Künzelsau
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Regionale Ausbilder aus Hohenlohe legen sich ins Zeug

Die Besucherresonaz ist groß beim 14. Berufsinfotag im Berufsschulzentrum in Künzelsau. Viele Jugendliche und ihre Eltern verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region.

Von Renate Väisänen
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Regionale Ausbilder aus Hohenlohe legen sich ins Zeug
Rund 500 Besucher sind schon kurz nach der Eröffnung des Berufsinfotags zwischen den Ständen auf dem Gelände des Berufsschulzentrum unterwegs. Fotos: Väisänen  Foto: Renate Väisänen

Von poppig-folkiger Livemusik wird man am Samstagmorgen auf dem Schulgelände empfangen. Rund 500 vorwiegend jugendliche Besucher sind schon kurz nach Eröffnung der Ausbildungsmesse auf dem Schulhof des Künzelsauer Berufsschulzentrums bei frühsommerlichem Wetter unterwegs. Einige Teenager sind mit ihrem Klassenverband beim Berufsinfotag am Künzelsauer Gaisberg, andere wiederum machen sich zusammen mit ihren Eltern ein Bild über die verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region.

Breitgefächertes Angebot

Da muss man schon Zeit investieren, um sich durch das mannigfaltige Berufsausbildungsangebot regionaler Unternehmen sowie kommunaler und staatlicher Behörden zu kämpfen. Es sei denn, man hat wie Schülerin Scarlett Schäfer schon einen Berufswunsch vor Augen. "Ich habe mein Sozialpraktikum in einem Seniorenheim absolviert und möchte in der Seniorenpflege arbeiten", berichtet die 14-Jährige aus Ingelfingen, die sich gerade mit Mutter Sina Schäfer am Stand eines Künzelsauer Seniorenheimbetreibers informiert.

Vielleicht wird Scarlett Schäfer sogar bald im sogenannten Skills Lab des Berufsschulzentrums ausgebildet. Durch die für Pflegeschüler eingerichteten Klassenzimmer führt Pädagogin Christina Simon interessierte Schüler. Da gibt es die Übungswohnung eines Pflegebedürftigen sowie das Krankenzimmer, in der die lebensechte Pflege-Simulator-Puppe "Anne" liegt.

Praxisbezogen ist die kaufmännische Ausbildung an der Schule in Künzelsau: Das demonstriert die schuleigene Übungsfirma Juniortrade, die an ihrem Stand fair gehandelte Produkte anbietet. Eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement strebt Zakaria Amir an: "Das Angebot auf der Messe ist sehr gut", findet der 21-Jährige, der eine große Tasche voller Info-Material gesammelt hat. "Ich habe schon drei Firmen im Auge, bei denen ich mich zeitnah bewerben werde", berichtet der Schüler.

Regionale Ausbilder aus Hohenlohe legen sich ins Zeug
Wie die Förderung für ein Auslandssemester oder Berufspraktikum im Ausland vonstatten geht, erklären im Podiumsgespräch Patrick Wagner (links) und Uwe Peleikis.  Foto: Renate Väisänen

Ob reine Ausbildungsberufe, etwa Mechatroniker, Landschaftsgärtner, Berufskraftfahrer, Verwaltungsfachkraft oder Berufe, die an ein duales Studium gekoppelt sind wie Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau: Mit Give-aways, Prospekten oder einem Einblick in die Produktpalette zeigen sich die Wirtschaftsunternehmen der Region auf dem 14. Berufsinfotag von ihrer besten Seite. "Ausbildung steht auch in unserem Unternehmen im Fokus. Wir brauchen Fachkräfte, die unseren Unternehmenswohlstand erhalten, damit es letztendlich allen in der Region gut geht", erklärt Ausbildungsleiter Martin Dörner vom Schraubenwerk Gaisbach das Engagement der Unternehmen auf der Messe.

Aber auch potenzielle Anwärter, die beim Landratsamt, bei der Polizei oder Zollbehörde die mittlere oder höhere Beamtenlaufbahn einschlagen möchten, werden hier gut beraten. Nicht nur bei der Polizei, sondern auch beim Zoll kann es spannend zugehen: Sich wenigstens einmal im Leben auf die Spuren von illegalem Handel oder Schwarzarbeit zu begeben, verspricht der Beruf des Zollbeamten. "Die Ausbildung umfasst alle Fachgebiete. Da kann man auch schon einmal eine Zollfahndung miterleben", erklärt Lisa Bauer, Mitarbeiterin beim Zollamt Heilbronn.

Organisiert haben die Ausbildungsmesse die Berufsschulzentrum-Lehrer Claudia Bader und Patrick Wagner: "Es ist einfach toll, wie sich die Unternehmen heute ins Zeug gelegt haben", findet Bader, während ihr Kollege schon wieder zum nächsten Fachgespräch aufs Podium eilt. Nach dem Interview mit dem Landesverband-Chef für Spedition und Logistik, Andrea Marongiu, beantwortet nun Uwe Peleikis vom europäischen Austauschprogramm "Erasmus-plus" die Fragen der Besucher zu Studienaufenthalten im Ausland.

 
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