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Profitiert der Trollinger-Marathon von der Absage einer Mannheimer Laufveranstaltung?

In Mannheim findet 2023 kein Dämmer-Marathon statt. Die Absage könnte dem Heilbronner Trollinger-Marathon einen Schub geben.

Thomas Zimmermann
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Lesezeit 1 Min
Profitiert Trolli von Mannheimer Absage?
Mit 5000 Teilnehmern rechnen die Organisatoren des "Trolli". Foto: Archiv  Foto: Berger

Er war die größte Breitensportveranstaltung der Metropolregion Rhein-Neckar. Jetzt wurde der Dämmer-Marathon in Mannheim, der am 13. Mai stattfinden sollte, abgesagt. Als Gründe nannten die Veranstalter die Bundesgartenschau, die am 14. April in der Quadratestadt startet.

Sie erstreckt sich auch über den Luisenpark, an dem auch die Marathonstrecke vorbeiführt. Auch der Wegfall wichtiger Sponsoren und enorme Kostensteigerungen seien Gründe für die Mannheimer Absage.

Überlebenskampf für regionale Läufe

Eine Verschiebung ins Frühjahr scheiterte an zahlreichen anderen Laufveranstaltungen in der Nachbarschaft, die fest terminiert waren. "Insgesamt sehen wir dunkle Wolken über den regionalen Marathon-Veranstaltern heraufziehen", schreiben die Organisatoren des Traditionslaufs auf ihrer Homepage und sprechen von einem "Überlebenskampf" für die regionalen Marathons.

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Auf der Strecke weckt vor allem die vielfältige Musik zahlreiche Assoziationen. Im Ziel ist dann die Freude groß.

Für den Trollinger-Marathon, der am 7. Mai stattfindet, könnte die Mannheimer Absage sogar einen Schub geben, weil Läufer jetzt nach Heilbronn wechseln. "Der Meldestand ist bisher erfreulich. Wir liegen fast auf dem Niveau von 2019", sagt Steffen Schoch, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH (HMG).

1065 Läufer haben sich für die verschiedenen Strecken angemeldet. Vor vier Jahren waren das zum selben Zeitpunkt knapp 1100. Noch bis zum 31. Januar können sich die Läufer zur ermäßigten Startgebühr von 45 Euro (Marathon) und 35 Euro (Halbmarathon) anmelden. Ab 1. April steigt die Startgebühr auf 55 Euro (45). Die Marathonstrecke ist seit 2019 erstmals wieder im Angebot.

Positive Resonanz in der Region

"Unser Ziel sind rund 5000 Läufer", unterstreicht Schoch. Im Jahr 2019 gingen 5800 Starter auf die Strecken. Existenzsorgen für die Veranstaltung hat die HMG derzeit nicht. "Der Trolli ist in der Region eine so positiv besetzte Marke, dass wir derzeit wenig Sorge haben, Partner zu halten", betont Schoch.

Steigende Kosten und härtere Auflagen seien aber auch für Heilbronn Herausforderungen. "Dennoch sehen wir für den Trollinger-Marathon nach wie vor gute Perspektiven", so der HMG-Chef.

 

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