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Schlagzahl für Stadtbahn erhöht

Heilbronn - „Trotz aller Widrigkeiten in der Vergangenheit wird die Stadtbahn aus heutiger Sicht Ende des Jahres durch die Stadt nach Norden fahren”, gab sich Baudezernent Wilfried Hajek beim Jahresgespräch mit der Heilbronner Stimme zuversichtlich.

Von unserem Redakteur Joachim Friedl
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Schlagzahl für Stadtbahn erhöht
Die Abdichtung der Theater-Unterführung ist im Baufeld der Stadtbahn undicht geworden und muss jetzt saniert werden. Die Kosten trägt die Stadt Heilbronn.
Heilbronn - „Trotz aller Widrigkeiten in der Vergangenheit wird die Stadtbahn aus heutiger Sicht Ende des Jahres durch die Stadt nach Norden fahren”, gab sich Baudezernent Wilfried Hajek beim Jahresgespräch mit der Heilbronner Stimme zuversichtlich. Um dieses Ziel zu erreichen, werden jedoch Bauabschnitte vorgezogen und Bauzeiten optimiert. Guten Mutes ist Hajek, dass trotz dieser Arbeitsverdichtung und Mehrleistungen der Kostenrahmen von 84 Millionen Euro für die 3,7 Kilometer lange Trasse gehalten wird. Der Bahn-Probebetrieb soll im November starten

Weinsberger Straße Geduld und gute Nerven müssen Autofahrer ab Mitte Februar auf der Weinsberger Straße mitbringen. Dann wird der Streckenabschnitt von der Allee bis zur Paulinenstraße stadtbahntauglich ausgebaut. Bis Juli wird in drei Phasen unter Verkehr gearbeitet. Zumindest eine Fahrspur wird wegfallen. "Die Beeinträchtigungen werden gravierend sein", warnt Bürgermeister Hajek schon einmal vor.

Die Stadtbahn-Unterführung am Sülmertor, mit 8,8 Millionen Euro eines der teuersten Einzelprojekte, soll im März fertig werden. Dann können Pkw und Lkw wieder in die Christophstraße einfahren. Die Rampen in Richtung Salzstraße beziehungsweise Industrieplatz sollen im September stehen. Im Mai werden die Bautätigkeiten in der Paulinenstraße abgeschlossen.

Schlagzahl für Stadtbahn erhöht
Die Kälteperiode macht der Stadtbahnbaustelle in der Allee derzeit zu schaffen. Dennoch gehen die Planer davon aus, den Zeitplan zu halten.Fotos: Guido Sawatzki
Intensiv nach Lösungen für ein Problem in der Austraße sucht derzeit die Bauverwaltung: Lkw, die auf das Gelände der dort ansässigen Firmen einfahren, ragen mit ihrem Heck gefährlich in den Gleisbereich. Die Flächen für die sogenannte Schleppkurve wurden zu gering ausgelegt. "Wir haben gerechnet, aber keine Schwertransporter zugrunde gelegt", beschreibt Hajek die Problematik. Jetzt wird darüber nachgedacht, die Zufahrten zu den Unternehmen zu verbreitern und dies aus dem Stadtbahn-Topf zu finanzieren: "Gemessen an den 84 Millionen wird das nicht die Welt ausmachen." Überfahrtsmöglichkeiten schließt Hajek aus Gründen der Unfallgefahr und zusätzlich erforderlicher Signalanlagen aus.

Sechs weitere Stadtbahn-Abstellgleise und eine geschlossene Wartungshalle werden westlich des Hauptbahnhofes an der Bahnhofstraße neben dem Busbahnhof auf DB-Gelände gebaut. Die Stadtwerke finanzieren für 2,2 Millionen Euro zwei Gleise, die Albtal Verkehrsgesellschaft (AVG) als Betreiberin der S-Bahn die restlichen Gleise und die Halle. 2014 soll die Wende- und Abstellanlage fertig sein. Ein Parkhaus neben dem Drogenkontaktladen ist aktuell kein Thema.

Passage

Kummer bereitet der Bauverwaltung die Unterführung beim Stadttheater. Die Abdichtung ist undicht. Vor allem unterhalb des Gleisbereiches. Statische Probleme soll es keine geben. "Die Sanierung läuft nicht über den Stadtbahn-, sondern über den Stadt-Etat", sagt Hajek. Über die Kosten macht er keine Angaben. Verfüllt ist zwischenzeitlich die kleine Unterführung zwischen Harmonie und Hafenmarktpassage.

 
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