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Fast perfekte Annäherung

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Die "Echoes" boten in Künzelsau ihre "European Pink Floyd Show"

Von Daniel Stahl
Sehen nicht wirklich aus wie Pink Floyd, hören sich aber täuschend ähnlich an: Martin Hofmann (links) am Bass und Oliver Hartmann an der Gitarre prägen den Sound der "European Pink Floyd Show". (Foto: Daniel Stahl)
Sehen nicht wirklich aus wie Pink Floyd, hören sich aber täuschend ähnlich an: Martin Hofmann (links) am Bass und Oliver Hartmann an der Gitarre prägen den Sound der "European Pink Floyd Show". (Foto: Daniel Stahl)

Oliver Hartmann, Martin Hofmann, Paul Kunkel, Steffen Maier und Stefan Weilmünster sind echte Pink Floyd Fans. Seit Jahren kopieren sie, als "The Echoes", erfolgreich die Titel ihrer Idole und sind mit ihrer Pink Floyd Show in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

In Künzelsau fand die, in diesem Jahr einzige, European Pink Floyd Open Air Show statt, mit der die Musiker den Auftritten der Originale um Roger Waters und Dave Gilmour so nahe wie möglich kommen wollen. Das Künzelsauer Publikum reagierte zu Beginn eher verhalten auf die langen psychedelischen Ausflüge in die Klangwelt von Pink Floyd. Erst kurz vor der Pause, als die Cover-Formation aus Aschaffenburg "Wish You Were Here" anstimmte, wachten die Pink Floyd Fans im Publikum auf.

Technisch setzen die "Echoes" die Songs nahezu perfekt um. Doch gerade zu Beginn des Konzertes fehlte die Ausstrahlung und die Bühnenpräsenz der Originale, um das verhaltene Künzelsauer Publikum zu erreichen.

Erst nach der Pause kam Bewegung in die rund 1600 Besucher. "Another Brick In The Wall" vom Erfolgsalbum "The Wall" riss dann die ersten Fans aus ihren Sitzen. Zum ersten Mal waren Fans hören, die die Titel lautstark mitsangen.

Auch die Pink Floyd-typische Lichtshow kam erst nach der Pause, mit einsetzender Dunkelheit, zum Tragen. Klassiker wie "Us And Them" und "Hey You" wurden von den "Echoes" etwas rockiger interpretiert und fanden zunehmend Anklang bei den Künzelsauern, die sich noch etwas verhalten vor der Bühne versammelten.

Ihre musikalischen Qualitäten stellten die Musiker immer wieder eindrucksvoll unter Beweis. Oliver Hartmann an der Gitarre und Martin Hofmann am Bass wurden ihren großen Vorbildern durchaus gerecht. Und Keyboarder Paul Kunkel spielte und sang eine überzeugende Solo-Version von "Nobody Home". Gastmusiker Stefan Weilmünster begeisterte immer wieder mit seinem Saxofon. Als die "Echoes" dann zum Endspurt ansetzten war auch endlich ihr Publikum voll bei der Sache. "Pigs" vom Konzeptalbum "Animals" wurde in einer lauten Liveversion gespielt. Auch "Comfortably Numb" fand viel Begeisterung. Mit dem Titel wollten sich die Aschaffenburger sich dann allerdings schon verabschieden. Doch die Pink Floyd Fans wie auch die Pink Floyd Neulinge im Schlosspark waren richtig auf den Geschmack gekommen und forderten lautstark eine Zugabe, welche die "Echoes" gerne gaben.

Fast das ganze Publikum ging bei den beiden Zugaben "Money" und "Run Like Hell" begeistert mit und bescherte den Aschaffenburger Pink Floyd Fans doch noch einen würdigen Abschluss für ihren Auftritt. Das bemerkte auch Sänger Oliver Hartmann: "Ihr seid spät aufgewacht, Künzelsau, aber ihr seid aufgewacht."

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