Dörzbach
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Penny-Markt-Bau in Dörzbach verzögert sich

Die umstrittene Penny-Filiale in Dörzbach soll nun erst im September öffnen. Laut Unternehmen hat das aber keine Auswirkungen für Mitarbeiter.

Tamara Ludwig
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Penny-Markt-Bau in Dörzbach verzögert sich
Der aktuelle Stand der Dörzbacher Penny-Baustelle lässt in den nächsten Wochen keine Eröffnung erwarten. Foto: Tamara Ludwig  Foto: Ludwig, Tamara

Der Weg der Gemeinde Dörzbach zu ihrer neuen Penny-Markt-Filiale ist ein holpriger. So gab es zunächst im Gemeindeverwaltungsverband Mittleres Jagsttal Knatsch, weil die Stadt Krautheim den Umzug des Discounters in die Nachbarkommune verhindern wollte.

Auch eine "Odyssee an Bürokratie" um Themen wie Hochwasserschutz, Ausgleichsflächen und Baurecht habe man bewältigen müssen, erklärte Dörzbachs Bürgermeister Andy Kümmerle im November 2021, als der symbolische erste Spatenstich für den Markt mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und neuestem Konzept absolviert wurde.

Nun hakt es erneut beim Thema Penny-Markt: Bei besagtem Spatenstich war man von Seiten der Verantwortlichen noch von einer Eröffnung im Mai dieses Jahres ausgegangen. Doch fährt man auf der Landesstraße 1025 zwischen Klepsau und Dörzbach an der Baustelle vorbei, ist unübersehbar: Auch im Juni und Juli dürfte es damit nichts werden. Woran liegt das?

Materialknappheit und Witterung

"Der Rohbau wurde in den vergangenen Wochen fertiggestellt. Eine Baustelle über die Wintermonate ist aber witterungsbedingt immer sehr schwer zu kalkulieren, insbesondere auch in Zeiten von Corona", erklärt Uli Baka, Expansionsmanager Region Südwest bei Penny, auf Nachfrage unserer Zeitung. "Seit dem Frühjahr sind wir allerdings gut vorangekommen", schiebt er noch hinterher. Andy Kümmerle ergänzt dazu im Gemeinderat: "Die derzeitige Materialknappheit in der Baubranche spielt natürlich auch eine Rolle."

Nun sollen Fenster, Türen und der Außenputz angebracht werden, so Baka. Danach gehe es dann mit der Technik (Heizung, Klima, Lüftung) und dem Innenausbau weiter. Und die Eröffnung? "Die wird Anfang, Mitte September stattfinden", sagt Baka. Für die Mitarbeiter, die teilweise von der noch bestehenden Filiale in Krautheim nach Dörzbach wechseln sollen, ändere sich nichts außer der Zeitpunkt. "Die Filiale in Krautheim wird bis zur Eröffnung in Dörzbach am Netz bleiben, so dass es für die Kunden und Mitarbeiter einen nahtlosen Übergang geben wird", verspricht Baka.

Streit im Vorfeld

Ausgangspunkt für den Filialbau in Dörzbach war, dass das Unternehmen keine Zukunft mehr am Standort in Krautheim sah - in zweiter Reihe und in unmittelbarer Nähe zu einem Konkurrenten. Attraktive alternative Flächen, um sich langfristig zu halten, fand das Unternehmen in Krautheim keine. Deshalb war man auf Dörzbach zugegangen. Im Gewerbepark, nicht weit vom bestehenden Edeka-Markt und direkt an der Landesstraße, gebe es ideale Voraussetzungen.

 

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