Künzelsau
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Musikalische Märchenstunde im Carmen-Würth-Forum

Würth-Chor und Würth-Band stimmen mit Peter Lohmeyer und musikalischen Gästen auf die Adventszeit ein. Als Gäste sind der ungarische Violinist József Lendvay und der Wiener Männergesang-Verein dabei.

Von Rainer Lang
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Musikalische Märchenstunde im Carmen-Würth-Forum
Schauspieler Peter Lohmeyer erzählte die Geschichte von Hänsel und Gretel. Foto: Ufuk Arslan

Einen beschwingten und besinnlichen Start in die Adventszeit haben die Besucher am Sonntag beim Weihnachtskonzert im Carmen-Würth- Forum in Künzelsau erlebt. Aufgrund der hohen Infektionszahlen mussten die Gäste nicht nur die 2G-plus-Vorschrift erfüllen, sondern auch bei der Veranstaltung Maske tragen. Dies tat der Begeisterung keinen Abbruch. Würth-Band und Würth-Chor präsentierten gemeinsam mit Schauspieler Peter Lohmeyer, dem ungarischen Violinisten József Lendvay und dem Wiener Männergesang-Verein eine musikalische Märchenstunde.

Die Geschichte von Hänsel und Gretel

Im Konzert erzählte Lohmeyer die Geschichte von Hänsel und Gretel im Wald der Gebrüder Grimm. Eindrucksvoll, wie er mit seiner Stimme die Hexe imitierte, während Vanja Kugler und Sebastian Mandl aus Wien als Märchenkinder gesanglich überzeugten. Natürlich durften Stücke aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel nicht fehlen.

Die musikalische Reise begann mit dem Würth-Chor fulminant. Beim Adiemus von Karl Jenkins konnte er seine ganze Klangfülle ausspielen, während mit "Mitten im kalten Winter" von Gustav Holst leisere Töne folgten. Der deutsche Text stammte von Chorsängerin Bärbel Henle. Die Ehefrau des Leiters von Band und Chor, Ulrich Dachtler, zeigte sich nach dem langanhaltenden Schlussapplaus erleichtert über den gelungenen Auftritt. "Es hat Spaß gemacht", lobte ein Zuhörer.

Wegen Corona wurde kaum geprobt

Wegen der Pandemie habe es kaum Proben geben können, erklärte Henle. Für ihren Mann war die Aufführung "etwas Besonderes". Die Einstellung und den Leistungswillen der Mitglieder von Chor und Band fand er unglaublich. Alle seien dankbar gewesen, dass sie trotz der Corona-Pandemie die Möglichkeit hatten, aufzutreten.

Neben dem Würth-Chor bot auch der Wiener Männergesangverein, eine Auswahl bekannter Lieder wie "Ein Männlein steht im Walde". Eher verhalten wirkten die 20 Herren aus Wien unter Leitung von Professor Antal Barnás beim Oratorium Judas Makkabäus von Georg Friedrich Händel. Da hätten sie die Unterstützung des Würth-Chors durchaus brauchen können.

Musikalische Märchenstunde im Carmen-Würth-Forum
Klangfülle bewiesen der Würth-Chor und die Würth-Band unter Leitung von Ulrich Dachtler. Violinist József Lendvay (rechts) trat als Solist auf. Foto: Ufuk Arslan

Mit ungarischem Temperament

Ganz allein schaffte es Violinist Lendvay, den Saal mit seinem melancholischen Spiel beim Largo von Johann Sebastian Bach in seinen Bann zu ziehen. Bei anderen Stücken bestätigte er die Ankündigung der für Kunst und Kultur bei Würth verantwortlichen Sylvia Weber. "Er hat die Fähigkeit, klassische Werke mit ungarischem Temperament zu spielen", sagte sie.

Weihnachtsstimmung verbreitete sich, als die Würth-Band nach dem Hexentanz die Klassiker "O Tannenbaum" und "White Christmas" vortrug. Immer mehr Zuhörer wippten mit den Füßen zu den locker-leichten Klängen mit. Die meisten Stücke der Band hat der junge Musiker Christoph Müller aus Stuttgart arrangiert.

Mit Jazz- und Big-Band-Elementen gelang ihm ein frischer und anregender Sound zur Einstimmung auf den Advent. An ein duales Studium bei Würth schloss er ein Musikstudium an. "Ich bin aber der Würth Band immer treu geblieben", sagte der 31-Jährige. Zum Abschluss mussten die Besucher wegen der Pandemie zwar auf den Glühwein verzichten, konnten als kleinen Trost aber einen Lebkuchen mit auf den Heimweg nehmen.

Zur Person
Christoph Müller ist ein Schlagzeuger, Komponist und Arrangeur aus Mannheim, der in Künzelsau aufgewachsen ist. Schon früh ist bei ihm der Wunsch entstanden, professioneller Musiker zu werden. In Mannheim studierte er Schlagzeug mit dem Schwerpunkt Jazz und Pop. Seit einem Aufenthalt in Brasilien begeistert ihn brasilianische Musik und Kultur. Diese Einflüsse gingen auch in sein 2019 veröffentlichtes Debütalbum ein (www.christophmueller.de).

 
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