Hohenlohe
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Heute heißt es in Hohenlohe: Einsammeln, was von Weihnachten übrig ist

Am Samstag, 15. Januar, holen Vereine und Jugendfeuerwehren die Christbäume im Hohenlohekreis ab. Andreas Schilder, Ortsbeauftragter beim THW Künzelsau, erklärt den genauen Ablauf und wie die Aktion in Zeiten von Corona vonstatten geht.

Lisa Könnecke
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Am Samstag heißt es in Hohenlohe: Einsammeln, was von Weihnachten übrig ist
Nach dem Jahreswechsel haben die Weihnachtsbäume in den Wohnzimmern ausgedient. Am Samstag werden sie in vielen Kommunen abgeholt. Foto: dpa

Während ausgediente Weihnachtsbäume in Heilbronn und Umgebung zum Großteil schon eingesammelt wurden, steht die Arbeit im Hohenlohekreis noch aus: An diesem Samstag nimmt sich dem unter anderem der Ortsverband Künzelsau des Technischen Hilfswerks (THW) an. Andreas Schilder, seit zwölf Jahren Ortsbeauftragter des Vereins, erklärt, dass die Bäume gut sichtbar am Straßenrand platziert werden und nicht den Gehweg zustellen sollten.

Außerdem sei es eine Hilfe für die Einsammler, wenn mehrere Bäume nicht verteilt auf dem Gehweg, sondern gebündelt an einer Stelle abgelegt würden. "Das erleichtert uns die Arbeit und spart Zeit", so der 52-Jährige.

Während vergangenes Jahr coronabedingt keine Weihnachtsbäume eingesammelt werden durften, ist es dieses Jahr unter strengen Hygieneauflagen möglich. "Es ist eine Herausforderung, dem Ganzen gerecht zu werden", räumt Schilder mit Blick auf die strengen Hygieneregeln ein. "Wir versuchen, dem gewissenhaft nachzugehen, in der Hoffnung, nichts falsch zu machen."

Christbäume einsammeln unter strengen Hygieneregeln

Der THW habe sich dazu entschieden, nur Helfer einzusetzen, die geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind, erklärt der Ortsbeauftragte. Neben der Maskenpflicht werde sich auch jeder Helfer am Morgen mit einem Selbsttest auf das Virus prüfen. "Der Aufwand ist in Corona-Zeiten zwar höher, aber wir sind froh, das machen zu dürfen." Das eingenommene Geld - pro Baum gibt es 50 Cent von der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis - soll laut Schilder der Jugendarbeit zugute kommen.

Aus Bäumen wird Strom und Fernwärme produziert

Was mit den ausgedienten Weihnachtsbäumen anschließend passiert, erklärt Joachim Bahr, Bereichsleiter der Entsorgungsanlagen: "Sie werden geschreddert und kommen anschließend in die thermische Verwertung. Aus ihnen wird Strom und Fernwärme produziert." Rund 20 Orte rund um Künzelsau wird die zehnköpfige Gruppe des THW ansteuern, erklärt Schilder.

Die Gruppe sei coronabedingt zwar kleiner als sonst, aber man greife auf eine jahrelange Erfahrung zurück. "Seit 2004 sammeln wir Weihnachtsbäume ein, die Gebiete sind uns nicht unbekannt. Nur der Aufwand ist unter Corona-Bedingungen größer." Der Plan sei, dass sich die zehn Männer und Frauen in Dreier- beziehungsweise Vierergruppen aufteilen und gegenseitig zuarbeiten. "Ein paar werden in Ingelfingen und Eberstadt anfangen, die anderen in Künzelsau und dann trifft man sich in der Mitte."

Mit Lkw im Einsatz

Zum Einsatz kommt der Fuhrpark des THW Künzelsau. "Mit einem Pkw kommt man nicht weit", sagt Andreas Schilder und verweist auf Lkw mit genug Ladefläche, mit denen die Einsammler unterwegs sein werden. Bevor es für die Helfer des THW losgeht, soll es um kurz vor acht Uhr noch eine kleine Einweisung geben, erklärt Andreas Schilder. Und dann heißt es auch schon: einsammeln, was von Weihnachten übrig ist.

Viele Helfer im Hohenlohekreis im Einsatz

Neben dem Technischen Hilfswerk Künzelsau sammeln am Samstag, 15. Januar, auch Jugendfeuerwehren, Pfadfinder und verschiedene Vereine die Christbäume im Hohenlohekreis ein. In Öhringen mit allen Teilorten findet die Sammlung eine Woche später, am 22. Januar, durch die Abfallwirtschaft statt. Die Bürger können ihre vollständig abgeschmückten Christbäume am Vortag gut sichtbar am Grundstück (Straßenrand) ablegen. Jedes Jahr kommen bei der Sammlung im Hohenlohekreis rund 20 000 Christbäume zusammen. 

 

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