Künzelsau
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Musikalisches Können der Künzelsauer Jugendmusikschule und ihren Gästen beeindruckt

Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen im Carmen-Würth-Forum findet Anklang beim Publikum.

Von Rainer Lang
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Lesezeit  2 Min
Musikalisches Können der Künzelsauer Jugendmusikschule und ihren Gästen beeindruckt
Die Stadtkapelle Künzelsau, die 2020 mit der Jugendmusikschule fusioniert hat, gestaltete das Jubiläumskonzert im Carmen-Würth-Saal mit. Fotos: Rainer Lang  Foto: Rainer Lang

Die Erleichterung ist ihnen anzusehen: Frieda Mütsch, ihr Cousin Pius Mütsch und Hannes Wolpert begeisterten kurz vorher im Percussionensemble das Publikum im Kammerkonzertsaal des Carmen-Würth-Forums mit Trommelwirbeln. "Wir waren ziemlich nervös", räumt der 15-jährige Pius ein. Schließlich war der Saal mit 550 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt - beim Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen der Jugendmusikschule und deren Fördervereins.

Weil die Verbindung zwischen den Musikschulen zum Herzstück der Partnerschaft Künzelsaus mit der ungarischen Stadt Marcali gehört, wurde beim Konzert auch deren 30-jähriges Bestehen gewürdigt. Kein Wunder, dass zu dem musikalischen Großereignis mit drei Jubiläen Justizministerin Marion Gentges (CDU) in ihrer Eigenschaft als Präsidentin des Landesverbands der Musikschulen anreiste. Was sie in dreieinhalb Stunden erlebte, war eine beeindruckende Schau musikalischen Könnens mit Werken von Händel bis Abba.

Auch ein "Stargast" war dabei

Rund 120 Kinder und Jugendliche zeigten, was sie an Flöte, Klavier, Geige, Saxofon oder Posaune lernen. Unterstützt wurden sie von Ehemaligen, die Musik zum Beruf gemacht haben, der Stadtkapelle Künzelsau und etwa einem halben Dutzend Gästen der Musikschule Marcali mit deren Leiter Bela Hajas.

Jürgen Koch, seit 1997 Leiter der Jugendmusikschule, hatte nicht zu viel versprochen, als er nach zweieinhalb Jahren Corona-Zwangspause "ein tolles Erlebnis" ankündigte: Da zeigten zum Beispiel Ludwig Ehmann und Finn Wohlfahrt mit ihrem Lehrer Thomas Ströbele ihr Können an der Blockflöte. Milla, Pauline und Matilda Günther saßen zu dritt am Flügel und spielten einen Tango. Als "Stargast" trug Ex-Schülerin Uyen Nhi Le, Bundessiegerin bei "Jugend musiziert" 2019, am Flügel emotionale Songs vor.

Das Saxofon-, Gitarren- und Vokalensemble hatten ebenso seinen Auftritt wie Streicher und Blechbläser, der kostümierte Kinderchor, die Jazzcombo Oldstars und die Stadtkapelle Künzelsau unter Leitung von Stefan Bender. Und als auf der Bühne als Zugabe "Happy Birthday" erklang, hielt es manche im Publikum nicht mehr auf den Sitzen.

Für Ministerin Gentges, die sich auch ins Goldene Buch der Stadt eintrug, unterstreichen die regelmäßigen Erfolge beim Wettbewerb "Jugend musiziert" die Qualität der Künzelsauer Schule. Sie sprach von einem "wunderbaren Signal, das von diesem gemeinsamen Abend ausgeht". Das gelte auch für die Städtepartnerschaft mit Marcali, dessen Bürgermeister Laszlo Sütö mit einer 26-köpfigen Delegation zu Gast war.

Training für viele Lebensbereiche

Jürgen Koch sagte, dass die Ausbildung am Instrument die soziale Kompetenz stärke und Musik die Intelligenz fördere. Er betonte, die Schule wachse stetig. So seien zum Beispiel Jazz und Saxofon dazugekommen. Für den Leiter des Fördervereins, Matthias Ankenbrand, entwickelt nichts besser die Konzentration als das Erlernen eines Musikinstruments. Davon ist auch Ursula Berner überzeugt, die mit der Albert-Berner-Stiftung die Hauptförderin des Vereins ist. Sie fand es beeindruckend, wie die jungen Menschen beim Konzert über sich hinausgewachsen seien. Am Ende gab es zur Freude von Bürgermeister Stefan Neumann, dessen neun Jahre alte Tochter Frieda auch mitspielte, "viele strahlende Augen". Auch bei Frieda Mütsch aus Eberstal: Neben Mutter Yvonne und Schwester Pia war auch die Oma total begeistert.

 
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