Neue Institution für Bildungscampus: Initiative will Kinder für Wandel stark machen
Die Initiative Zukunftsbildung zieht nach Ostern auf den Bildungscampus. Von der Dieter-Schwarz-Stiftung gefördert, hat sie mit Kitas und Grundschulen viel vor.
"Die Kinder wachsen in eine Welt hinein, die stark von Veränderungen geprägt ist", sagt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Kinder forschen". Wie gehen die Kinder später als Erwachsene konstruktiv mit diesem Wandel um, dem Unbekannten und den Herausforderungen? Die Grundlagen dafür werden seiner Ansicht nach im Kindesalter gelegt. Eltern seien Vorbilder, Kitas und Grundschulen gefordert. Hier soll die "Initiative Zukunftsbildung" ansetzen, die zum Verein "Haus der kleinen Forscher" gehört. Der Verein hat im Jahr 2006 die Stiftung Haus der kleinen Forscher gegründet, die sich inzwischen "Stiftung Kinder forschen" nennt. Gefördert wird die Initiative von der Dieter-Schwarz-Stiftung auf "unbegrenzte Zeit", sagt Michael Fritz. Nach Ostern 2024 bezieht das fünfköpfige Team seine Räume auf dem Bildungscampus im Gebäude Ecke Mannheimer Straße/Schaeuffelenstraße.
Mit Wut, Ablehnung und Überforderung würden viele Menschen auf den Wandel reagieren. Das ist für Michael Fritz genauso wenig hilfreich wie der Ansatz, den Kopf in den Sand zu stecken. "Ich traue mir zu, mit Veränderungen umzugehen": Ihm geht es um diese Haltung, und diese entstehe in der frühen Kindheit. Kindergärten und Schulen seien aber nicht darauf vorbereitet, die Kinder entsprechend zu stärken. Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen, ist das Ziel der Initiative Zukunftsbildung. Er will damit dem Eindruck entgegentreten: Der Elfenbeinturm legt Ideen vor, die Kitas oder Schulen können sie wegen Fachkräftemangels nicht umsetzen. Sein Wunsch ist es, dass zusammen Ideen entwickelt werden, die dann morgens in einer Kita ausprobiert und mittags bewertet werden. Von einer "Arbeit auf Augenhöhe" spricht Michael Fritz. "Forschung und Praxis setzen sich zusammen."
Kinder für den Wandel stark machen: Initiative Zukunftsbildung will mit Kitas und Grundschulen in Heilbronn kooperieren
Die Initiative hat ihren Sitz in Heilbronn, will aber auch beispielsweise mit Einrichtungen in Nordrheinwestfalen kooperieren, die in einem ehemaligen Braunkohlerevier liegen. Der Grund: Gerade dort wandele sich viel. In Heilbronn sucht die Initiative nach Ostern das Gespräch mit den Kitas und Grundschulen, den Trägern, der Stadt und dem Staatlichen Schulamt. Wie viele Kinder erreicht werden sollen? Das lässt Michael Fritz offen. Für die Beteiligten aus der Praxis soll die Zusammenarbeit keine zusätzliche Belastung werden. Seine Hoffnung ist: Die Erzieherinnen aus Kitas, die sich in der Initiative einbringen, werden durch andere Kräfte ersetzt. In den Häusern soll sich die Arbeit keinesfalls verschlechtern, nur weil Kolleginnen dabei sind. "Es ist unser Job, diese Fachkräfte zu finden", sagt Michael Fritz.
Zum Kindergarten- und Schuljahr 2025/2026 soll die Arbeit mit den Einrichtungen beginnen, die ersten Erfahrungen nach drei Jahren vorliegen. Eine tiefere Bewertung folgt dann weitere fünf Jahre später.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare