieder und Freunde des Auszeithausvereins. Viele Ehrenamtliche waren beim Tag der offenen Tür vor Ort, packten tatkräftig mit an oder standen für Gespräche bereit. Eröffnet wurde der Tag mit einer ökumenischen Segnungsfeier. Pfarrerin Sabine Focken und Pfarrer Klaus Kempter, der auch Vorsitzender des Vereins Auszeithaus ist, hielten die kurze Feier, die unter freiem Himmel stattfand. Im Rahmen der Andacht definierte der katholische Pfarrer, was denn eine Auszeit im nun eröffneten Haus bedeute: "Auszeit ist so etwas wie ein Urlaub und doch mehr, so etwas wie ein Wellnesswochenende und doch einfacher, so etwas wie Exerzitien und doch anders." Für die künftigen Gäste des Auszeithauses wünschten sich die beiden Seelsorger, "dass sich heilsame Begegnungen anbahnen mögen".

Entspannte Begegnungen

Freundliche, entspannte Begegnungen gab es bereits am Pfingstsamstag, als viele Interessierte durchs Haus streiften. Von den liebevoll renovierten und hochwertig ausgestatteten Zimmern waren die Menschen ganz offensichtlich angetan. Begeistert vom Auszeithaus waren auch Marianne und Helmut Landwehr. "Es gefällt mir sehr gut - angefangen beim Boden bis zu den Möbeln ist das alles sehr harmonisch. Es ist nicht alles neu und modern, es wurde auch die Geschichte des Hauses mit eingebaut", freute sich der Eberstaler Helmut Landwehr. Seine Ehefrau zeigte sich überzeugt davon: "Dieses Ambiente ist für die Leute, die hierher kommen, sicher gut."

Auszeithaus in Wohlmuthausen: Ein Haus, das der Seele wohl tut
Besucher im Speisezimmer des Auszeithauses: Hier steht neben dem Schwedenofen ein Tisch, gefertigt aus alten Eichenbalken des Hauses. Fotos: Regina Koppenhöfer g  Foto: Koppenhöfer, Regina

Früher ein Gasthaus

Früher war das Auszeithaus das Gasthaus "Rose" im Dorf. Die ältesten Teile des Gebäudes sind rund 200 Jahre alt. Karl Weckert kann sich noch gut an das einstige Wirtshaus in Wohlmuthausen erinnern. "Ich finde es toll, dass die ,Rose" jetzt wieder lebt", freut sich der Metzdorfer. Die Idee, aus dem Gasthof einen Ort zu machen, an dem Menschen das Hamsterrad ihres Lebens anhalten können, um zur Ruhe zu kommen, gefällt Karl Weckert. Auch seine Ehefrau Reinhild Weckert zeigt sich angetan vom neuen Auszeithaus. Sie denkt, dass das Haus auch ein Gewinn für den Ort sein wird.

Die Weckerts stehen, als sie das sagen, mitten im Speisezimmer des Auszeithauses. Früher war dies der Gastraum des Wirtshauses. Heute steht hier ein einzelner, großer Tisch - die Besitzer des Hauses, Tanja und Andreas Grathwohl, haben ihn aus alten Eichenbalken des Hauses von Hand angefertigt. "Es ist wunderschön hier", sagt Reinhilde Weckert beim Anblick von Tisch, gemütlichem Sofa und Schwedenofen. Dann macht sie sich mit ihrem Mann auf den Weg in die oberen Stockwerke, um dort die schönen Suiten, Gästezimmer, Bäder und Begegnungsräume des Hauses zu erkunden.

 
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